PRESSEMITTEILUNG: NEUER ALLGEMEINER STUDIERENDENAUSSCHUSS GEWÄHLT

Die folgende Pressemitteilung wurde vom AStA am 02.03.2020 veröffentlicht:

Am 27. Februar hat das Studierendenparlament in seiner 17 stündigen konstituierenden Sitzung einen neuen linken AStA bestehend aus Grüner Hochschulgruppe, Juso-HSG, Alternativer Linker Liste, Nerdcampus, Die LISTE und SRK in ihre Ämter gewählt und ist damit dem Auftrag der Studierenden gefolgt, den diese im Januar bei den Hochschulwahlen artikuliert haben. Zusätzlich zu den fünf vorgegebenen Referaten wurden fünf weitere eingerichtet, die die politische Schwerpunktsetzung für das kommende Jahr unterstreichen: Digitalisierung & Datenschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit, Gender & Diversity, Soziale Kämpfe und Politische Bildung. Der neue allgemeine Studierendenausschuss nimmt seine Arbeit umgehend auf.

Zum neuen AStA-Vorsitzenden wurde Felix Schabasian (Juso-HSG) gewählt, außerdem sprach das Parlament Pippa Schneider (GHG) als Finanzreferentin, Jannes Rösener (ALL) als Hochschulreferent, Hauke Bruns (Juso-HSG) als Sozialreferent und Johanna Wagner (ALL) als Außenreferentin das Vertrauen aus. Neuer Referent für Digitalisierung & Datenschutz wird Felix „Astarix“ Schelle (GHG). Marco Christl (GHG) übernimmt das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit und Dorothea Hellenthal (ALL) das Referat für Gender & Diversity. Luca Diekgraefe (ALL) ist Referent für Soziale Kämpfe und Sofia Dräger (Juso-HSG) Referentin für politische Bildung. Zudem wird in den kommenden Wochen eine autonome Sachbearbeiter*innen-Stelle für Kultur eingerichtet, die voraussichtlich durch Jakob Kepke und Clara Lindner (beide Die LISTE) ausgefüllt wird.

Zu den allgemeinen Zielen der neuen Koalition gehören eine soziale, nachhaltige, feministische und insgesamt progressive Hochschulpolitik unter Wahrnehmung eines allgemeinpolitischen Mandats, sowie der aktive Kampf gegen gruppenbezogene Diskriminierung. So möchte sie bspw. auch klar antifaschistisch auftreten. Das wohl aufwändigste Großprojekt des kommenden Jahres wird die Wiederauflage eines politischen Campusfestivals sein. Serviceangebote sollen in ähnlicher Form wie in den vergangenen Legislaturperioden durchgeführt werden, werden aber teilweise überarbeitet. Die Koalitionsgruppen haben sich bereits auf eine ausführlichere Agenda geeinigt, die in den nächsten Wochen öffentlichkeitswirksam präsentiert werden wird.

Vorsitzender Felix Schabasian erklärt zur Aufnahme der AStA Arbeit:

„Ich bin froh, dass wir diesen AStA stellen dürfen. Wir werden keine Kosten und Mühen scheuen, ihn über das kommende Jahr mit Leben zu füllen. Gerade in Zeiten, wo sich Teile der Gesellschaft von der Wissenschaft abwenden, sich Rechtsradikalismus auf dem Vormarsch befindet und besonders jungen Menschen in der Politik wenig Gehör geschenkt wird, ist es wichtig, dass sich eine starke Studierendenvertretung auch politisch positioniert! Ich lade alle ein, an diesem Projekt teilzunehmen.“

 

Eine der ersten größeren Arbeiten wird die Erstellung eines Haushaltsplans sein. Finanzreferentin Pippa Schneider führt hierzu aus:

„Wir wollen zusätzlich zur Haushaltsaufstellung dieses Jahr im Rahmen eines Genderbudgeting analysieren, wem die zur Verfügung gestellten Mittel nutzen. Dabei sollen die Vergabepraktiken unter queerfeministischen Gesichtspunkten näher beleuchtet werden, sodass dann Maßnahmen für die Haushaltsaufstellung etabliert werden können, die das Erreichen von Gleichstellungszielen ermöglichen.“

Zum erstmals eingerichteten Referat für Soziale Kämpfe erklärt der zuständige Luca Diekgraefe:

„Der gewählte AStA wird durch die erstmalige Schaffung eines Referats für soziale Kämpfe die Interessen der Studierenden und darüber hinaus der Arbeitenden an dieser Universität in noch weiterer Weise vertreten: Wir wollen an bestehende Strukturen anknüpfen und die Lebensrealitäten der  Studierenden und Arbeitenden verbessern, indem wir uns zum Beispiel für bessere Arbeits- und Wohnbedingungen einsetzen. Außerdem wollen wir Strukturen schaffen, in welchen sich Studierende zum Zweck der politischen Selbstermächtigung zusammen organisieren können.“

Auch andere Bereiche, wie die Systemakkreditierung und eine gute Zusammenarbeit mit den Fachschaften werden den neuen AStA beschäftigen. Lorenz Glißmann (Nerdcampus) erklärt hierzu:

„Wir werden uns in zusätzlichem Maße für die strukturelle Verbesserung von Studium und Lehre einsetzen, indem wir uns konstruktiv in die Qualitätssicherungsprozesse der Universität einbringen. Wie auch bei vielen anderen Themen werden wir dazu verstärkt die Vernetzung der Studierendenvertreter*innen der einzelnen Fakultäten fördern, sowohl untereinander, als auch mit dem AStA.“

Referentin für politische Bildung Sofia Dräger summiert bezüglich der neuen Strukturen und ihres eigenen Ressorts:

„Die Einrichtung der neuen Referate zeigt, dass der neue AStA sein politisches Mandat ernsthaft ausfüllen wird. Das Referat für politische Bildung wird mit inhaltlichen Veranstaltungen seinen Teil dazu beitragen, dass die Studierenden sich über die politischen Verflechtungen ihrer Studiengänge informieren, dass rechte Gewalt überall bekämpft und die lebendige Demokratie an der Hochschule und anderswo gelebt wird.“

Ergebnisse Hochschulwahlen 2020

Nachfolgend finden sich die Wahlergebnisse der Hochschulwahlen im Wintersemester 2019/20. Die amtlichen Ergebnisse finden sich auf der Webseite der Rechtsabteilung.

 

Urabstimmungen


UR 1: Landesweites Bahnsemesterticket
UR: 2 Kunst- und Kultursemesterticket
UR 3: Bussemesterticket STADT
UR 4: Bussemesterticket REGION

Weil das erforderliche Quorum vom 15%- JA Stimmen (absolut 4520,6) verfehlt wurde, gilt das Ticket REGION als abgelehnt.

 

Wahlergebnisse Hochschulweit


Studierendenparlament
Ohne Sitze:Internationale Liste (Neu)

 

Ausländisches Studierendenparlament

 

Wahlergebnisse Fakultäten


 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Agrarwissenschaften

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Biologie und Psychologie

Es kam zu keiner Wahl, da die Anzahl an Kandidaturen kleiner war, als die zu vergebenen Mandate.

Fachschaftsparlament der Fakultät für Chemie
Ohne Sitze: Rot-Grüne Liste (0)

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie
Eine Wahl entfiel, weil die Zahl der Kandidaturen genau der zu vergebenden Mandate entsprach.

 

Fachschaftsparlament der Juristischen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Mathematik und Informatik

 

Fachschaftsparlament der Medizinischen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Philosophischen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Physik

 

Fachschaftsparlament der Sozialwissenschaftlichen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Theologischen Fakultät

 

Fachschaftparlament der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

 

Wahlergebnisse Fachgruppensprecher_innen


Angewandte Informatik

Valerius Albert Gongjus Mattfeld (Gemeinschaftsliste Informatik)

Humanmedizin

Antonia Ette (Unabhängige Mediziner (UM))

Kulturantrophologie / Europäische Ethnologie

Alicia Kersting (FG KA/EE)

Politikwissenschaft

Jan Dörnbrack (Rot-Grüne Liste)

Ur- und Frühgeschichte

Lucas Thiemann

Ermittelt durch Losentscheidung.

Volkswirtschaftslehre

Ungültige Wahl durch fehlerhafte Stimmzettel. Keine Nachwahl nach § 20 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 WO i.V.m. § 3 Abs. 7 Satz 1 WO-Stud.

Gepostet von / January 29, 2020 / Gepostet in News

AStA-Gebäude und Z-Campus am 12.10 geschlossen

Aufgrund der Bombenentschärfung am Samstag, den 12.10.19, bleibt das AStA-Gebäude geschlossen.

Ebenso bleiben sämtliche Gebäude am Z-Campus ebenfalls geschlossen.

Weitere Informationen unter:

http://www.uni-goettingen.de/de/3240.html?id=5636

https://www.goettingen.de/aktuelles/mehsrprachige-infoflyer-zum-bombenverdacht-am-schuetzenanger-2019-10-09.html

Gepostet von / October 10, 2019 / Gepostet in News

Neue Fahrradwerkstatt im AStA-Keller!

Ab dem 01. Oktober wird es im AStA wieder eine Fahrradwerkstatt für Studierende geben!

Nachdem die langjährige Fahrradwerkstatt im Keller des AStA-Gebäude (Goßlerstraße 16a, 37073 Göttingen) vor einigen Jahren geschlossen wurde, gab es zwischenzeitlich eine Selbsthilfefahrradwerkstatt beim Hochschulsport, welche aber auch mittlerweile eingestellt wurde. Daher hat sich eine Gruppe Studierender gefunden, die nun die Hochschulgruppe Fahrrad Selbsthilfewerkstatt Göttingen gebildet haben, um für ihre Kommilitonen die Möglichkeit einer einfachen und kostengünstigen Hilfe bei Problemen mit dem Fahrrad anzubieten.

Diese Fahrradwerkstatt wird ab dem 01. Oktober immer Dienstag und Donnerstag von 15-18 Uhr geöffnet sein im Keller des AStA-Gebäude. Weiterhin soll in Zukunft auch eine eigene Facebook-Seite geschaffen werden, um über mögliche Aktionen und anderes unplanmäßiges zu informieren.

Gepostet von / September 25, 2019 / Gepostet in News

Schloss Marienburg wichtiger als Wohnheime für Studierende – Pressemitteilung AStA Uni Göttingen

Schloss Marienburg wichtiger als Wohnheime für Studierende
Dienstag,30. Juli 2019

Im Haushalt des Landes Niedersachsen für die Jahre 2020 und 2021 sind 13,5 Millionen Euro für die Sanierung der Marienburg geplant für die Renovierung von Wohnheimen für Studierende nichts. Darum fordern die ASten (Allgemeinen Studierendenausschüsse) des Landes Niedersachsen mehr Geld für die Renovierung von Wohnheimen. Außerdem fordern wir die Übernahme der tariflichen Lohnsteigerungskosten für Angestellte der Studentenwerke, um die Semesterbeiträge der Studierenden nicht noch weiter zu erhöhen.

Die Zahl der Studierenden hat sich seit der letzten Anhebung der Landesmittel für die Stundenwerke im Jahr 2014 massiv erhöht. Die Studentenwerke kümmern sich um die Bedürfnisse der Studierenden, wie die Unterbringung, Verpflegung und soziale Beratung. Weil die staatliche Förderung nicht reicht, stoßen die Studentenwerke an ihre Grenzen, wenn sie den Fragen und Problemen der Studierenden gerecht werden wollen. Ein Beleg dafür sind die langen Wartelisten für studentische Wohnheimplätze.

Was in den letzten Jahren nicht gestiegen ist, ist das Geld des Landes Niedersachsen für die Unterbringung der immer mehr werdenden Studierenden. Neue Wohnheime müssen gebaut und alte renoviert werden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler verspricht in seiner Rede zur Unterrichtung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Niedersächsischen Landtag am 18.12.2017: „Daneben müssen auch bestehende Wohnheime saniert werden Dafür plant das MWK ein Sonderprogramm aufzulegen, um die Studentenwerke finanziell zu unterstützen“. Für die Renovierung von teilweise 35 Jahre alten Wohnheimen gibt es aber bis heute kein Programm und somit keine Zuschüsse. Die Kosten dafür soll jetzt die  aktuelle Studierendengeneration tragen. Die ASten des Landes Nieders achsen finden: Das darf nicht sein!

Bezogen auf unseren Standort sieht sich der Stiftungsrat des Studierenden werks gezwungen die Preise des Mensa Essens um 10 Cent, die Preise für Wohnheim plätze um 10 Euro und den Beitrag für das Studentenwerk auf 107 Euro zu erhöhen, um die Finanzierung sicherzustellen. Während der Beitrag für das Studentenwerk in München bei 62 Euro und in Stuttgart bei 55 Euro liegt, wird dieser im kommenden Wintersemester in Hannover, Göttingen und Braunschweig bei über 100 Euro liegen. Das Land zieht sich aus sein er Aufgabe der sozialen Daseinsfürsoge für Studierende zurück und Studierende werden immer häufiger zur Kasse gebeten.

Wir fordern vom Land:

  • Ein Sofortprogramm der Landesregierung in Höhe von 150 Millionen Euro zur Beseitigung des Sanierungsstaus und den Neubau bei den Studentenwerken
  • Die Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25 mit einer automatischen, jährlichen Erhöhung um 3

STUDENTENWERK WILL BEITRAG ERHÖHEN

Jeder kennt das Studentenwerk. Viele essen in deren Mensen, wohnen in einem der vielen Wohnheime, geben dort ihren BaföG-Antrag ab oder nehmen eine der vielen sozialen Angebote wahr. Auch könnte man das Studentenwerk dadurch kennen, dass man jedes Semester auch einen Beitrag an das Studentenwerk leisten muss. Dieser beträgt aktuell 77 €. Aktuell, weil der Vorstand des Studentenwerk dessen Stiftungsrat den Antrag vorlegen will, dass der Beitrag für das Sommersemester 2020 um 20 € steigen soll. In den beiden darauffolgenden Semestern um jeweils 5 €. Des Weiteren werden die Essen in der Mensa um 0,10 € steigen sowie alle Mieten um jeweils 10 €. Dieses soll am 24.06 beschlossen werden.

Hintergrund ist, dass der Neubau der Nordmensa mittlerweile unumgänglich ist und sich inzwischen auch ein erheblicher Sanierungsbedarf im Wohnheim “Robert-Koch-Straße” aufgetan hat. Dadurch ergibt sich ein erheblicher finanzieller Mehraufwand für das Studentenwerk, welches dieses durch eine Verringerung der Rücklagen, als auch der Aufnahme von neuen Krediten versucht zu entgegnen. Jedoch werden diese Maßnahmen nicht ausreichen um den Bedarf zu decken, weshalb es auch zu den oben aufgeführten Erhöhungen kommen soll, sofern der Stiftungsrat des Studentenwerk dieses genehmigt. Ärgerlich dabei ist, dass das Land Niedersachsen sich nicht in ausreichendem Maße finanziell an der Arbeit des Studentenwerk beteiligt. In anderen Bundesländern erhalten die Studentenwerke deutlich stärkere finanzielle Unterstützungen, übernehmen diese schließlich wichtige fürsorgliche Aufgaben. Das Land Niedersachsen hat Anfang der 2000er die Zuschüsse für die Betreibung von Wohnheimen  komplett eingestellt. Zugleich sank die allgemeine Finanzhilfe. Momentan werden für alle Studentenwerke in Niedersachsen zusammen gerade einmal 18 Mio. Euro vorgehalten. Voraussichtlich werden in ein bis zwei Jahren an allen Hochschulstandorten in Niedersachsen die Beiträge für die Studentenwerke bei mehr als 100 € liegen, womit diese zu den höchsten in ganz Deutschland zählen würde.

Daher fordert der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen, dass die Landesregierung von Niedersachsen langfristig wieder die Zuschüsse für die Studentenwerke deutlich erhöht, so dass sich diese nicht mehr hauptsächlich aus den Beiträgen von Studierenden finanzieren. Denn dadurch würde der Studienstandort Niedersachsen für Studierenden langfristig unattraktiv werden. Ebenso fordern wir, dass die Universität Göttingen in dieser Zeit das Studentenwerk Göttingen stärker unterstützt und sich auch für die Erhöhung der Finanzhilfe für Studentenwerke einsetzt.

Aufgrund, dass durch die Erhöhungen die Studierenden der Hauptfinanzier des Studentenwerks sind fordern wir dieses ebenfalls auf, den Studierenden mehr Partizipation an der Arbeit des Studentenwerks, zu ermöglichen, z.B. durch die Erhöhung der studentischen Vertreter in den Gremien des Studentenwerkes.

PRESSEMITTEILUNG DES ASTA ZU DESSEN BILDUNG UND DER VERABSCHIEDUNG DES HAUSHALTES DURCH DAS STUPA

Lange hat es gedauert, doch nun kann der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Georg-August Universität seine Arbeit vollständig aufnehmen, nachdem am 29.05 der Haushaltsplan der Studierendenschaft vom Studierendenparlament (StuPa) beschlossen wurde.
In diesem Jahr zogen sich die Koalitionsverhandlungen zwischen den verschiedenen Hochschulgruppen länger hin als in der Vergangenheit, weshalb erst Anfang April die ersten Referenten gewählt werden konnten. Diese waren für den Vorsitz Robert Rathke, Lukas Brosi als Referent für Finanzen und John F. Brüne als Hochschulreferent. Mit diesem „Rumpf“-AStA konnten die wieder Amtsgeschäfte aufgenommen werden, nachdem es fast einen Monat lang eine Vakanz gab. Das AStA-Kernteam wurde am 02.05 durch die Wahl von Zoe Achtenberg als Sozialreferentin und Joshua Geyer als Referent für Außen vervollständigt werden. Getragen wird der AStA aus einer Minderheitenkoalition der „Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaften“ (ADF) und der „Liberalen Hochschulgruppe“ (LHG) unter der Duldung des „Ring Christlich-Demokratischer Studenten“ (RCDS).
Trotz der Vervollständigung des Teams konnten noch keine größeren Projekte angegangen werden, da noch der Haushalt der Studierendenschaft vom StuPa beschlossen werden musste. Dieses geschah am vergangenen Mittwoch. Mit dem Haushalt ist nun die Studierendenschaft im ganzen wieder arbeitsfähig, da neben dem AStA auch Fachschaften und Fachgruppen wieder zugriff auf ihre finanzielle Mittel haben. Mit dem Haushaltsplan werden auch klare Akzente gesetzt, wie z.B. der Erhöhung der Mittel zur Erstattung des Semestertickets bei Härtefällen (LeMSHO), der finanziellen Förderung von Hochschulgruppen und der Renovierung des Veranstaltungszentrums „Stillbrvch“.
Des Weiteren werden Anfang Juni weitere Sachbearbeiter und Sachbearbeiterinnen (SB-Stellen) eingestellt, welche die Arbeit der Referenten und Referentinnen unterstützen, wodurch die Zahl der Personen 5 Referate und 17 SB-Stellen beträgt. Mit diesem vergrößerten Team wird sich Anfang Juni getroffen, um die Linien und Schwerpunkte des AStA 2019/20 festzlegen.

Der AStA ist das zentrale Exekutivorgan der Studierendenschaft und kümmert sich um zentrale Themen wie z.B. die Finanzverwaltung der Studierendenschaft, Organisation des Semester- und Kulturtickets, Sozialberatung, Vergabe von Zinslosen Darlehen und der Vertretung der Studierendenschaft gegenüber dem Präsidium und nach außen. Die öffentlichen Sitzungen des AStA finden im Sommersemester 2019 i.d.R. mittwochs um 16:00 Uhr im AStA-Wohnzimmer oder im Sitzungssaal im 1. OG des AStA-Gebäude in der Goßlerstraße 16a statt.

PRESSEMITTEILUNG: KEINE VERLEIHUNG DES GÖTTINGER FRIEDENSPREISES IN DER AULA DER UNIVERSITÄT!

Mit Bestürzung hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen von der geplanten Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2019 an die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden Nahost“ erfahren, die am 9. März in der Aula der Universität stattfinden soll. Eine Stimme, die mit dem einseitigen und undifferenzierten Boykott der gesamten israelischen Nation und des gesamten jüdischen Volkes konform geht, ist nicht gerecht, so die Überzeugung der Studierendenvertreterinnen und -vertreter. Daher fordert der AStA, dass der Göttinger Friedenspreis nicht an die Gruppe verliehen werden darf.

Die Gruppe, an die nun der Friedenspreis gehen soll, unterstützt die Bewegung BDS (Boykott, Deinvestitionen, Sanktionen), die seit 2005 durch gezielte Agitation in der weltweiten Medienöffentlichkeit versucht, Israel auf den Nahostkonflikt zu reduzieren sowie wirtschaftlich, kulturell und politisch auf der Weltbühne zu isolieren. Sie wird von der Mehrheit der Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler als antiisraelisch, antizionistisch und teils antisemitisch beurteilt. Damit widerspricht BDS nach Überzeugung des AStA nicht nur der weltoffenen und an Gemeinschaft ausgerichteten Grundidee der Universität Göttingen, sondern verhält sich durch die Doppelstandards im internationalen Vergleich und die einseitige Betrachtung eines einzelnen Staates gezielt antisemitisch. Zuletzt hatte der renommierte Antisemitismusforscher und ehemalige Göttinger Hochschullehrer Prof. Salzborn 2016 auf die Parallelen zwischen Äußerungen der BDS-Bewegung und antisemitischen NS-Parolen hingewiesen.

Die Jury des Göttinger Friedenspreises setzte sich bei ihrer Entscheidung über die Einschätzung des Zentralrates der Juden und der jüdischen Gemeinde in Göttingen hinweg, die sich beide öffentlich gegen die Preisverleihung an die Gruppe ausgesprochen hatten. Gerade in Zeiten zunehmender antisemitischer Vorfälle und antijüdischer Stimmung in Deutschland und Europa ist eine solche bewusste Ignoranz gegenüber der Einschätzung betroffener Gruppen unerträglich. Für den AStA ist klar, dass in einer weltoffenen, internationalen und der Vergangenheit verpflichteten Stadt des Wissens wie Göttingen eine solche Preisverleihung nicht stattfinden darf.

Die Referentinnen und Referenten des AStA bedanken sich in diesem Zusammenhang für den Einsatz von Oberbürgermeister Köhler und der Universitäts-Präsidentin Beisiegel, die sich jüngst für eine Aussetzung des Göttinger Friedenspreises 2019 ausgesprochen hatten. Die Forderungen gehen dabei aber nicht weit genug: Von der Preisverleihung an die Gruppe muss abgesehen werden! „Wir erwarten von der Präsidentin als Hausherrin der Universität, dass sie eine Verleihung in der Aula am Wilhelmsplatz nicht zulässt. An unserer Universität kann es keinen Raum für eine Gruppe mit antisemitischen Tendenzen geben“, so Rene Rahrt, AStA-Vorsitzender. Ein schweigendes Hinnehmen einer Vergabe in Räumlichkeiten, in deren Eingangsbereich auf einer Plakette an das Schweigen der Universitätsangehörigen beim Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die jüdischen Kolleginnen und Kollegen erinnert wird, ist nicht hinzunehmen. Es wäre ein Schlag vor den Kopf der jüdischen Stadtbevölkerung und jüdischer Kommilitoninnen und Kommilitonen und ließe die Bemühungen der Universität in Sachen Erinnerungskultur zur Farce verkommen.

„Man darf dabei nicht vergessen, dass es auch an unserer Universität immer wieder zu antisemitischen Vorfällen kommt, die eine ähnliche Rhetorik wie BDS verwenden“, ergänzt Dominik Bollendorf, Außenreferent des AStA. Zuletzt hatte sich das Studierendenparlament mit Sprayereien an Universitätsgebäuden befasst, die antisemitische Botschaften verbreiteten, und diese Sprayereien einstimmig verurteilt. Gegenüber antisemitischen Positionen kann es keine Toleranz geben!

PM Friedenspreis

Gepostet von / February 17, 2019 / Gepostet in News