Außen

Die Universität ist keine losgelöste Blase, die außerhalb der gesellschaftlichen Verhältnisse existiert. Diese Tatsache ist nicht nur Herausforderung, sondern auch Chance, denn in vielen Bereichen ist der AStA nicht als einziger Akteur tätig, sondern eine Vielzahl studentischer und nicht-studentischer Initiativen ist in den Kontexten tätig, die auch Studierende betreffen. Daraus ergibt sich das Aufgabenfeld des Außenreferats sich mit solchen Initiativen zu vernetzen und die gemeinsame Arbeit zu stärken.

In der aktuellen Legislaturperiode haben wir uns dabei drei Schwerpunkte gesetzt: Wohnraum, Arbeit mit Geflüchteten und antifaschistisches Engagement.

In den letzten vier Jahren ist die Menge an Geld, die Studierende für ihre Wohnung ausgeben, um durchschnittlich etwa 20 Prozent gestiegen. Die meisten Personen, die in Göttingen ein Studium anfangen oder auch schon länger in der Stadt wohnen, kennen das leidige Problem der Wohnungssuche. Das Problem betrifft allerdings nicht nur Studierende, sondern stetig steigende Mietpreise sind für Bewohner*innen Göttingens ein Problem, gerade solche mit geringeren finanziellen Möglichkeiten. Das Außenreferat vernetzt sich deshalb zum einen studentischen Initiativen, wie dem Bündnis Wohnheime gegen Mieterhöhungen und der Wohnrauminititve um günstigen, selbstverwalteten Wohnraum für Studierende zu erhalten, zum anderen arbeiten wir aber auch mit nicht-studentischen, zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen um die steigenden Mieten, schlechten Wohnbedingungen und den dem gegenüberstehenden Leerstand von Häusern anzugehen.

In den letzten Jahren ist in der Region Göttingen nicht nur ein Aufleben extrem rechter Strukturen an der Universität, sondern auch in der gesamten Region zu verzeichnen. Anlass hierfür sind verstärkte Ressentiments und Hetze gegen Geflüchtete, die beispielsweise in lokalen Initiativen wie der Jungen Alternativen Hochschulgruppe (JA) oder dem sogenannten „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“, inzwischen unter dem Namen „Volksbewegung Niedersachsen“ agierend, aufgegriffen und befeuert werden. Als politischer AStA wollen wir einen Austausch ermöglichen und zusammendenken, was zusammengehört: Gemeinsames Engagement von Studierenden und außeruniversitärer Gesellschaft gegen rechte Hetze und Gewalt. Denn Rassismus und Menschenfeindlichkeit gehen unser Meinung nach alle etwas an.

Spätestens seit dem Sommer 2015 ist Flucht als Thema wieder virulent in unserer Gesellschaft und damit auch an der Universität. Das Außenreferat arbeitet aktiv an der Verbesserung der Lebensbedingungen und der Situation an der Universität für Geflüchtete. Es ist dabei unser Anspruch keine Stellvertreter*innenpolitik zu machen, sondern gemeinsam mit Geflüchteten zu arbeiten. Unser Schwerpunkt liegt daher auf Vernetzungsarbeit mit Geflüchteten, zivilgesellschaftlichen Unterstützer*innen-Initiativen sowie der Universität und ihrer Mitglieder.

Neben den inhaltlichen Schwerpunkten liegt auch die Vernetzung mit anderen ASten in Niedersachsen, hauptsächlich durch die LandesAStenkonferenz (LAK) im Aufgabenbereich des Außenreferats. Gemeinsam geben wir studentischen Anliegen eine starke Stimme und verschaffen ihr in der Landespolitik Gehör.

Außenreferent ist Friedrich Paun, der die Arbeit kollektiv mit drei Sachbearbeiter*innen organisiert. Wenn ihr Fragen oder Vorschläge zur Arbeit des Referats habt, meldet euch gern.

So könnt ihr das Referat erreichen und einen Termin vereinbaren.

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