Unsere Lieblingsorte an der Uni

Unsere Geheimtipps an der Uni
Diese Orte solltet Ihr unbedingt einmal besucht haben

So oft weiß man nur wenig über die Orte, die den Schauplatz des eigenen Alltags bilden. Um den Blick für das Versteckte zu schärfen, stellen wir euch einige Ecken der Uni vor, die ihr im Laufe eures Studiums auf jeden Fall mal gesehen haben solltet.

Alpakas ( → Am Fassberg 11)

Das Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie liegt mitten in der Pampa, es ist also durchaus assoziativ angemessen, dort südamerikanische Tiere zu halten. Diese Tiere sind zudem äußerst flauschig, von überschaubarer Größe und spucken weniger oft als Lamas. Leider nur von außen betrachtbar.

Alte SUB + Paulinerkirche ( → Papendiek 14)

Man könnte meinen, dass all die aktuellen Prachtbautenversuche der Uni dem Versuch entspringen, etwas diesem Gebäude gleichwertiges zu schaffen (läge ihnen nicht tatsächlich in erster Linie die Hoffnung auf mehr Konferenzen und Drittmittel zugrunde). Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Paulinerkirche (ehemals Teil eines Dominikanerklosters und schon länger in Unibesitz) zu einer Bibliothek umgestaltet, mit dem Ergebnis einer faszinierenden Mischung aus gotischer und klassizistischer Architektur. Auch die Literatur erstreckt sich über die Zeiten: Hier lagern die ältesten studierbaren Bücher der Uni, bei vorheriger Bestellung darf frei in den jahrhundertealten Originalen geblättert werden.

Anglistik-Bibliothek ( → Käte-Hamburger-Weg 3)

Diese Bibliothek ist neben der Alten SUB die einzige am Campus, in der die staubschwere Atmosphäre einer Bücherei des XIX. Jahrhunderts noch heute in Ansätzen fühlbar wird. In den Regalschluchten stehen die höheren Buchreihen vornehm über den Dingen und verlangen das höfliche Ersuchen um Audienz vermittels einer langen Leiter. Wer eher gelockerte und verspielte Stimmung sucht, muss auch hier den Weg nach unten suchen: Das verwinkelte Erdgeschoss versteckt einige originelle Dekorationsideen.

Archäologisches Institut ( → Nikolausberger Weg 15)

Die Antike erscheint uns aus Marmor gehauen, ihre Statuen und Reliefs sind tief ins Denken der meisten späteren Epochen eingemeißelt. Freilich kann die Erforschung dieser bildhauerischen Werke schwierig sein, wenn sie ein paar Hundert Kilometer entfernt vom eigenen Wohnort aufbewahrt werden. So wurden für die Universitäten der Neuzeit Massen an detailgetreuen Gipsabgüssen der alten Skulpturen gegossen, und eine eindrucksvolle Sammlung solcher großenteils originalgroßen Abgüsse wird im Göttinger Archäologischen Institut aufbewahrt – nicht nur in den gewaltigen Ausstellungsräumen, sondern übers ganze Gebäude verteilt, sogar, so erzählt man sich, auf einem der Klos.

AStA-Gebäude ( → Goßlerstraße 16a)

Im AStA-Garten wächst nach größeren Partys oft kein Gras mehr, dafür inzwischen aber immer noch Gemüse: Ein bescheidenes Beet, angelegt vom Ökoreferat, reift auf die Ernte hin. Das große Graffiti an der Gebäudewand verkündet Rosa Luxemburgs Leitspruch: “Unpolitisch sein heißt politisch sein, ohne es zu merken”. Ob die Fassade nur eine solche ist, bestimmt sich jeden Januar je für ein Jahr. Die Geschichte des Gebäudes kann jedoch nicht so einfach entpolitisiert werden, solange kleine Textfelder sie regelmäßig in Erinnerung rufen: Als [] ein rechter AStA der linken Basisgruppe Geschichte ihren Raum aberkannte, wurde dieser Raum mitsamt dem Rest des Gebäudes direkt besetzt, was in einer regelrechten Belagerung durch die Polizei und einer dramatischen Flucht durch eine Geheimtür gipfelte. Auch das ist Politik.

Aula ( → Wilhelmsplatz 1)

Das Selbstbild der Eliteuniversität nimmt mit diesem Gebäude Gestalt an. Wer durch das Eingangstor zwischen Säulen und Deckenfries tritt, steht zunächst in einer dunklen Eingangshalle, steigt dann eine Treppe hinauf in ein lichtdurchflutetes Obergeschoss und tritt schließlich nach einem weiteren Vorzimmer durch große Türen in den Raum, in dem im Tempel, nach dem das Gebäude modelliert ist, das Allerheiligste wäre – in diesem Fall der große Saal mit den Gemälden der Hannoverschen Könige, es war schließlich das 19. Jahrhundert und die Hochschule durchaus monarchistisch. Heute dienen auch die Könige dem Marktwert der Universität, kaum ein Göttinger Motiv wird stärker verbreitet als Aula und Königswand mit ihrem Ruch von Tradition. So bleibt die Vergangenheit immer eine recht gegenwärtige Angelegenheit.

Autonomicum ( → Platz der Göttinger Sieben 5)

Politische Kämpfe der Studierenden – klingt nach 68. Aber der letzte größere Uni-Streik hierzulande war erst 2009, und das Autonomicum erinnert sehr handfest daran, dass politische Kämpfe immer möglich bleiben. Während des Streiks durch eine Raumbesetzung der Uni abgerungen, ist es bis heute ein selbstverwalteter Freiraum, den alle jederzeit zu verschiedensten Zwecken verwenden können. Fürs Ausruhen gibt es Sofas, fürs Lernen und Arbeiten Tische, ein Plakatbrett zum Informieren über anstehende Veranstaltungen, einen öffentlichen Bücherschrank für die ruhige Lektüre. Gerade während der O-Phase finden hier auch oft Vorträge und Workshops statt.

Blauer Turm, Oberster Stock ( → Platz der Göttinger Sieben 5)

Der Blaue Turm stellt vermutlich das architektonsche Wahrzeichen des Z-Campus dar, so traurig das auch ist. Das wichigste an ihm wird jedoch von außen nie sichtbar, denn es ist der Blick von seinem obersten Stockwerk: Von hier lässt sich die gesamte Innenstadt überschauen, und gerade im Sommer können die zahlreichen Bäume den Eindruck vermitteln, dass man hier vor einem Wald mit Stadtfragmenten steht.

Botanische Gärten

Flora, exakt geordnet und beschriftet: Die Göttinger Biologie hat gleich drei botanische Gärten hervorgebracht, die in der ihnen eigenen Art zugleich ganz wissenschaftliche Sammlung und ganz Park sind. Der Alte Botanische Garten am Zentralcampus erstreckt sich baumumwachsen entlang des Walls, durch den ein Tunnel direkt zur Außenterasse des Café Botanik führt. Hingegen nimmt der am Norcampus gelegene Experimentelle Botanische Garten einen flachen Talkessel ein und vermittelt auch von der Bepflanzung her den Eindruck einer Berglandschaft. Während sich bei beiden ein Besuch im Frühling besonders lohnt, ist der Forstbotanische Garten zu Herbstbeginn am Prächtigsten: Um diese Jahreszeit leuchten die nordamerikanischen Bäume in den Farben des Indian Summer.

Bunter Raum (→ Humboldtallee 19)

Vermutlich der versteckteste Freiraum an der Uni (wenn es einen noch versteckteren gibt, wurde er bisher nicht gefunden). Um diesen Charakter zu bewahren, verzichten wir hier durchaus darauf, zu erwähnen, wo er sich befindet. Der immer offene Raum ist im Winter recht warm und im Sommer angenehm kühl, seine weichen Sofas versprechen Ruhe von der Mühsal des Studiums, oft warten kostenlose Getränke auf trockene Kehlen. Zudem gibt es gute Internetverbindung.

Ethnologische Sammlung (→ Theaterplatz 15)

Zugegeben, das Gebäude des Ethnologischen Instituts ist wahrlich kein Schmuckstück. Im Inneren beherbergt es jedoch eine reichlich gefüllte Schatzkiste. Alltagsgegenstände verschiedener Epochen, von der Südsee über Sibirien bis zur Polarregion, warten darauf bestaunt zu werden. So manche Totenmaske versprüht eine etwas gruselige Atmosphäre, die dann doch wiederum zur bröckelnden Außenfassade des Hauses passt.

Gärten am Nordcampus

Der Nordcampus liegt bereits am Stadtrand, beziehungsweise am Waldrand, je nach Perspektive. Die lebhafte Begrünung in Verbindung mit der enormen Hässlichkeit der Gebäudekomplexe vermittelt das Bild eines ländlich geprägten Industriegebiets. Ein Spaziergang von Südwesten nach Nordosten führt durch akkurat angelegte Parks, über gewundene Wege zwischen ungemähten Wiesen bis in ein dichtes Waldstück. Bei der Forstfakultät finden sich zum anschließenden Ausruhen einige Aussichtsterrassen.

Geowissenschaftliches Museum ( → Goldschmidtstr. 1-5)

Es wäre wahrscheinlich wenig werbewirksam, hier von einem Steinmuseum zu sprechen. Ganz in Abrede stellen lässt sich dies trotzdem nicht, aber es ist mehr als das: Eine umfangreiche Sammlung von Mineralien und Fossilien in allen Größen und Formen, und zwar wirklich allen, vom Glanz polierter Granitplatten über spiralige Ammoniten bis zu den blütenartigen Auffächerungen der Minerale. Einige der Steinblöcke sind vor dem Gebäude zu einer Konstruktion angeordnet, die sich je nach Bedarf als netter Platz zum Chillen oder als kultische Opferstätte verwenden lässt. Drinnen außerdem ein Erdbebensimulator.

Gut Weende ( → Grisebachstraße 4)

Den alten Traum vom Studieren auf dem Bauernhof, zwischen frischem Heu und altem Fachwerk, hat vermutlich niemand jemals geträumt, aber auf dem Gut Weende ist man trotzdem recht nah dran. Schon wenige Schritte entfernt von der Nordmensa steht man in ländlicher Ruhe, sofern gerade kein Traktor oder fahrbarer Rasenmäher vorbeikommt.

Historische Sternwarte ( → Geismar Landstraße 11)

1816 fertiggestellt, hat sich für die folgenden 40 Jahre erst mal Carl Friedrich Gauß in dem klassizistischen Bauwerk eingenistet – er wohnte sogar dort. Heute wird in den alten Hallen nicht mehr den Strukturen des gestirnten Himmels über uns nachgeforscht, stattdessen dienen sie der Uni als prächtiges Tagungszentrum für ihren Griff nach den Sternen am Exzellenzhimmel.

Hochschulsport ( → Sprangerweg 2)

Oben am Sprangerweg gibt es so manche Augenweide für Sportfans. Zwischen Tennisplätzen, Soccercourts, Schwimmhalle und Fitnessgeräten können aber auch Sportmuffel ihr Glück finden. Zum Beispiel beim jährlichen DIES Academicus, bei dem auch als Zuschauer*innen des Fußball- oder Beachvolleyballtuniers der Spaß nicht auf der Strecke bleibt. Mit buntem Rahmenprogramm und viel alkoholischen Getränken lockt der Hochschulsport bis zu 6000 Menschen an. Mit weitaus weniger Zuschauer*innen, aber ähnlichen Getränken ausgestattet, lässt sich im Semester die Uniliga dort oben genießen.

Karzer ( → Wilhelmsplatz 1)

Als die Universität über ihre Studierenden noch selbst zu Gericht sitzen durfte, gab es dementspechend auch einen kleinen Uni-Knast, den Karzer. Vor allem für Angehörige von Studentenverbindungen war es Ehrensache, dort einige Nächte verbracht zu haben. Heute sperren die Verbindungen sich lieber selbst in ihren mehr oder weniger prächtigen Bürglein ein. Während diese für gewöhnlich eher von außen eingefärbt werden, entkam im Karzer keine der Innenwände dem Pinsel: Die Insassen hinterließen quadratmeterweise Wandmalereien, die zwar nicht unbedingt höchsten künstlerischen Ansprüchen genügen, aber einen interessanten Einblick in studentische Milieus Ende des 19. Jahrhunderts erlauben.

LSG/Moot Court-Säle ( → Platz der Göttinger Sieben 3a)

Nach dem Kulturwissenschaftlichen Zentrum der nächste Prestigebau der Uni, nicht zufällig an der vielbefahrenen Weender Landstraße platziert, brachte das LSG bald wenig prestigeträchtige Probleme mit sich: Noch während des Baus fiel aufgrund einer Fehlplanung ein Teil der Finanzierung weg, und nachdem das Gebäude dann doch noch fertig geworden war, schimmelte es nach kurzer Zeit pfuschbedingt im Fußboden. Doch es steht, und über die Weender ragt stolz das reichlich strukturlose Rechtecksmuster seiner Außenwand. Im Inneren des LuSt (so die leider verworfene frühere Abkürzung) finden sich lange Gänge mit zellenartigen Lernzimmern und praktischerweise auch einige spezielle Jura-Säle zur Simulation von Gerichtsverhandlungen.

Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung ( → Justus-von-Liebig-Weg 3)

Das Gebäude steht an dieser Stelle etwas stellvertretend für die überraschend hohe Zahl von Max-Planck-Instituten in Göttingen und Umgebung, jedoch als einziges direkt auf einem der beiden Hauptcampi, daher am ehesten zur Verfügung. Direkt in der Eingangshalle finden sich große Modelle der beiden Sonden, die recht medienwirksam die erste Landung auf einem Kometen zustandebrachten. Neben einem (aus logistischen Gründen nicht maßstabsgetreuen) Modell des Kometen bieten Sonne und Erde einen detaillierten Blick in ihr Inneres. Glücklicherweise wird weder die Hitze der Sonne noch die Kälte des Alls simuliert.

PhilFak-Bereich ( → Goßlerstraße / Heinrich-Düker-Weg / Käte-Hamburger-Weg)

Der alte Bereich des Klinikums ist eine der architektonisch ansprechendsten Ecken des Campus.
Dass in der ehemaligen Augenklinik heute die Psychologie untergebracht ist, war nicht gerade alternativlos: In den 80ern war das Gebäude hart umkämpft. Auch damals war Wohnraum bereits knapp und teuer, auch damals entschieden Aktivist*innen schließlich, sich leerstehende Gebäude einfach zu nehmen. Die Besetzung der Augenklinik konnte lange gegen massive Polizeieinsätze gehalten und schließlich nur mit fast militärischem Vorgehen niedergeschlagen werden. An Orten wie der OM10 wirken solche Besetzungserfahrungen bis heute nach.

Raum der Stille ( → Platz der Göttinger Sieben 5)

Gerade dieses Jahr erst eingeweiht, wird der Raum der Stille im Erdgeschoss des Blauen Turms gleich zum Problemkind. Dass es mit dem Frieden zwischen den Religionen und Konfessionen nicht weit her ist, manifestierte sich gleich in den ersten Monaten seines Bestehens. Trotz der kleineren Konflikte zwischen religiösen Gruppen ist er einer der wenigen Orte am Campus, um dem Alltag zu entfliehen und mit sich selbst oder den entsprechenden Göttern*Göttinnen ins Reine zu kommen.

Ruheraum im VG ( → Platz der Göttinger Sieben 7)

Manchmal überkommt einen auch am Campus spontan die Müdigkeit oder es überfällt einen der Kater der letzten Nacht in der Größe einer ausgewachsenen sibirischen Bergkatze. Für genau solche Momente gibt es bei schlechtem Wetter, oder auch bei Angst vor grellem Licht, den Ruheraum im Keller des VG: Dort laden Hängematten, Liegen und Fatboys zum gemütlichen Nickerchen ein. Aber Vorsicht – wer hier laut ist, riskiert Ärger mit den anderen Schlaftrunkenen, und auch die nächste Vorlesung sollte nicht verschlafen werden.

Sammlungen

An Sammlungen mangelt es dieser Universität nicht, genauso wenig wie an dort versammelten Kuriositäten. Sei es eine Sammlung von Weiblichkeitssymbolen, die Mumie eines Goslarer Kaufmannes, das Gehirn von Gauß oder angeblich auch Nietzsches Schnurrbart, diese Uni hat es drauf, alles zu sortieren und in den Tiefen der Untergeschosse verschwinden zu lassen. Einige Sammlungsstücke lassen sich aber auch sonntäglich betrachten, so diejenigen der Kunstsammlung, der archäologischen und der ethnologischen Sammlung. Der Eintritt ist für Studierende frei und die Eindrücke durchaus interessant. Wer sich gar in die Moulagensammlung traut, dem gebühre höchster Respekt, denn hier bekommt man Wachsabformungen von Krankheit gezeichneter Körperteile zu Gesicht.

Stilbrvch ( → Platz der Göttinger Sieben 7)

Das Verfügungsgebäude ist kein Ort zum Tanzen? Denkste! Über eine geheimnisvolle Tür auf der Rückseite des Gebäudes soll Gerüchten zufolge zu so mancher Abendstunde eine bunte Welt voller musikalischer Klänge betreten werden können. Regelmäßig lädt das Stilbrvch zu Partys, Konzerten und anderen Events. Im Gegensatz zu anderen Göttinger Clubs wird hier darauf geachtet, einen Raum frei von Diskriminierungsformen für alle zu schaffen. Auch diverse Fachschaften richten im Veranstaltungskeller des AStA gelegentlich ihre Events aus.

Theo-Cafete ( → Platz der Göttinger Sieben 2)

Im Gegensatz zu den anderen Cafés am Z-Campus wird dieses nicht vom Studentenwerk, sondern von Studierenden in Selbstverwaltung betrieben. Daher finden sich im Angebot neben den Standards auch Waren, die man sonst oft vergeblich sucht: Kaffee mit Sojamilch (samt Stempelkarte für eine Gratistasse nach mehreren Käufen), Brötchen mit veganem Aufstrich, diverse Cookies sowie Getränke alternativer Marken. Der weiträumige Innenhof ist im Sommer einer der schönsten Aufenthaltsorte des gesamten Campus.

ThOP ( → Käte-Hamburger-Weg 3)

Das Theater im OP ist das universitätseigene Theater und befindet sich auf der Rückseite des deutschen Seminars im Käte-Hamburger-Weg. Neben den Aufführungen der Theatergruppen, die immer sehr zu empfehlen sind und für Studis mit Kulturticket bei Eigenproduktionen keinen Eintritt kosten, ist auch die Architektur interessant. Spielstätte ist ein ehemaliger OP-Saal, der – wer hätte es gedacht – namensgebend für das Theater ist.

Waldweg ( → Waldweg 26)

Das Vergnügen, im 9.Stock des Waldweges Seminare zu haben, ist nicht vielen vergönnt. Konzentration auf den Seminarstoff ist bei dem sich bietenden Ausblick ein Meisterstück und so lohnt es sich auch, mal eben für die Sicht auf Göttingen die Fahrt mit einem der unzuverlässigsten Aufzüge der Universität auf sich zu nehmen. Würden die Fenster dort oben mal geputzt, hätte man bestimmt auch ganz nette Bilder am Ende dieses Kurzausfluges, aber man soll ja den Moment genießen…

ZESS-Hörsaal ( → Goßlerstraße 10)

Der etwas abseits liegende Hörsaal der ZESS bietet ein schönes Beispiel kreativen Recyclings. Der alten Uniklinik diente er als Vorführungshörsaal der Pathologie, die Vorträge wurden begleitet von anschaulichem Leichenaufschneiden. Der Seziertisch dient nun als Vorlesungspult, die Blutabflussrinnen als Stiftablage, und auf der gegenüberliegenden Wand ist das ganze kommentiert mit Rembrandts ‘Anatomie des Dr. Tulp’.

Kommentare sind geschlossen