+++ gemeinsamer Aktionstag von bayerischen und niedersächsischen Studierenden +++
+++ Demonstration am 26. Mai in Göttingen. Start: 12:00 Uhr, Zentralcampus +++
In immer mehr Bundesländern wurden innerhalb der letzten Jahre Studiengebühren abgeschafft: Saarland, Hessen, NRW, bald auch in Hamburg und Baden-Württemberg. Gleichzeitig halten die Bundesländer Niedersachsen und Bayern nach wie vor an allgemeinen Studiengebühren fest.
Der AStA der Uni Göttingen ruft aus diesem Grund für Donnerstag, den 26.Mai, zu einer Demonstration gegen Studiengebühren auf. Die Auftaktkundgebung startet um 12:00 Uhr am Zentral-Campus der Universität (Platz der Göttinger Sieben).
„Es geht darum jetzt politischen Druck aufzubauen und klarzumachen, dass wir Studierende uns nicht länger hinhalten lassen wollen“, so die Außenreferentin des AStA, Lydia Brenz. Offensichtlich ist, Niedersachsen will sich mit aller Macht gegen eine Abschaffung der Studiengebühren wehren. Wissensschaftsministerin Johanna Wanka kündigt an: „Die Diskussion über Studiengebühren wird auf jeden Fall schwieriger, wenn nur noch zwei Bundesländer sie erheben“. Abschaffung ist für sie keine Option.
„Studiengebühren schränken uns im alltäglichen Leben ein, sie schließen aus und zerstören Lebenspläne. Wir müssen uns ständig überlegen wie wir das Geld fürs nächste Semester zusammenbekommen“, so Hartmut Hombrecher, Hochschulreferent des AStA. Viele Studierende werden gezwungen prekäre Teilzeitarbeit auszuführen und einige müssen sogar zwangsweise Kredite aufnehmen.
Aus einer Studie des HIS geht jetzt sogar hervor: „Rund die Hälfte der Bachelorstudierenden glaubt hingegen, auf das Masterstudium verzichten zu müssen, weil die finanziellen Voraussetzungen für ein weiteres Studium fehlen oder die Studiengebühren die finanziellen Möglichkeiten übersteigen werden.” Für Menschen aus einem finanziell schwachen Hintergrund ist und bleibt die Aussicht auf einen vier- bis fünfstelligen Schuldenbetrag durchaus ein Grund, ein Studium gar nicht erst zu beginnen. Für die übrigen Studierenden stellen Studiengebühren ein Disziplinierungsinstrument dar: Bildung soll als Investition mit dem Ziel einer erfolgreichen Karriere begriffen werden.
Der AStA der Uni Göttingen fordert die Abschaffung aller Bildungsgebühren und die Ausfinanzierung der Hochschulen durch Landesmittel. Dass eine solche Forderung nicht unrealistisch ist, zeigen die Entwicklungen in anderen Bundesländern wie Hessen und NRW. Der Kampf gegen Studiengebühren geht weiter.
AStA Uni Göttingen, 23. Mai 2011
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