FAQ zum Studium Oecologicum

Nach unserem Dezember-Newsletter erreichten uns viele Fragen rund ums Studium Oecologicum. Wir haben das Wichtigste hier für euch zusammengestellt:

Worum geht’s?
Die Uni beendet das Zertifikatsprogramm Studium Oecologicum aus finanziellen Gründen. Damit zeigt sie erneut, wie wenig Interesse an einer kritischen Bildung der Studierenden und vor allem an dem Thema Nachhaltigkeit besteht.
Wir fordern, dass das Programm in ähnlicher Form wieder eingeführt wird. Dabei möchten wir eure Ideen und Meinungen einbeziehen. Wenn ihr Anliegen, Fragen oder Wünsche bezüglich der Ausgestaltung des neuen Programms habt, könnt ihr euch beim Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit unter oekologie@asta.uni-goettingen.de melden.

Was genau ist das Studium Oecologicum und warum ist es so wichtig?
Es handelt sich hierbei um ein Zertifikatsprogramm. Die Studierenden hatten die Möglichkeit, durch die Wahl von bestimmten Schlüsselkompetenzmodulen und einer abschließende Prüfungsleistung ein Zertifikat für besondere Kenntnisse im Bereich Ökologie ausgestellt zu bekommen. Diese Bescheinigung wird nun nicht mehr ausgestellt und ob die Module trotzdem weiterhin fachfremd belegbar sind, ist noch nicht geklärt.
Dieses Zertifikatsprogramm bot Studierenden eine Möglichkeit, ihr Studienprofil zu schärfen und sich auf ganzheitlicher Ebene wissenschaftlich mit Ökologie und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Es erfreute sich unter den Studierenden besonders großer Beliebtheit, was auch durch die Brisanz der Klimakrise zu begründen ist. Viele weitere Hochschulen nahmen sich daher das Studium Oecologicum zum Vorbild. Doch die Universität entzieht sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, durch die Ausbildung ihrer Studierenden dafür Sorge zu tragen, dass die Gesellschaft die so dringend benötigte Transformation gemeinsam bewältigen kann. Damit stellt sich die Universität, die sich selbst „dem Wohle Aller“ verpflichtet sieht, ein Armutszeugnis aus.

Warum wird das Studienprogramm beendet?
Das Problem ist wie so oft die Finanzierung. Die Kürzungswelle traf nach ZESS und LSG nun diesen Bereich der Lehre. Kürzungen, die die Studierenden in dieser Stärke treffen, sind nicht akzeptabel und erfordern ein Eingreifen der Studierendenschaft.
Die Verantwortung für die Finanzierungen der Hochschulen liegt bei den Ländern. Die Universität muss mit den geringen Mitteln haushalten, setzt dabei aber selbstbestimmt Prioritäten.

Ich habe das Zertifikatsprogramm schon begonnen, kann ich es noch abschließen?
Ja! Allerdings werden nur noch im Sommersemester 2021 die uniweiten Module dafür angeboten. Anschließend hast du noch ein Jahr Zeit, um deine Zertifikatsprüfung abzulegen.

Kann mit einer Wiedereinführung gerechnet werden?
Das Studium Oecologicum wird nicht in der gleichen Form erneut eingerichtet.
Unter Federführung der studentischen Senatorin Alexandra Werner von der Grünen Hochschulgruppe machen wir uns derzeit listenübergreifend mit den studentischen Gremienvertreter*innen dafür stark, ein thematisch ähnliches fakultätsübergreifendes Zertifikatsprogramm aufzubauen. Wenn ihr Wünsche bezüglich der Ausgestaltung des Programms habt, meldet euch bei uns. Gemeinsam werden wir versuchen die Anliegen aller Studierenden einzubeziehen.

Gepostet von / January 11, 2021 / Gepostet in News

Fahrradwerkstatt schließt bis zum 10. Januar

Liebe Fahrradbesitzer*innen,
die Fahrradwerkstatt geht vorerst in Winterpause. Wir freuen uns aber, euch ab dem 10. Januar wieder begrüßen zu dürfen. Bis dahin bleibt gesund, habt ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Liebe Grüße
Euer AStA

Gepostet von / December 21, 2020 / Gepostet in News

Studentische Revisor*innen gesucht

Der AStA der Georg-August-Universität Göttingen schreibt zum 01.04.2021 die Stellen für zwei studentische Revisorinnen/Revisoren aus.

Der Tätigkeitsbereich liegt im Überprüfen des Abschlusses des Haushaltsjahres 2020/21 gemeinsam mit dem/der Finanzreferent/in und der AStA-Geschäftsstelle sowie der Berichterstattung an den Haushaltsausschuss und das Studierendenparlament. Die Tätigkeit wird mit einer Aufwandsentschädigung von 250,00 EUR pro Person vergütet.

Bewerbungsfrist ist der 31.01.2021.

Die Ausschreibung findet ihr hier.

Gepostet von / December 15, 2020 / Gepostet in News

Trans* Peer to Peer Beratung ab dem 1. Dezember

Da das Projekt zur Unterstützung von Trans* Personen an der Uni nicht mehr verlängert wurde, möchte das Gender und Diversity Referat versuchen, die große Nachfrage nach einer TransBeratung aufzufangen.

Seit dem 1. Dezember bietet das Referat deshalb eine peer-to-peer Transberatung an. Aufgrund der aktuellen Situation haben wir uns allerdings dafür entschieden, die Beratung online zu ermöglichen.

Termine können per Mail unter gender@asta.uni-goettingen.de vereinbart werden.

Gepostet von / December 13, 2020 / Gepostet in News

Nutzung von AStA Garten und Seminarräumen

Liebe Studierende,

die Nutzung des AStA Gartens und auch der Seminarräume ist leider weiterhin nicht möglich. Wir geben uns große Mühe die Lage ständig zu prüfen und befinden uns auch momentan im Austausch mit dem Gebäudemanagement der Universität. Sollte sich etwas ändern, erfahrt ihr es natürlich schnellstmöglich. Ausnahmen wurden höchstens für das Verteilen von Zeitschriften und ähnliche Kleinigkeiten genehmigt. Die Beschränkung gilt für Fachschaften, Fachgruppen und andere Gremien genauso wie für Hochschulgruppen. Wir sehen uns zur Zeit nicht in der Lage eine ordnungsgemäße Nutzung durch Dritte sicherzustellen.
Wir bitten um euer Verständnis.

Euer AStA

Offener Brief zum Kann-Semester

Für viele Studierende, Lehrende und Angestellte von Universitäten bundesweit stellt das aktuelle Semester eine schwierige Lage dar. Deshalb ist unter verschiedenen Begriffen bereits über die Sonderstellung des Semesters gesprochen worden: So war sowohl die Rede vom Nicht-Semester, vom Solidar-Semester, als auch vom Kann-Semester.

Mit der Forderung eines Kann-Semesters hat sich an der Uni Göttingen ein breites Bündnis aus Hochschulgruppen, Fach- und Basisgruppen, Parteijugenden, Gewerkschaften, der Initiative ‚Uni Göttingen unbefristet’ und dem AStA zusammengefunden. Dieses Bündnis hat am 20.06.20 mit einem offenen Brief an das Präsidium der Universität gefordert, dass dieses sich solidarisch hinter die Forderungen stellt und sich für Studierende und Mitarbeiter*innen einsetzt. Es folgten eine Schilder-Aktion vor dem Präsidium und eine Kundgebung am 27.06.20. Weitere Aktionen werden folgen und wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass das Sommersemester 2020 ein Kann-Semester wird.

Habt ihr auch Interesse daran, weitere Vorgehen mitzugestalten? Wendet euch dafür jederzeit per Mail an das Hochschulreferat, ihr seid herzlich Willkommen.
Ihr findet hier den Offenen Brief mit der Liste der unterzeichnenden Gruppen.

Überbrückungshilfe kann ab heute beantragt werden

Ab sofort können Studierende, die wegen Corona ihren Job verloren haben, eine Überbrückungshilfe in Höhe von bis zu 500 Euro monatlich für die Monate Juni bis August beantragen. Der Antrag ist über dieses Portal zu stellen: https://www.überbrückungshilfe-studierende.de/start

Auch wenn wir diese Maßnahmen scharf kritisieren, weil sie viel zu spät kommen, nicht ausreichend und viel zu bürokratisch sind, möchten wir euch trotzdem darauf hinweisen.

Bei weiteren Fragen zu finanziellen Hilfen, insbesondere in der aktuellen Pandemie-Situation, wendet euch gerne an das Sozialreferat: soziales@asta.uni-goettingen.de

Transpi malen im AStA für die Aktionswoche Empowering Queerantine

Am Samstag, den 20.06 um 15 Uhr möchten das Gender & Diversity mit euch im AStA-Garten Transparente und Schilder malen!

Gestern hat die online Aktionswoche #EmpoweringQueerantine begonnen. Wir möchten gemeinsam mit anderen aktivistischen Gruppen und Kollektiven in #Göttingen den pride month Juni trotz der aktuellen Situation mit euch gebührend feiern. Außerdem möchten wir diese Zeit nutzen, um auf aktuelle Kämpfe der Queeren Comunity aufmerksam zumachen.
Zu diesem Zwecke werden diese Woche auf verschiedenen Social Media Kanälen empowernde und informative Beiträge zu queeren Themen veröffentlicht. Auch wir sind mit dabei.

Deswegen würden wir uns freuen wenn ihr zahlreich natürlich mit Maske und Abstand im AStA-Garten (Goßlerstraße 16) vorbei kommt.

Pressemitteilung: AStA der Uni Göttingen präsentiert Haushaltsplan

In seiner ersten ordentlichen Sitzung am 03.06.2020 hat das Studierendenparlament der Uni Göttingen den Haushalt der Studierendenschaft für die Legislatur 2020/21 beraten und mit absoluter Mehrheit verabschiedet. Während und nach der Sitzung äußerten die Oppositionsgruppen von ADF, LHG und RCDS Kritik an dem Plan.
Der Allgemeine Studierendenausschuss teilt hierzu mit:

Wir freuen uns und sind erleichtert, dass der Haushaltsplan nach 3 Monaten, in denen keine Sitzungen möglich waren, jetzt endlich im StuPa diskutiert und beschlossen werden konnte. Nun können Sachbearbeiter* innen angestellt werden, Fachschaften und Fachgruppen erhalten ihr Budget und der AStA kann schließlich auch ordnungsgemäß mit seiner Arbeit beginnen, sowohl im politischen, als auch im Dienstleistungsbereich. Die letzten Monate in denen es besonders aufgrund der Corona-Krise eine Menge Probleme zu lösen galt, finanzielle Mittel jedoch noch nicht zur Verfügung standen, haben uns vor große Herausforderungen gestellt. Viele hiervon konnten auch ohne Budget bewältigt werden, mittels freiwilliger Arbeit, kreativen Lösungen und der Überzeugung, dass gerade in dieser Zeit eine funktionierende Studierendenvertretung bereits unabdingbar war. Umso mehr freuen wir uns jetzt richtig zur Tat schreiten zu können. Der Plan enthält unter anderem Mittel für Veranstaltungen, die online oder zukünftig auch in Präsenz durchgeführt werden könnten, wie das Festival contre le racisme, dass in Kooperation mit dem fzs (freier Zusammenschlussvon Student* innenschaften) stattfinden soll. Es wird Geld für die Erstsemesterbetreuung zur Verfügung gestellt, außerdem machen Bus-, Bahn-und Kulturticket weiterhin mit die größten Posten aus. Wir haben uns dafür entschieden, diese Angebote zu erhalten, da sie für viele Studierende weiterhin relevant sind und unsere Partner* innen besonders beim Kulturticket aktuell auf die Einnahmen angewiesen sind. Statt die Verträge, bei denen Leistungen nicht in vereinbarter Form erbracht werden können, einfach zu kündigen, führen wir einen Austausch über individuelle Alternativangebote. Über die Projekte der Referate werden wir in naher Zukunft in unserem nachgereichten und für die Krise überarbeiteten „Fahrplan“ der Koalition berichten. Die Kritik am Haushaltsplan können wir nicht richtig nachvollziehen und halten sie in weiten Teilen für zu verkürzt. Einzelne Kürzungen werden dabei übertrieben dargestellt und ohne Kontext präsentiert.

So behauptet die ADF in ihrer Pressemitteilung vom 05.06.20 es sei bei den Budgets für Soziales gespart worden. Sie meint damit vor allem Kürzungen im Bereich zwei kleiner Posten, der Vertretung für Studierende mit Beeinträchtigung (VfSB) und der Auslagen in Rechtsachen. Erstere dabei von 2000 auf 500 Euro, letztere von 4000 auf 2000 Euro. Dazu muss angemerkt werden, dass die VfSB seit gut zwei Jahren nicht aktiv ist und die Gelder in den letzten beiden Jahren nicht abgerufen wurden. Den letzten beiden ASten war dies offenbar egal: sie haben sich nicht um eine Besetzung und Aktivierung der VfSB bemüht. Dies möchte der neue Sozialreferent Hauke Bruns ändern: er wird sich darum bemühen, die VfSB wieder mit Leben zu füllen und gegebenenfalls strukturelle Änderungen vornehmen. Bis aber wieder eine aktive Arbeit der VfSB vorhanden ist, wird vermutlich einiges an Zeit vergehen. (Sollte sich dann in der aktuellen Legislatur doch noch ein höherer Finanzbedarf für die VfSB ergeben, wird dies sicher berücksichtigt werden können. Gleiches gilt auch für die Auslagen in Rechtssachen, die bspw. zur Unterstützung von Musterklagen durch die Studierenden dienen).

Verglichen mit dem Topf für die Rückerstattung der Semestertickets an besonders bedürftige Studierende, die hierzu Anträge beim AStA stellen können, welcher von der Koalition noch einmal von ca. 23.000 um 10.000 Euro erhöht wurde (auch im Vergleich zum Mitte-Rechts AStA im Vorjahr) muten die Kürzungen klein an. Einen Interessenskonflikt zwischen diesem Angebot und den Personalkosten sehen wir hierbei nicht.

Der AStA Vorsitzende Felix Schabasian meint hierzu:
„Beide Ausgaben dienen dem gleichen Zweck: die Situation der Studierenden zu verbessern. Dem liegt ein komplexeres Politikverständnis zugrunde, welches sich von dem der selbsternannten ’serviceorientierten‘ Hochschulgruppen der Opposition unterscheidet. Dies erkennen wir auch an, ihnen scheint hierzu aber die Reflexionsfähikeit zu fehlen. Ein AStA wird mit seinem kleinen Budget immer nur einem kleinen Teil der besonders bedürftigen Studierenden direkt helfen können. Die Mehrheit leidet hingegen weiter unter einer verfehlten Bildungs-und Sozialpolitik auf Landes-und Bundesebene. Maßnahmen wie die Rückerstattung sind wichtig und können einen kleinen Teil der Konsequenzen auffangen; um jedoch die Verhältnisse zu ändern, braucht es politische Arbeit, die Druck aufbaut und gerecht entlohnt wird. Beide Wege sind unabdingbar. Wer pauschal Geld vom einem in das andere schieben will, macht es sich zu einfach.“

Ein Beispiel für verfehlte Politik sind die vom BMBF vor kurzem vorgestellten strengen und teilweise unrealistischen Kriterien für die angekündigten Soforthilfen für von der Corona-Krise betroffene Studierende. Der AStA sieht sich in keinster Weise in der Lage diese schlecht abrufbaren Millionen mit seinen Einnahmen durch den Studierendenschaftsbeitrag von 9 Euro pro Person adäquat aufzufangen.

Sofia Dräger, Referentin für Politische Bildung fügt zudem hinzu:
„Wenn die Gruppen der vorherigen AStA-Koalition den Wirkungsgrad unserer Personalkosten mit dem aus ihrer Zeit gleichsetzen und mit den Sozialausgaben vergleichen, begehen sie einen Fehler. Selbst der vorherige AStA-Vorsitzende Robert Rathke (ADF) schrieb in seinem letzten Bericht von einem Verdacht, dass nicht gearbeitet wurde. Wenn man ideenlos und untätig wie der damalige AStA ist, sind selbst 60 Prozent weniger Kosten noch zu viel. Dies haben wir in der Oppositionszeit kritisiert und wollen es dieses Jahr anders machen. Das ist für uns widerspruchsfrei.“

Neben marginalen Kürzungen und Ausgaben für Personal wurde zudem der Abbau, der in den Jahren 2018 und 2019 gebildeten Rücklagen kritisiert. Die vorherigen ASten hatten Gelder der Studierenden in Höhe von ca. 108.000 Euro angehäuft. Damals sprach man im Studierendenparlament stolz davon, sie seien ‚erwirtschaftet‘ worden. Hochschulreferent Jannes Rösener erklärt hierzu:
„Gelder,die die Studierenden zahlen, sollten auch zu ihrem Wohl ausgegeben werden. Die damalige Rücklagenbildung ist unsinnig gewesen und lässt vermuten, man habe den AStA als Unternehmen, statt als politische Interessenvertretung verstanden. Zu der Zeit wurden keine Ideen für Investitionen präsentiert. Wir sehen die Gelder gerade jetzt in der Krise gut eingesetzt.“

Zu den Vorgängen im Parlament berichtet Lisa Nolte, Mitarbeiterin im Hochschulreferat und Fraktionssprecherin der Juso HSG:
„Es ist erstaunlich wie vehement sich besonders LHG und RCDS gegen den Haushalt aussprechen, waren sie doch zur Abstimmung desselben schon nach Hause gegangen. Es ist schade, dass damit das Quorum für weitere wichtige Punkte auf der Tagesordnung nicht mehr erreicht werden konnte. Ich hoffe zukünftig auf eine konstruktivere Zusammenarbeit mit der Opposition. Die Diskussion um den Plan sehe ich gelassen, schließlich spiegelt er unsere gesamte politische Schwerpunktsetzung wider. Dass hierbei ein wenig die Funken fliegen, zeigt dass die Göttinger Hochschulpolitik trotz Corona nicht eingeschlafen ist.“