AStA ruft zu Protesten gegen Neonazi-Kundgebung am 10. Oktober auf

Die extrem rechte „Volksbewegung Niedersachsen“, ehemals „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“, hat für den 10. Oktober angekündigt, nach Göttingen zu kommen, um einen ihrer Kameraden zu seinem Berufungsprozess zu begleiten. Dieser war erstinstanzlich wegen Körperverletzung gegen einen Sprecher der Wohnrauminitiative Göttingen verurteilt worden.

Friedrich Paun, Außenreferent beim AStA erklärt dazu: „Die Wohnrauminitiative ist für uns eine wichtige Partnerin in der Auseinandersetzung für bezahlbaren studentischen Wohnraum. Wir verurteilen den Angriff auf ihren Sprecher nach wie vor scharf. Für den Prozesstag rufen wir dazu auf, zum Gericht zu gehen und einen Besuchsplatz zu besetzen, damit die Nazis draußen
bleiben müssen.

Spätestens am Nachmittag wollen die Neonazis dann in Göttingen auf dem Albaniplatz eine Kundgebung abhalten. Der AStA ruft zur Beteiligung an Gegenprotesten schon ab 11 Uhr vor dem Amtsgericht auf.

Wir werden rechtem Gedankengut weder an der Uni noch sonst irgendwo Platz einräumen. Gerade in Zeiten eines gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks gilt es umso mehr, entschieden
gegen Neonazi-Kundgebungen zu protestieren“ erklärt die AStA-Vorsitzende Silke Hansmann abschließend.

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