Alerta alerta accademici!

Warum Antifaschismus an Hochschulen mindestens genauso relevant ist, wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft und was der AStA damit zu tun hat.


Zum Hintergrund

Ende Januar haben wir als AStA einen Post mit dem Titel: “Wir sind alle Antifa” erstellt, in dem wir unsere Unterstützung für eine gemeinsame Erklärung “Antifaschismus lässt sich nicht verbieten” mitgeteilt haben, die zusammen mit vielen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Niedersachsen erarbeitet wurde.

Das Ganze ist als Reaktion auf eine Ankündigung des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius (SPD) entstanden, ein Verbot antifaschistischer Gruppen prüfen zu wollen, nachdem mit bis dato unbekanntem Hintergrund einige Fahrzeuge an der Landesaufnahmebehörde in Brauschweig in Brand gesteckt wurden.
Es war ein anonymes aber vermeintlich “linksextremistisches” Bekenner*innenschreiben auf der Plattform Indymedia veröffentlicht worden, auf der jede*r Beiträge online stellen kann. Daraufhin forderte der Bund deutscher Kriminalbeamter in stumpfer Weise ein Verbot “der Antifa” und der Minister sprang schnell auf den Wagen auf.

Mittlerweile ist Pistorius zwar zurückgerudert und behauptet, es gehe ihm nicht um eine Kriminalisierung des Antifaschismus, seine Reaktion und die folgende Diskussion in den Medien oder der aktuellen Stunde im niedersächsischen Landtag sprechen jedoch Bände über ein schwerwiegendes gesellschaftliches Problem:
Der Delegitimierung Antifaschistischen Engagements.

Wer “Antifaschismus” hört, denkt oftmals im Besten Fall an Gegenproteste bei Naziaufmärschen oder Parteitagen der rechtsextremen AfD, in vielen Fällen aber auch noch an politische Gewalt und die Gleichsetzung mit einem Phänomen, welches Verfassungsschutz und das bürgerliche Milieu vereinfachend als “Linksextremismus” bezeichnen.

Wie verzerrt und undifferenziert diese Eindrücke und die auf ihnen fußende Debatte sind, wie schlecht repräsentiert eine fundierte wissenschaftliche Betrachtungsweise auf das Phänomen “Antifa” und wie vielfältig und wichtig die Tätigkeitsbereiche des Antifaschismus, darin gibt dieser Beitrag im Deutschlandfunk einen Einblick. Das soll nämlich auch nicht Thema dieses Texts sein, sondern warum es wichtig ist, dass es antifaschistisches Engagement auch an Hochschulen gibt, wie wir als AStA zu dem Thema arbeiten und warum wir uns deshalb von Versuchen des Verbots oder der Delegitimierung persönlich betroffen fühlen.

Der Elfenbeinturm schützt nicht vor Faschismus

Faschismus als Ideologie der militanten Unterdrückung und Ausgrenzung strebt auf jede erdenkliche Weise nach Macht und sucht sich seine Feinde und Verbündeten in allen Bereichen der Gesellschaft. Für all das bildet eine Universität keine Ausnahme. Der Zugang zu Wissen als mächtigem Werkzeug und die Möglichkeit, eine Gruppe mit Gleichgesinnten zu gründen, zu erhalten und Aktivitäten öffentlichkeitswirksam zu nutzen, machen Universitäten zu einem attraktiven Nährboden für Rechtsextreme. Das ist z.B. bei dem in Göttingen bekannten Nazi und Studenten Lars Steinke, der selbst der Jungen Alternativen zu rechts war, der Fall.

Zudem zeigt auch die Forschung zu Verbindungen und Burschenschaften immer wieder, wie verbreitet völkisches Gedankengut dort ist und auf welch perfide Weise neue Mitglieder rekrutiert und indoktriniert werden. Nur einem starken antifaschistischen Engagement ist es in Göttingen zu verdanken, dass Qualität und Quantität rechter Strukturen nicht ähnliche Maße annehmen, wie im ländlichen Raum von Südniedersachsen, der immer wieder in den Schlagzeilen ist, oder an anderen Hochschulen, an denen selbst die Gremienarbeit nicht frei von rechtsextremen Einflüssen blieb.

Trotzdem gibt es auch in Göttingen in und um den Campus immer wieder rechte Umtriebe, die auch Studierende betreffen.
So waren auch angehörige der jüdischen Hochschulgruppe VJSNord während einem Angriff auf die Göttinger Synagoge letztes Jahr zugegen, weil sie eigentlich anlässlich des Mitzvah Day für einen guten Zweck backen wollten.
Außerdem kommt es immer wieder zu antisemitischen Schmierereien auf dem Campus, die zwar schnell überdeckt wurden, aber ein beschämender Anblick für eine Universität in einer Stadt sind, die selbst in den dreißiger Jahren NSDAP Hochburg war und noch immer dabei ist, ihre Rolle aufzuarbeiten.

Neben diesen konkreten Vorkommnissen geht von rechtsextremen Aktivitäten aber vor allem auch eine latente Gefahr aus. Internationale Studierende und Studierende mit Migrationshintergrund fühlen sich als Feindbilder der Rechten eingeschüchtert. Personen, die sich in Bereichen engagieren oder dazu forschen und lehren, die Faschisten nicht gefallen, sehen sich Drohungen ausgesetzt und können sich nie ganz sicher sein, nicht Opfer einer Attacke zu werden.

Faschismus kennzeichnet sich nämlich auch durch eine radikale Wissenschaftsfeindlichkeit, bei der Erkenntnisse unterdrückt werden sollen, die nicht in das Weltbild der Rechten passen. Zuletzt zeigte sich dies eindrucksvoll im Schulterschluss Rechtsextremer mit anderen Gruppen in der “Querdenker”-Bewegung. Deren Gefahr gipfelte nicht nur im Versuch das Reichstagsgebäude zu stürmen, sondern auch in einem Brandanschlag auf das Robert-Koch Institut im Oktober letzten Jahres.

Ein solches Klima der Angst an einer Universität zu verhindern, die ein Ort des freien Wissensaustausches und ein sicherer Hafen sein soll, und dabei die Wissenschaftsfreiheit zu verteidigen, ist Verantwortung aller Akteur*innen, seien es die Landesregierung, das Universitätspräsidium oder die Studierendenschaft und ihre Organe.
Antifaschismus muss Ziel und Grundsatz jeder Universität sein und ist ein zutiefst hochschulpolitisches Thema.

Die Göttinger Hochschulpolitik ist antifaschistisch

Auch innerhalb der Studierendenschaft gibt es zahlreiche antifaschistisch arbeitende Gruppen und Initiativen. Bei vielen von ihnen ist dieses Ziel tief verwurzelt und geht bis an ihre Anfangszeit zurück. So mobilisieren sie schon seit Jahrzehnten gemeinsam für Demonstrationen und veröffentlichen Recherchen in ihren Publikationen. Daneben wird das Thema – egal ob gerade auch welche von ihnen den AStA stellen – in die universitären Gremien getragen, wann immer diese dafür die Gelegenheit bieten. So zuletzt mit einer Resolution (nur aus dem Uninetz abrufbar) in der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments vor fast einem Jahr, in der dieses den rechten Terror von Hanau verurteilte und den AStA um Bearbeitung der Problematik bat.

Die Verbotsdiskussion trifft somit auch die Hochschulgruppen und den AStA, welcher generell die Aufgabe hat, ihr Engagement zu fördern oder sogar von ihnen mit gebildet wird. Er ist zwar mehr, als die Summe seiner Teile, aber eben auch das: eine Institution, deren Verbot zwar fernliegt (oder auch nicht, wenn man sich Hochschulgesetze in anderen Bundesländern anschaut), die aber von antifaschistischen Gruppen mit Leben gefüllt wird und einen dementsprechenden Schwerpunkt gesetzt hat.

“Wir bekennen uns zum Antifaschismus als unantastbarem Leitprinzip aller Demokrat*innen […]”

Mit diesem Satz kennzeichnet der aktuelle AStA seine Arbeit in der im September letzten Jahres erschienen Halbzeitbilanz, die einen Ersatz für den aufgrund der Corona-Pandemie obsoleten “Fahrplan” sein sollte, welcher für den Beginn der Legislatur geplant war.

Praktisch haben wir uns vor allem sehr im Bereich der politischen Bildung engagiert. So wurde vom gleichnamigen Referat eine ganze Veranstaltungsreihe zu rechten Verschwörungsmythen durchgeführt mit Vorträgen von Professor Samuel Salzborn zum Thema “Antisemitismus – Ursprung und wiederkehrende Strukturen in Verschwörungsmythen”, zu “Corona und die extreme Rechte” mit Natascha Strobl und Anna Rosga referierte über die “Anastasia-Bewegung: Rechts-esoterische Siedler_Innen im ländlichen Raum.”
Außerdem organisierte man einen Live Rundgang durch die KZ-Gedenkstätte Dachau, denn auch der Erhalt der Erinnerungskultur stellt für uns ein Mittel gegen das Wiederaufkeimen des Faschismus dar.
Wir haben uns mit anderen Akteur*innen wie der DGB Jugend Braunschweig im Rahmen der Jugendprojektwoche für eine solidarische Gesellschaft vernetzt, die einen Beitrag mit dem Titel “Wir sind alle Antifa – Antifaschistische Wurzeln der Gewerkschaften” lieferte.
Schließlich tragen wir gerade auch Rückmeldungen aus der Universität für eine Anfrage des “Störungsmelders” der ZEIT zusammen und hoffen, hiermit etwas zu dessen wichtiger Recherchearbeit beitragen zu können.

Dies sind nur einige der Beispiele für antifaschistische Arbeit eures AStAs. Neben der Bildungsarbeit, Förderung des kritischen Nachfragens und dem Bereitstellen und Verteilen von Information zu rechten Umtrieben an und um die Uni, hätten wir uns auch gerne mehr aktionistisch engagiert, was die Pandemie leider häufig erschwert hat. Sollte die aktuelle Koalition ihre Zusammenarbeit fortsetzen, wofür momentan viel spricht, ist jedoch auch hier wieder mehr Aktivität zu erwarten und ebenso soll die Arbeit im Göttinger Bündnis gegen Rechts wieder stärker zu Geltung kommen.

Gemeinsam gegen Verbote, Repression und für einen echten Diskurs!

Wir hoffen dieser Text konnte euch etwas Klarheit zu unseren Positionen bringen und was dieser Kampf mit Hochschulpolitik zu tun hat.
Wer Antifaschismus verbieten will oder ihn diskreditiert, richtet sich gegen uns und unsere Arbeit. Er richtet sich gegen unsere Partner*innen in Gruppen auf und um dem Campus und die Opfer des Rechtsextremismus, zu denen im speziellen und allgemeinen natürlich auch Studierende, Professor*innen und Mitarbeitende an unserer Universität gehören.
Wer eigentlich die Aufgabe hat, antifaschistische Arbeit zu unterstützen, tut das Gegenteil, wenn er entsprechende Positionierungen unterdrückt. In einem solchen Fall darf man von uns kein Zurückweichen erwarten, sondern muss damit rechnen, dass wir uns öffentlich wehren. Das ist Aufgabe des AStA und wir schulden es allen Opfern des Faschismus, vergangenen und zukünftigen.

Für eine antifaschistische Studierendenvertretung! Alerta!

Nutzung von AStA Garten und Seminarräumen

Liebe Studierende,

die Nutzung des AStA Gartens und auch der Seminarräume ist leider weiterhin nicht möglich. Wir geben uns große Mühe die Lage ständig zu prüfen und befinden uns auch momentan im Austausch mit dem Gebäudemanagement der Universität. Sollte sich etwas ändern, erfahrt ihr es natürlich schnellstmöglich. Ausnahmen wurden höchstens für das Verteilen von Zeitschriften und ähnliche Kleinigkeiten genehmigt. Die Beschränkung gilt für Fachschaften, Fachgruppen und andere Gremien genauso wie für Hochschulgruppen. Wir sehen uns zur Zeit nicht in der Lage eine ordnungsgemäße Nutzung durch Dritte sicherzustellen.
Wir bitten um euer Verständnis.

Euer AStA

Darlehensvergabe und COVID19

Aktuell ist eine Vergabe von Darlehen nicht möglich, auch nicht eletktronisch. Wir arbeiten schnellstmöglich an einer Lösung, die allerdings auch von den Vorgaben der Universität und den gesetzlichen Bestimmungen zu COVID 19 abhängt. Bei der Sozialberatung bekommt ihr per Mail Infos zu alternativen Finanzierungsquellen. Wir bitten um Verständnis.

At the moment the interest free student credits can unfortunately not be granted due to the current situation with COVID19. An electronic process is not possible either. We are trying to find a fast solution for this problem. Of course this will depend on the rules of the university leadership and the restrictions imposed by the government. You can still contact our social counseling via mail to inform yourself over alternatives. We ask for your understanding.

Der Vorsitzende
The Chairman

Services der GWDG

English version below


Services der GWDG

Da sich das Leben von uns allen gerade noch mehr als sonst ins Virtuelle verlagert, hier ein paar Hinweise auf die digitalen Services von GWDG und SUB, die allen Studierenden kostenfrei zur Verfügung stehen. Eine regelmäßig akualisierte Übersich über die Services der GWDG findet ihr unter https://info.gwdg.de/dokuwiki/doku.php?id=de:services:mobile_working:start

Hinweis: Mit dem “studentischen Account” ist im allgemeinen euer E-Mail-Account gemeint, den ihr auch zur Anmeldung bei eCampus, Stud.IP etc. verwendet.

Falls ihr Probleme mit den GWDG-Diensten habt habt, wendet euch an den GWDG-Support: support@gwdg.de


Services of GWDG

Because life for all of us will be shifting even more into the virtual sphere over the next weeks, here is some advice about the digital services of GWDG and SUB (for the library service). All the services that are listed are free to use with your student account! Please also find a current overview of the GWDG services under https://info.gwdg.de/dokuwiki/doku.php?id=en:services:mobile_working:start

Your “student account” is the account you use for mail, eCampus, Stud.IP etc

In case of any problems with GWDG services write an email to support@gwdg.de

COVID 19: Maßnahmen des AStA

Liebe Studierende und andere Interessierte,

um unseren Beitrag zum Schutz der Allgemeinheit zu leisten, haben wir uns als AStA entschieden den Betrieb bis auf weiteres einzuschränken. Dies bedeutet eine Reihe von Maßnahmen:

  • Sekretariat, Geschäftsstelle und alle anderen Anlaufstellen sind für die Öffentlichkeit geschlossen. Bei wichtigen Anliegen, könnt ihr uns vor Allem per E-Mail erreichen.
  • Wenn ihr eine Rechtsberatung braucht, so schreibt euer Problem per Mail an: recht@asta.uni-goettingen.de
  • Alle Veranstaltungen im Stilbrvch, AStA Garten und Seminarräumen sind ausgesetzt. Das Gebäude wird nur noch mit Schlüssel zu betreten sein. Büros im Gebäude sollten jeweils nur für kurze Zeit und bei dringenden Anliegen genutzt werden.
  • Wir werden uns im Prozess der Maßnahmenfindung der Universität weiter für eure Anliegen einsetzen und euch informiert halten. Nachfragen werden wir nach Möglichkeiten versuchen zu beantworten. Leider sind einige der angekündigten Schritte der Universität noch unkonkret, was auch wir nicht immer auflösen können.
  • Bei all diesen Prozessen kann es zu Verzögerungen kommen. Auch wir befinden uns zur Zeit im Umstellungsprozess für Home-Office
  • All dies gilt erst einmal bis auf weiteres und wahrscheinlich bis mindestens zum 20.04.

Euer AStA

PRESSEMITTEILUNG: Gegen die Schließung kleiner Fächer (Philosophische Fakultät)

Am 4.3.2020 beschloss der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät eine  Sparplan, der unter anderem die Schließung der Finnougristik vorsieht. Hierzu gibt der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen folgendes bekannt:

Die Philosophische Fakultät der Universität Göttingen möchte die Professur im Studiengang Finnougristik nicht neu besetzen. Das Vorgehen ist Teil eines Sparplans und setzt sich über einen Beschluss des Fakultätsrats des letzten Jahres hinweg. Der AStA kritisiert dieses Vorgehen scharf.

Am 9. November 2019 hatte der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät zunächst die befristete Neubesetzung der Professur mit 10 zu 3 Stimmen beschlossen. Diesem Beschluss waren Proteste für eine Weiterführung vorausgegangen, an denen sich über 100 Menschen beteiligt hatten. Dieser Beschluss soll nun allerdings übergangen werden und die Professur doch auslaufen. Angehörige der Fakultät hatten darauf alternative Sparpläne vorgelegt, die allerdings alle zurückgewiesen wurden. In einem gemeinsamen Statement vom 28. Februar kritisiert die Studierendenschaft der Philosophischen Fakultät die Entscheidung und sprechen sich dafür aus, den Sparplan des akademischen Mittelbaus zu unterstützen. Sie fordern, dass die Professur erhalten bleibt und die Universität „weiterhin divers, breit aufgestellt und attraktiv für Forschende, Lehrende wie Lernende bleibt“.

Der Sparplan wurde am 04.03. vom Fakultätsrat beschlossen. Der Hochschulreferent des AStA Jannes Rösener zeigte Unverständnis für das Vorgehen: „Gerade die philosophische Fakultät lebt von der Diversität der angebotenen Fächer. Dass nun ein Studiengang gestrichen wird, weil er als wenig profitabel gilt und Proteste von Studierenden sowie alternative Sparpläne ignoriert werden, schafft einen problematischen Präzedenzfall. Lehre und Forschung sollten nach den Prinzipien von kritischer Wissenschaftlichkeit ausgerichtet, und damit möglichst vielfältig gestaltet werden.“

Auch Sofia Dräger, Referentin für politische Bildung im AStA und studentisches Mitglied im Fakultätsrat äußerte starke Bedenken: „Wir verstehen, dass es gute Gründe gibt, diese Entscheidung für unabwendbar zu halten. Der Grund für die schlechte finanzielle Lage ist aber die jahrelange Misswirtschaft an der Fakultät. Es erscheint aber fraglich, ob die Schließung von kleinen Fächern wirklich der Attraktivität der Uni Göttingen, die sich gerne mit ihrer Vielfalt schmückt, zuträglich ist. Außerdem unterstreichen wir das Statement der Studierendenschaft und arbeiten weiterhin daran, die Vielfalt des Studiums hier zu erhalten und zu fördern.“

Der Studiengang Finnougristik beschäftigt sich mit den finnougrischen Sprachen also beispielsweise Finnisch, Ungarisch und Estnisch, aber auch Minderheitensprachen wie beispielsweise Samische und Komi-Sprachen und der Kultur ihrer Sprecher*innen. Der Studiengang an der Uni Göttingen ist besonders relevant, da es diesen nur noch an zwei weiteren Universitäten in Deutschland gibt.

PRESSEMITTEILUNG: NEUER ALLGEMEINER STUDIERENDENAUSSCHUSS GEWÄHLT

Die folgende Pressemitteilung wurde vom AStA am 02.03.2020 veröffentlicht:

Am 27. Februar hat das Studierendenparlament in seiner 17 stündigen konstituierenden Sitzung einen neuen linken AStA bestehend aus Grüner Hochschulgruppe, Juso-HSG, Alternativer Linker Liste, Nerdcampus, Die LISTE und SRK in ihre Ämter gewählt und ist damit dem Auftrag der Studierenden gefolgt, den diese im Januar bei den Hochschulwahlen artikuliert haben. Zusätzlich zu den fünf vorgegebenen Referaten wurden fünf weitere eingerichtet, die die politische Schwerpunktsetzung für das kommende Jahr unterstreichen: Digitalisierung & Datenschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit, Gender & Diversity, Soziale Kämpfe und Politische Bildung. Der neue allgemeine Studierendenausschuss nimmt seine Arbeit umgehend auf.

Zum neuen AStA-Vorsitzenden wurde Felix Schabasian (Juso-HSG) gewählt, außerdem sprach das Parlament Pippa Schneider (GHG) als Finanzreferentin, Jannes Rösener (ALL) als Hochschulreferent, Hauke Bruns (Juso-HSG) als Sozialreferent und Johanna Wagner (ALL) als Außenreferentin das Vertrauen aus. Neuer Referent für Digitalisierung & Datenschutz wird Felix „Astarix“ Schelle (GHG). Marco Christl (GHG) übernimmt das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit und Dorothea Hellenthal (ALL) das Referat für Gender & Diversity. Luca Diekgraefe (ALL) ist Referent für Soziale Kämpfe und Sofia Dräger (Juso-HSG) Referentin für politische Bildung. Zudem wird in den kommenden Wochen eine autonome Sachbearbeiter*innen-Stelle für Kultur eingerichtet, die voraussichtlich durch Jakob Kepke und Clara Lindner (beide Die LISTE) ausgefüllt wird.

Zu den allgemeinen Zielen der neuen Koalition gehören eine soziale, nachhaltige, feministische und insgesamt progressive Hochschulpolitik unter Wahrnehmung eines allgemeinpolitischen Mandats, sowie der aktive Kampf gegen gruppenbezogene Diskriminierung. So möchte sie bspw. auch klar antifaschistisch auftreten. Das wohl aufwändigste Großprojekt des kommenden Jahres wird die Wiederauflage eines politischen Campusfestivals sein. Serviceangebote sollen in ähnlicher Form wie in den vergangenen Legislaturperioden durchgeführt werden, werden aber teilweise überarbeitet. Die Koalitionsgruppen haben sich bereits auf eine ausführlichere Agenda geeinigt, die in den nächsten Wochen öffentlichkeitswirksam präsentiert werden wird.

Vorsitzender Felix Schabasian erklärt zur Aufnahme der AStA Arbeit:

„Ich bin froh, dass wir diesen AStA stellen dürfen. Wir werden keine Kosten und Mühen scheuen, ihn über das kommende Jahr mit Leben zu füllen. Gerade in Zeiten, wo sich Teile der Gesellschaft von der Wissenschaft abwenden, sich Rechtsradikalismus auf dem Vormarsch befindet und besonders jungen Menschen in der Politik wenig Gehör geschenkt wird, ist es wichtig, dass sich eine starke Studierendenvertretung auch politisch positioniert! Ich lade alle ein, an diesem Projekt teilzunehmen.“

 

Eine der ersten größeren Arbeiten wird die Erstellung eines Haushaltsplans sein. Finanzreferentin Pippa Schneider führt hierzu aus:

„Wir wollen zusätzlich zur Haushaltsaufstellung dieses Jahr im Rahmen eines Genderbudgeting analysieren, wem die zur Verfügung gestellten Mittel nutzen. Dabei sollen die Vergabepraktiken unter queerfeministischen Gesichtspunkten näher beleuchtet werden, sodass dann Maßnahmen für die Haushaltsaufstellung etabliert werden können, die das Erreichen von Gleichstellungszielen ermöglichen.“

Zum erstmals eingerichteten Referat für Soziale Kämpfe erklärt der zuständige Luca Diekgraefe:

„Der gewählte AStA wird durch die erstmalige Schaffung eines Referats für soziale Kämpfe die Interessen der Studierenden und darüber hinaus der Arbeitenden an dieser Universität in noch weiterer Weise vertreten: Wir wollen an bestehende Strukturen anknüpfen und die Lebensrealitäten der  Studierenden und Arbeitenden verbessern, indem wir uns zum Beispiel für bessere Arbeits- und Wohnbedingungen einsetzen. Außerdem wollen wir Strukturen schaffen, in welchen sich Studierende zum Zweck der politischen Selbstermächtigung zusammen organisieren können.“

Auch andere Bereiche, wie die Systemakkreditierung und eine gute Zusammenarbeit mit den Fachschaften werden den neuen AStA beschäftigen. Lorenz Glißmann (Nerdcampus) erklärt hierzu:

„Wir werden uns in zusätzlichem Maße für die strukturelle Verbesserung von Studium und Lehre einsetzen, indem wir uns konstruktiv in die Qualitätssicherungsprozesse der Universität einbringen. Wie auch bei vielen anderen Themen werden wir dazu verstärkt die Vernetzung der Studierendenvertreter*innen der einzelnen Fakultäten fördern, sowohl untereinander, als auch mit dem AStA.“

Referentin für politische Bildung Sofia Dräger summiert bezüglich der neuen Strukturen und ihres eigenen Ressorts:

„Die Einrichtung der neuen Referate zeigt, dass der neue AStA sein politisches Mandat ernsthaft ausfüllen wird. Das Referat für politische Bildung wird mit inhaltlichen Veranstaltungen seinen Teil dazu beitragen, dass die Studierenden sich über die politischen Verflechtungen ihrer Studiengänge informieren, dass rechte Gewalt überall bekämpft und die lebendige Demokratie an der Hochschule und anderswo gelebt wird.“

Neuer AStA gewählt

In der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments am 27. Februar ist ein neue AStA gewählt worden. Neuer AStA-Vorsitzender ist Felix Schabsasian. Sobald Vorsitz und neue Referate ihre Arbeit aufgenommen haben, werden weitere Angaben zu Personen und Sprechzeiten veröffentlicht werden.

AStA-Legislatur endet am 27. 02. 2020

Mit Beginn der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments am 27. Februar endet die Amtszeit des bisherigen AStA. Bis zu einer Neuwahl sind Vorsitz und Referate daher nicht erreichbar. Fragen und allgemeine Mitteilungen  richten Sie bitte an das AStA-Sekretariat unter 0551-39 34564 oder per Mail an: sekretariat@asta.uni-goettingen.de