PRESSEMITTEILUNG: KEINE VERLEIHUNG DES GÖTTINGER FRIEDENSPREISES IN DER AULA DER UNIVERSITÄT!

Mit Bestürzung hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen von der geplanten Verleihung des Göttinger Friedenspreises 2019 an die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden Nahost“ erfahren, die am 9. März in der Aula der Universität stattfinden soll. Eine Stimme, die mit dem einseitigen und undifferenzierten Boykott der gesamten israelischen Nation und des gesamten jüdischen Volkes konform geht, ist nicht gerecht, so die Überzeugung der Studierendenvertreterinnen und -vertreter. Daher fordert der AStA, dass der Göttinger Friedenspreis nicht an die Gruppe verliehen werden darf.

Die Gruppe, an die nun der Friedenspreis gehen soll, unterstützt die Bewegung BDS (Boykott, Deinvestitionen, Sanktionen), die seit 2005 durch gezielte Agitation in der weltweiten Medienöffentlichkeit versucht, Israel auf den Nahostkonflikt zu reduzieren sowie wirtschaftlich, kulturell und politisch auf der Weltbühne zu isolieren. Sie wird von der Mehrheit der Politikwissenschaftlerinnen und Politikwissenschaftler als antiisraelisch, antizionistisch und teils antisemitisch beurteilt. Damit widerspricht BDS nach Überzeugung des AStA nicht nur der weltoffenen und an Gemeinschaft ausgerichteten Grundidee der Universität Göttingen, sondern verhält sich durch die Doppelstandards im internationalen Vergleich und die einseitige Betrachtung eines einzelnen Staates gezielt antisemitisch. Zuletzt hatte der renommierte Antisemitismusforscher und ehemalige Göttinger Hochschullehrer Prof. Salzborn 2016 auf die Parallelen zwischen Äußerungen der BDS-Bewegung und antisemitischen NS-Parolen hingewiesen.

Die Jury des Göttinger Friedenspreises setzte sich bei ihrer Entscheidung über die Einschätzung des Zentralrates der Juden und der jüdischen Gemeinde in Göttingen hinweg, die sich beide öffentlich gegen die Preisverleihung an die Gruppe ausgesprochen hatten. Gerade in Zeiten zunehmender antisemitischer Vorfälle und antijüdischer Stimmung in Deutschland und Europa ist eine solche bewusste Ignoranz gegenüber der Einschätzung betroffener Gruppen unerträglich. Für den AStA ist klar, dass in einer weltoffenen, internationalen und der Vergangenheit verpflichteten Stadt des Wissens wie Göttingen eine solche Preisverleihung nicht stattfinden darf.

Die Referentinnen und Referenten des AStA bedanken sich in diesem Zusammenhang für den Einsatz von Oberbürgermeister Köhler und der Universitäts-Präsidentin Beisiegel, die sich jüngst für eine Aussetzung des Göttinger Friedenspreises 2019 ausgesprochen hatten. Die Forderungen gehen dabei aber nicht weit genug: Von der Preisverleihung an die Gruppe muss abgesehen werden! „Wir erwarten von der Präsidentin als Hausherrin der Universität, dass sie eine Verleihung in der Aula am Wilhelmsplatz nicht zulässt. An unserer Universität kann es keinen Raum für eine Gruppe mit antisemitischen Tendenzen geben“, so Rene Rahrt, AStA-Vorsitzender. Ein schweigendes Hinnehmen einer Vergabe in Räumlichkeiten, in deren Eingangsbereich auf einer Plakette an das Schweigen der Universitätsangehörigen beim Vorgehen der Nationalsozialisten gegen die jüdischen Kolleginnen und Kollegen erinnert wird, ist nicht hinzunehmen. Es wäre ein Schlag vor den Kopf der jüdischen Stadtbevölkerung und jüdischer Kommilitoninnen und Kommilitonen und ließe die Bemühungen der Universität in Sachen Erinnerungskultur zur Farce verkommen.

„Man darf dabei nicht vergessen, dass es auch an unserer Universität immer wieder zu antisemitischen Vorfällen kommt, die eine ähnliche Rhetorik wie BDS verwenden“, ergänzt Dominik Bollendorf, Außenreferent des AStA. Zuletzt hatte sich das Studierendenparlament mit Sprayereien an Universitätsgebäuden befasst, die antisemitische Botschaften verbreiteten, und diese Sprayereien einstimmig verurteilt. Gegenüber antisemitischen Positionen kann es keine Toleranz geben!

PM Friedenspreis

Gepostet von / February 17, 2019 / Gepostet in News

STUDIERENDENSCHAFT SPRICHT SICH FÜR DIE STÄRKUNG DER ARBEITNEHMERINNEN- & ARBEITNEHMERRECHTE VON STUDENTISCHEN HILFSKRÄFTEN AUS

Das Studierendenparlament der Georg-August-Universität Göttingen hat in seiner achten ordentlichen Sitzung des Studierendenparlaments vom 17.01.2019 gemäß §12 Abs. 1 der Organisationssatzung der Studierendenschaft der Georg-August-Universität Göttingen (OrgS) folgenden Beschluss gefasst:
Die Studierendenschaft Göttingen spricht sich für eine Stärkung der Arbeitnehmer*innenrechte von studentischen Hilfskräften und damit einhergehend für eine Abschaffung von § 105 (4) Satz 1 des Niedersächsischen Personalvertretungsgesetzes (NPersVG) aus.

Gepostet von / February 17, 2019 / Gepostet in News

STUDIERENDENSCHAFT SOLIDARISIERT SICH MIT DEN MEDIZINSTUDIERENDEN ZU DEN BEDINGUNGEN DES PRAKTISCHEN JAHRES

Das Studierendenparlament der Georg-August-Universität Göttingen hat in seiner achten ordentlichen Sitzung des Studierendenparlaments vom 17.01.2019 gemäß §12 Abs. 1 der Organisationssatzung der Studierendenschaft der Georg-August-Universität Göttingen (OrgS) folgenden Beschluss gefasst:
Die Studierendenschaft solidarisiert sich mit den Medizinstudierenden in Deutschland und unterstützt deren Forderungen nach fairen Bedingungen im Praktischen Jahr des Medizinstudiums. Konkret soll eine fairere Vergütung, angeglichen an den BAföG-Höchstsatz, zur minimalen Existenzsicherung bei gleichzeitiger Vollzeitbeschäftigung eingeführt werden. In der Wochenarbeitszeit sollen zudem 4 Stunden als festgelegte Mindestlehrzeit zur Weiterbildung sowie 8 Stunden für das Selbststudium eingeplant werden. Weiterhin sollen den Studierenden im Praktischen Jahr Aufbewahrungsmöglichkeiten für Wertgegenstände, gestellte Arbeitskleidung sowie ein persönlicher Zugang zum Patientenverwaltungssystem bereitgestellt werden. Insbesondere muss eine gerechtere Regelung für den Krankheitsfall im Allgemeinen und in gesplittenen Tertialen im Besonderen gefunden werden. Die Studierendenschaft fordert den Vorstand der Universitätsmedizin dazu auf, die Forderungen der Fachschaft Medizin Göttingen und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. umzusetzen und damit das Praktische Jahr für die Göttinger Studierenden gerechter zu gestalten.
Der Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Gepostet von / February 17, 2019 / Gepostet in News

STUDIERENDENSCHAFT SPRICHT SICH GEGEN DIE VERWENDUNG VON EINWEGGESCHIRR AUS

Das Studierendenparlament der Georg-August-Universität Göttingen hat in seiner achten ordentlichen Sitzung des Studierendenparlaments vom 17.01.2019 gemäß §12 Abs. 1 der Organisationssatzung der Studierendenschaft der Georg-August-Universität Göttingen (OrgS) folgenden Beschluss gefasst:
Die Studierendenschaft der Universität Göttingen spricht sich gegen die Verwendung von Einweggeschirr in den gastronomischen Einrichtungen des Studentenwerks Göttingen aus. Insbesondere fordert die Studierendenschaft das Studentenwerk auf, für die Phase der Sanierung der Nordmensa nachhaltige Lösungen zur Verpflegung der Beschäftigten und Studierenden am Nordcampus für die Zeitdauer der Sanierung der Nordmensa zu finden.
Der Beschluss wurde einstimmig bei zwei Enthaltungen gefasst.

Gepostet von / February 17, 2019 / Gepostet in News

ERGEBNISSE HOCHSCHULWAHLEN 2019

Nachfolgend finden sich die Wahlergebnisse der Hochschulwahlen im Wintersemester 2018/19. Die amtlichen Ergebnisse finden sich auf der Webseite der Rechtsabteilung.

 

Urabstimmungen


 

Bussemesterticket
Kunst- und Kultursemesterticket

 

Wahlergebnisse Hochschulweit


Studierendenparlament

 

Ausländisches Studierendenparlament

 

Wahlergebnisse Fakultäten


 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Agrarwissenschaften

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Biologie und Psychologie
Ohne Sitze: RCDS – Christdemokratische Liste (Neu)

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Chemie

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Geowissenschaften und Geographie
 Ohne Sitze: RCDS – Christdemokratische Liste (Neu)

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie

 

Fachschaftsparlament der Juristischen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Mathematik und Informatik

 

Fachschaftsparlament der Medizinischen Fakultät

Ohne Sitze: RCDS – Christdemokratische Liste (Neu)

 

Fachschaftsparlament der Philosophischen Fakultät

 

Fachschaftsparlament der Fakultät für Physik

 

Fachschaftsparlament der Sozialwissenschaftlichen Fakultät
Ohne Sitze: RCDS – Christdemokratische Liste (-1), Demokratische Aktion SoWi (-1), LiLi – Linksliberale Liste

 

Fachschaftsparlament der Theologischen Fakultät
Ohne Sitze: Rot-Grüne Liste (0)

 

Fachschaftparlament der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät

 

Wahlergebnisse Fachgruppensprecher*innen


Geographie

Paul Jonathan Bantelmann (Geo-Gang)

Humanmedizin

Lena Marth (Unabhängige Mediziner (UM))

Informatik

Lorenz Glißmann

Theologie (Pfarramt)

Louisa Meyer (Offene Liste Fachschaft)

Politikwissenschaft

Aljoscha Dalkner (Rot-Grüne Liste)

Volkswirtschaftslehre

Ann-Catrin Gras (ADW – Wir sind die Fachschaft (Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Wirtschaftswissenschaftler))

Gepostet von / January 25, 2019 / Gepostet in News

STUPA: STUDIERENDENPARLAMENT SPRICHT SICH FÜR ERHALT VON LEHRAMT PLUS AUS

Das Studierendenparlament hat sich in der Sitzung vom 17.12.2018 einstimmig für den Erhalt des Programms „Lehramt PluS“ ausgesprochen und dazu folgenden Beschluss gefasst:

Das Studierendenparlament der Universität Göttingen spricht sich für einen Erhalt des Zusatz- und Zertifikatsprogramms Lehramt PluS über das Sommersemester 2019 hinaus aus.

Das Studierendenparlament fordert das Präsidium der Universität Göttingen sowie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur des Landes Niedersachsen auf, langfristige Finanzierungsmöglichkeiten für das genannte Zusatz- und Zertifikatsprogramm zu schaffen.

Das Zertifikatsprogramm Lehramt PluS schafft die Möglichkeit, sich bereits im Studium mit den vielfältigen Aufgaben einer Lehrkraft zu befassen. Die Seminare, Workshops und Praxisprojekte bieten bereits in den ersten Semestern des Studiums die Möglichkeit, die eigene Lehrer*innenpersönlichkeit zu festigen, zu reflektieren und damit vorbereitet auf das Handeln im schulischen Kontext zu sein.

Der Wegfall dieses Zertifikatsprograms wäre ein massiver Qualitätsverlust für das Lehramtsstudium in Göttingen und damit auch für die Lehrer*innenausbildung in ganz Niedersachsen. Viele niedersächsische Universitäten haben eigene, an Lehramt PluS angelehnte Zusatzprogramme in ihr Studienangebot aufgenommen, der Universität Göttingen kam hier mit ihrem Lehramt PluS eine wichtige Vorreiterrolle zu.

Gepostet von / January 4, 2019 / Gepostet in News

STUPA: STUDIERENDENSCHAFT SOLIDARISIERT SICH MIT UMG BESCHÄFTIGTEN

Das StuPa hat in seiner gestrigen Sitzung folgenden Beschluss gefasst:

„Die Studierendenschaft solidarisiert sich mit den Beschäftigten der UMG Klinikservice GmbH, die sich aktuell in einer Tarifauseinandersetzung mit ihrem Arbeitgeber befinden. Die Studierendenschaft unterstützt die Forderung der Beschäftigten nach einem Haustarifvertrag, der inhaltlich dem TV-L (Tarifvertrag der Länder) entspricht. Die Studierendenschaft fordert außerdem die UMG auf, die Beschäftigten der UMG-KSG langfristig wieder in die UMG einzugliedern.“

Die nächste Sitzung des Studierendenparlaments findet in drei bis vier Wochen statt, dann könnt ihr die nächsten Beschlüsse erwarten.

Gepostet von / October 26, 2018 / Gepostet in News

PRESSEMITTEILUNG: ASTA SETZT SICH FÜR NACHHALTIGKEIT AN DER UNIVERSITÄT EIN

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Universität Göttingen freut sich über die Initiative des Studentenwerks Göttingen, Mehrwegbecher für Heißgetränke auf dem Campus der Universität einzuführen. Die neuen Mehrwegbecher werden heute erstmalig im Rahmen der Immatrikulationsfeier an die neuen Erstsemesterinnen und Erstsemester kostenlos verteilt und sind danach käuflich zu erwerben. Die Nutzung des Mehrwegbechers führt zu einer Reduktion des Kaffeepreises.

„Nachhaltigkeit an der Universität ist eines der Schwerpunktthemen des AStA. Der AStA begrüßt, dass mit der Einführung eines Mehrwegbechersystems ein entscheidender Schritt für mehr Nachhaltigkeit am Campus getan werden konnte“, kommentierte Hochschulreferentin Liv Lehnau, bei der das Poolressort Nachhaltigkeit des AStA angegliedert ist. Die Nachhaltigkeits-Poolstellen Franziska Schade, Thorben Siepmann und Jannik Stephan brachten sich intensiv in den Entwicklungsprozess ein, um gemeinsam mit dem Studentenwerk eine ökologische Lösung zur Minimierung von Einwegbechern auf dem Campus zu finden. „Nun gilt es den Becher unter den Studierenden bekannt zu machen“, so Siepmann, „denn die Reduzierung von Einwegbechern leistet einen wichtigen Beitrag zur Müllvermeidung auf dem Campus“.

Neben diesem erfolgreichen Projekt arbeitet das Poolressort Nachhaltigkeit an weiteren Projekten, um Nachhaltigkeit noch weiter im Unialltag sichtbar zu machen. Dazu ist beispielsweise geplant, in den Bibliotheken Schmierblattsammlungen einzuführen. Zudem setzt sich das Poolressort für die durchgängige Verwendung von Recyclingpapier in allen Bereichen der Universität ein und möchte eine zentrale Schnittstelle zwischen der Studierendenschaft und der Universität zu allen nachhaltigen Themen sein.

Um die Bedeutung und die Möglichkeiten nachhaltigen Handelns in die Studierendenschaft zu kommunizieren, .

PM: AStA setzt sich für Nachhaltigkeit an der Universität ein

PRESSEMITTEILUNG: STUDIERENDENSCHAFT FORDERT KURSWECHSEL FÜR UNIVERSITÄT

Mit großer Enttäuschung nahmen der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) und die stellv. studentische Senatorin Anika Bittner die vernichtende Entscheidung der Exzellenzkommission zu den vier Clusteranträgen der Georgia Augusta vom vergangenen Donnerstag auf. Zwar wurde der Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging“ unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Biophysikalische Chemie, der Fakultät für Chemie und der Universitätsmedizin positiv beschieden, allerdings war die Erfolgsquote der Universität Göttingen mit 25% weit unter der durchschnittlichen Quote anderer Hochschulen.

Die Studierendenschaft der Universität Göttingen fordert daher einen Kurswechsel für die Universität, eine neue strategische Ausrichtung ist dringend nötig. „Die gesamte Universitätsgemeinschaft muss nun offen in den Diskurs eintreten: Was zeichnet die Georgia Augusta aus?“, kommentiert der AStA-Vorsitzende Rene Rahrt und ergänzt: „Unsere Universität sollte nun die Chance für einen Kurswechsel nutzen und den Bereich Studium und Lehre fokussieren. Dort liegt großes Potenzial für exzellente Lehre und ein digitales Lernumfeld.“

Mit einem ausbleibenden zweiten Cluster ist die Universität Göttingen nicht für die Bewerbung auf den Titel „Exzellenzuniversität“ antragsberechtigt, in der die generelle Universitätsstruktur evaluiert worden wäre. Die erfolgreiche Teilnahme in dieser zweiten Phase wäre für die Universität von essentieller Wichtigkeit gewesen, um ein Qualitätsaudit für die strukturelle Aufstellung der Universität und viele Millionen Euro für die Finanzierung strategiebasierter Projekte zu erhalten.

Vertreterinnen und Vertreter des AStA und die stellv. studentische Senatorin kritisieren, dass die strategische Ausrichtung der Universitätsleitung in den vergangenen zwei Jahren ausschließlich auf der Erlangung des Exzellenztitels lag und die zukunftsorientierte Qualitätssicherung im Sinne der Studierenden vernachlässigt wurde. Die für die Exzellenzstrategie aufgewendeten finanziellen und personellen Ressourcen hätten in die bauliche und digitale Infrastruktur sowie die Optimierung der Lehr- und Lernbedingungen investiert werden müssen. Diese exklusive Schwerpunktsetzung der Präsidentin zahlte sich nun nicht aus und daher sind Projekte, die aus der Spekulation auf die Exzellenzsummen heraus entstanden sind, grundlegend zu hinterfragen und die Ausgabenpolitik der Universität anzupassen. Der Außenreferent des AStA, Dominik Bollendorf, findet: „Eine Rückbesinnung auf die Grundaufgaben der Universität ist nun geboten. Das bedeutet auch, dass ab sofort keine Eigenmittel der Universität mehr für Prestigeprojekte wie das Forum Wissen genutzt werden dürfen! Auch institutionelle Strukturen, die für die Koordination der Exzellenzcluster eingerichtet wurden, sind intensiv zu reflektieren.“

Das Präsidium muss das Urteil der Exzellenzkommission als Niederlage anerkennen; der vergangene Donnerstag muss einen Wendepunkt in der generellen Universitätsstrategie markieren. Die stellv. studentische Senatorin Anika Bittner meint dazu: „Wir Studierenden stehen weiterhin geschlossen hinter der Universität. Um auch in Zukunft mit den Exzellenzuniversitäten in Deutschland und weltweit konkurrieren zu können, brauchen wird ein Alleinstellungsmerkmal. Wir fordern daher eine Exzellenzoffensive für Studium und Lehre.“

Die Studierendenschaft ist bereit, einen ehrlichen Neuanfang mit der Universität zu wagen. Dafür ist aber die gleichberechtigte Einbindung aller Akteure der Universitätsgemeinschaft nötig. Nur in einem partnerschaftlichen Miteinander aus Universität, Studierenden und Mitarbeitern kann eine neue Universitätsstrategie entwickelt werden – und diese ist dringend nötig.

Unabhängig von den Einzelscheidungen für die Universität Göttingen erscheint die wissenschaftsbasierte Entscheidungsfindung der Kommission einen Schwerpunkt auf die Förderung von naturwissenschaftlich-technischen Clustern in der Fläche des Bundesgebietes gelegt zu haben. Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels und einer politischen Polarisierung der Bevölkerung überrascht es, dass nur ein Siebtel der geisteswissenschaftlichen Anträge bewilligt wurde.

 

PM: Studierendenschaft fordert Kurswechsel für Universität