Pressemitteilung: Bundesbildungsministerium versagt in Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Krise wurden seitens der Studierendenschaft Forderungen nach Hilfen für Studierende in finanzieller Not laut. Schätzungen zufolge haben bis zu 750 000 Studierende in Folge der Pandemie ihren Job verloren, nicht wenige von ihnen wissen nicht, wie sie etwa ihre Miete bezahlen sollen. Zuletzt hatte sich daher das breite Bündnis „Solidarsemester 2020“ gegründet, dem sich auch der AStA der Universität Göttingen angeschlossen hat.

In einer Pressemitteilung vom 27.05. hat das BMBF nun seine sogenannten Nothilfen für Studierende angekündigt: 100 Millionen Euro sollen über die Studierendenwerke an bedürftige Studierende ausgezahlt werden, nach Göttingen sollen etwa 1,2 Millionen fließen. Allerdings sollen maximal 500 Euro für drei Monate ausgezahlt werden. Zudem wird jeder Cent Vermögen auf dem Konto davon abgezogen: wer also 200 Euro auf dem Konto hat bekommt 300 Euro, wer 550 Euro hat, erhält nichts.

„Nun kommt also die lang versprochene Hilfe für die Studierenden, aber von einer wirklichen Hilfe kann keine Rede sein“, erklärt Elisa Bröcker aus dem Sozialreferat des AStA: „Schon die Gesamthöhe von 100 Millionen Euro ist viel zu niedrig. Nun aber eine Bedürftigkeit erst bei einem Kontostand von unter 500 Euro anzunehmen, geht an der Realität der Studierenden vollkommen vorbei. Wer etwa 400 Euro Miete und 120 Euro für die Krankenkasse zahlen muss, hat natürlich mehr als 500 Euro auf dem Konto. Das BMBF gesteht den Studierenden also faktisch keine Lebensgrundlage zu. Sowieso wird so wohl nur sehr wenigen Studierenden geholfen werden können.“

„Das Handeln der Ministerin Anja Karliczek ist eine absolute Katastrophe“, ergänzt Sozialreferent Hauke Bruns: „Erst verzögert sie jede Hilfe so lange es geht. Dann präsentiert sie ihre Kredit-Lösung, die keine ist, da es sich kaum eine Studierende leisten kann, sich zu verschulden. Nun wird also viel zu spät eine Überbrückungshilfe verkündet, die so niedrig ist, dass es sich davon kaum leben lässt. Es soll also wohl nur der Anschein einer Hilfe erweckt werden. Auch der Bürokratieaufwand ist riesig: so müssen etwa alle Kontoauszüge seit Februar eingereicht werden, viele weitere Unterlagen werden benötigt. Wie die Studierendenwerke mit ihrem begrenzten Personal das alles prüfen sollen, steht in den Sternen.“

„Viele Studierende werden von diesen Hilfen des Ministeriums nicht profitieren“, fasst Elisa Bröcker abschließend zusammen: „Es ist zu befürchten, dass viele ihr Studium abbrechen werden. Unsere Forderung bleibt daher: vorübergehende Öffnung des BAföG oder unbürokratische Soforthilfen in angemessener Höhe!“

#JusticeForGeorgeFloyd

Schon wieder hat ein weißer Polizist gemordet. George Floyd wurde am Montagabend in Minneapolis (MN) von einem weißen, rassistischen Polizisten getötet. Auf einem im Internet kursierenden Video ist gut zu hören, wie George mehrmals sagt, dass er keine Luft bekommt. Und trotzdem lässt der Polizist nicht locker, auch seine Kollegen sagen nichts und schauen zu, wie ein unschuldiger Mensch stirbt!
Dieser Mord reiht sich ein in eine lange Liste von rassistischer Polizeigewalt. Hinter dieser Gewalt steht der Rassismus der Gesellschaft, welcher solche Morde legitimiert, die Täter*innen freispricht und die Betroffenen in Vergessenheit geraten lässt. Ein Ende der Gewalt ist nur in Sicht, sobald der Rassismus als Problem benannt und die Struktur dahinter bekämpft wird.

Und das gilt nicht nur für die USA, sondern genauso für die deutsche Gesellschaft: Man erinnere an dieser Stelle an Oury Jalloh, Ahmed A. und viele andere, die von deutschen Polizist*innen getötet wurden und bis heute keine Gerechtigkeit erfahren haben. Oder aber an die NSU-Morde, bei denen erst jahrelang die Familien der Mordopfer im Visier der Ermittlungen waren und selbst heute noch Aufklärung von den staatlichen Behörden verhindert wird.

Alle diese Entwicklungen machen uns traurig und zugleich wütend. Doch eben weil sich der Rassismus dieser Gesellschaft nicht von selbst beseitigen lässt, ist es an uns für eine solidarische Gesellschaft einzustehen. Gerade in den jetzigen Zeiten, wo die Rassist*innen Rückenwind bekommen, ist es umso wichtiger, dass wir gemeinsam mit den Betroffen von rassistischer Gewalt kämpfen und uns organisieren!

„In a racist society it is not enough to be non-racist. You have to be anti-racist.“ (Angela Davis)

Auch unsere Uni ist nicht frei von Rassismus. Falls ihr also selbst von Rassismus betroffen seid oder rassistische Vorfälle mitbekommt, meldet euch bei der Antidiskriminierungsstelle der Uni Göttingen oder zeigt euch solidarisch und engagiert euch selbst bei (studentischen) antirassistischen Initiativen, wie z.B. United against Racism oder dem BIPoC-Kollektiv. Wir im AStA sind auch jederzeit für euch da und werden alles in unserer Macht stehende tun, um euch zu unterstützen!

#WhiteSilenceIsViolence #JusticeForGeorgeFloyd #BlackLivesMatter

Du bist Poetryslamer*in? Der AStA sucht Dich für das fclr!

Liebe Poet*innen,

Der AStA der Uni Göttingen sucht Euch für unseren Poetryslam, den wir im Rahmen des „Festival Contre le Racisme“ (fclr) veranstalten wollen.

Was ist das Festival Contre le Racisme?

Das Festival Contre le Racisme ist eine Kampagne gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, mit dem Ziel, eine Plattform zur Diskussion, Reflexion und Bekämpfung von Rassismus zu bieten. Das Festival wird seit 2003 einmal jährlich an den deutschen Hochschulen durchgeführt. Koordiniert wird die Veranstaltung durch den Freien Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) und dem Bundesverband Ausländischer Studierender (BAS).

Normalerweise findet das Festival dezentral an den einzelnen Hochschulen statt. In Göttingen war das zuletzt 2017, mit dem letzten linken AStA. Da dieses Jahr erneut ein linker AStA gewählt wurde, war ziemlich schnell klar, dass wir uns wieder an der Kampagne des fzs beteiligen wollen und ein antirassistisches Campusfestival veranstalten möchten. Doch auf Grund der aktuellen Situation kann dieses nicht wie gewohnt auf dem Campus stattfinden, stattdessen wird es einen zentralen Livestream vom fzs geben, an dem sich der AStA der Uni Göttingen mit Beiträgen beteiligen wird.

Weitere Informationen zum Festival Contre le Racisme 2020 findet ihr hier.

Wie funktioniert der Poetry Slam?

Der Poetry Slam wird ein Teil des Festivals sein und auch über den zentralen Livestream abgespielt werden. Der Slam steht unter dem Motto des Festivals, weshalb sich eure Texte auch an diesem orientieren sollten.

Die Regeln lauten:

  1. Dein Text muss selbst geschrieben sein.
  2. Dein Text muss in irgendeiner Form das Thema „Antirassismus“ treffen
  3. Der Vortrag des Textes darf das Zeitlimit von 5 Minuten nicht überschreiten
  4. Kostüme und Requisiten (außer das eigene Textblatt) sind nicht erlaubt
  5. Es darf nicht überwiegend gesungen werden

Wie kann ich mitmachen?

Sende einfach ein Video von dir, wie du deinen Text vorträgst an fclr@asta.uni-goettingen.de. Die Einsendefrist geht bis zum 12.06.20. Wir werden anschließend unter allen eingesendeten Beiträgen zehn auslosen. Diese zehn Poet*innen laden wir dann ein, ihren Text nochmal, auf einer Bühne in Göttingen, vorzutragen.

Alle Teilnehmenden werden als Dankeschön einen kleinen Preis erhalten.

Wenn Ihr weitere Fragen zu dem Poetry Slam habt, schreibt uns gerne eine e-Mail. Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge von Euch!

Mit besten Grüßen,
Das Fclr-Team des AStAs

Neue Ordnung für E-Klausuren

Aufgrund der Corona-Beschränkungen hat der Senat eine Änderung der Allgemeinen Prüfungsordnung (APO) beschlossen und das Präsidium die „erhebliche Beeinträchtigung des Universitätsbetriebs” (aktuell bis zum 30.09.2020) erklärt. Die Änderungen betreffen euch, wenn ihr auf Bachelor- oder Masterabschluss hin studiert.

Wenn ihr die Änderungen im Volltext lesen möchtet, findet ihr sie hier (ab Seite 80).

Wir möchten euch mit diesem Text mitteilen, was jetzt Neues möglich ist und euch insbesondere auf eure Rechte hinweisen.
Mit den Änderungen ist es nun – solange die „erhebliche Beeinträchtigung” festgestellt ist – möglich, dass

  • Prüfungsvorleistungen »angemessen« geändert werden (z.B. Präsenzpflichten, Abgaben von Aufgaben) (vgl. § 22 (1) a)
  • Prüfungsformen geändert werden (mündliche Prüfung anstelle einer schriftlichen Prüfung oder anstelle von Präsentation, Referat, praktische Prüfung etc.) (vgl. § 22 (1) c). Wenn das passiert, müsst ihr spätestens 14 Tage vor dem Prüfungstermin darüber in Kenntnis gesetzt werden (vgl. § 22 (1) Satz 3).
  • Prüfungen und Klausuren online stattfinden.
  • Präsentationen, Referate, praktische Prüfungen oder fachspezifische Prüfungsformen, sofern ihr dem zustimmt, online durchgeführt werden (vgl. § 22 (1) b) sowie § 15 (8) Satz 11). Mündliche Prüfungen durften ohnehin online stattfinden; auch hier habt ihr jedoch eine Wahl und dürft entscheiden, ob ihr dem zustimmt (vgl. § 15 (8) Satz 11).
  • Abgaben von Hausarbeiten und Abschlussarbeiten über Flexnow stattfinden (vgl. § 22 (1) d)); ihr könnt euch also in diesem Fall sparen, nach Druckern zu suchen.
  • Ihr an Prüfungen teilnehmen könnt, auch wenn ihr beurlaubt seid (vgl. § 22 (1)).
  • Euch individuelle Prüfungsformen ermöglicht werden (z.B. mündliche Online-Prüfung), wenn ihr der Risikogruppe oder erweiterten Risikogruppe angehört, um die Gefahr einer Ansteckung zu minimieren (vgl. § 22 (1) Satz 7). Ihr gehört der erweiterten Risikogruppe bspw. an, wenn ihr Angehörige pflegt, die zur Risikogruppe gehören.

Die Neuerungen verändern nichts daran, dass ihr nach § 15 (8) an mündlichen Prüfungen anderer beobachtend teilnehmen dürft, wenn ihr ein berechtigtes Interesse habt (z.B. weil ihr demnächst selbst diese Prüfung ablegen möchtet) und die zu prüfende Person nicht widerspricht oder es die Umstände nicht zulassen (vgl. § 15 (8)). Bei Online-Prüfungen dürfte das also grundsätzlich möglich sein.

Eventuell werdet ihr zur Durchführung von Online-Klausuren dazu aufgefordert, Software auf eurem Gerät zu installieren, um beispielsweise Betrugsversuche zu entdecken (vgl. § 22 (1) Satz 6). Die Uni darf euch nach unserer Auffassung hierzu nicht zwingen bzw. nötigen; auf Antrag hin werden euch (nach Möglichkeit) Computer in Universitätsräumen zur Verfügung gestellt, damit ihr von dort aus an der Klausur dennoch teilnehmen könnt. Beachtet auch, dass Prüfungen und Prüfungsvorleistungen nicht via Zoom abgenommen werden dürfen (vgl. Stellungnahme der Senatskommission für Informationsmanagement vom 30.04.2020).

Als AStA sind wir der Meinung, dass das aktuelle Semester ein sehr irreguläres ist, welches unter besonderen Bedingungen stattfindet. Für die meisten ist die Situation schwierig, sei es durch eine vom Online-Semester verursachte höhere Arbeitsbelastung, Klausuren während der Vorlesungszeit oder finanzielle Krisen. Zusammen mit den beiden studentischen Senatorinnen haben wir daher auf Uni-, Landes- und Bundesebene dafür gekämpft, dass euch durch die aktuelle Situation keine Nachteile entstehen. Wir haben dabei einiges erreicht, wissen aber ganz klar, dass die Änderungen bisher eher punktuell Verbesserungen bringen.
Anstatt unseren Forderungen zu folgen und das Semester als das anzuerkennen, was es ist, nämlich ein irreguläres Semester, haben sich Politik und das Unipräsidium dazu ausgeschwiegen und das Semester nicht zum Solidar- bzw. Kann-Semester erklärt. Das bedeutet, dass das aktuelle Semester ganz regulär gewertet und auf die Regelstudienzeit angerechnet wird. Die Langzeitstudiengebühren werden in Niedersachsen nicht pauschal um ein Semester nach hinten verschoben oder endlich abgeschafft, sondern es ist ein Härtefallantrag notwendig, um diese erlassen zu bekommen.

Wir hoffen, dass für alle im Zusammenhang mit Corona auftretenden Probleme jetzt und auch langfristig über das Semester hinaus kulante Lösungen gefunden werden. Wenn das aber nicht klappt oder ihr weitere offene Fragen habt,wendet euch gerne an eure Fachschaft oder direkt an uns: wir werden euch in euren Anliegen unterstützen!
Bedenkt aber auch: die Situation ist für Dozierende und Studierende gleichermaßen schwierig – lasst uns daher miteinander diese Krise durchstehen, statt gegeneinander zu agieren.

Digitales Elterncafé

Am 08.05 veranstaltet das Sozialreferat um 14 Uhr gemeinsam mit dem FamilienService der Universität ein digitales Elterncafé. Dort werden nicht nur eure Fragen zur aktuellen Situation beantwortet, sondern ihr bekommt auch die nötige Unterstützung für Probleme jeglicher Art.

Interessiert? Anmelden könnt ihr euch per Mail: familienservice@zvw.uni-goettingen.de, den Zugangslink zur Videokonferenz bekommt ihr dann rechtzeitig ebenso per Mail.

Weitere Infos bekommt ihr auf Facebook.

Wir freuen uns auf euch!


Studium mit Kind in Zeiten von Corona

Die KiTas und Schulen haben zu, aber das digitale Semester ist in vollem Gange. Wie soll man nun Kind und Studium im Home- Office unter einen Hut bringen? Wir möchten euch in dieser Situation so gut wir können unterstützen.
Wir sind in ständigem Kontakt mit der Uni und dem Familienservice und haben elternspezifische Anliegen und Probleme im Blick.

Wie kommt Ihr mit der Vereinbarung von Studium und Kind zurecht? Sind eure Kurse flexibel genug gestaltet? Wie kann man euch das Studium während Covid-19 erleichtern?
Das Sozialreferat freut sich über eure Berichte und Eindrücke.

Darüber hinaus sind unsere Tipps:

  • Macht euere Dozent*innen auf eure Situation aufmerksam und sprecht flexible Lösungen mit ihnen ab. Bei Problemen mit Anwesenheitspflichten u.ä. kommt gerne auf uns zu!
  • Sprecht uns direkt an, bei allen Anliegen die ihr habt. Scheut euch nicht uns zu den Sprechzeiten anzurufen (alle Infos dazu hier), uns E-Mails zu schreiben oder mit uns Termine über BigBlueButton zu vereinbaren.
  • Nehmt Kontakt zu anderen Studierenden mit Kind auf. Es gibt eine Stud.IP Gruppe, einen E-Mail Verteiler vom Familienservice und eine Facebook-Gruppe
  • Tipps zum Homeoffice findet ihr sowohl auf der Seite der Uni als auch hier
  • Ideen zur Beschäftigung für eure Kinder gibt es hier

Wir hoffen, ihr kommt gut durch diese Zeit und wünschen euch alles Gute!

Telefonische Sozialsprechstunde

Unser Sozialreferat bietet ab morgen eine telefonische Sozialsprechstunde an. Unter der Nummer 0551-39 34566 könnt ihr die Sprechstunde in Anspruch nehmen. Ob BAföG, Studieren mit Kind, oder studentisches Wohnen: Die Sprechstunde bietet eine niedrigschwellige, kostenlose und vertrauensvolle Anlaufstelle für diverse Angelegenheiten im Studium!

Die Sprechzeiten sind:

Montag 12-14 Uhr
Mittwoch 10-12 Uhr
Donnerstag 14-16 Uhr

(Für das Telefonat können Kosten für den Festnetzanruf beim Netzbetreiber anfallen)

PRESSEMITTEILUNG: Das Sommersemester muss ein Solidarsemester werden!

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen gibt folgendes bekannt:

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen hat sich am Dienstag, den 07. April der Forderung nach einem Solidarsemester angeschlossen. Ein bundesweites Bündnis vieler großer Studierendenorganisationen hatte sich im Zuge der anhaltenden Covid-19-Pandemie gebildet, um gemeinsam Forderungen für eine gerechte Gestaltung des Sommersemesters an den deutschen Hochschulen zu erarbeiten. Gemeinsam rufen wir zu einem Sommer der Solidarität an den Hochschulen auf, in welchem Lehrende und Studierende gemeinsam die Herausforderungen der Krise angehen, strukturelle Entlastung gewährt und der Leistungsdruck ausgesetzt wird – von allen Seiten.

Sozialreferent Hauke Bruns erklärt hierzu: „Durch die aktuelle Krisensituation wird nochmals deutlich, in welch prekärer Lage sich viele Studierende befinden. Zwei Drittel aller Studierenden gehen einem Nebenjob nach, vielen von ihnen bricht jetzt ihre finanzielle Grundlage zusammen. Wir brauchen daher dringend einen leichteren Zugang für mehr Studierende zum BAföG. Die Förderungshöchstdauer sollte zudem um mindestens ein Semester verlängert werden. Für alle Studierenden, die nicht durch BAföG erreicht werden können, braucht es dringend einen Bund-Länder-Studierendenfond, der Soforthilfen bereitstellt.“
Finanzreferentin Pippa Schneider ergänzt: „Außer dem BAföG stehen Studierenden quasi keine Sozialleistungen zur Verfügung. Der Zugang zum ALG II sollte für die Dauer der Krise auch für Studierende geöffnet werden. Außerdem darf sich die aktuelle Situation nicht auf Krankenversicherung, Kindergeld und Waisenrenten auswirken. Die Altersgrenzen müssen hier also ebenfalls verlängert werden. Tätigkeiten im Rahmen der Pandemiebewältigung dürfen sich nicht negativ auf die Studiendauer auswirken und müssen gerecht entlohnt werden.“
Annika Hinz führt weiter aus: „Besonders für ausländische Studierende ist die Situation schwierig. Sie können häufig nicht zu ihren Familien zurückkehren und der Zugang zu BAföG und Sozialleistungen ist ihnen verwehrt. Wir fordern daher, dass ausländischen Studierenden Zugang zu BAföG erhalten und dass ihre Aufenthaltstitel unbürokratisch verlängert werden.”
Abschließend fasst Pippa Schneider zusammen: „Wir brauchen jetzt größtmögliche Flexibilität aller Akteur*innen. Studierendenwerke, Behörden, Prüfungsämter: Alle müssen daran mitwirken, dass sich die Covid-19-Pandemie nicht negativ auf die Studierenden auswirkt. In solidarischer Zusammenarbeit müssen die Studierenden bei allen Planungen der Hochschulen, der Länder und des Bundes beteiligt werden.“

AStA und studentische Senator* innen befinden sich bereits im Austausch mit wichtigen Akteur* innen der Universität um einen Teil der Forderungen in deren Semesterplanung zu integrieren. Hierzu soll demnächst weiteres kommuniziert werden.
Die Forderungen des Bündnisses im Detail: https://solidarsemester.de/
Eine digitale Pressekonferenz des Bündnisses findet statt am 09. April um 11 Uhr: https://solidarsemester.de/pressekonferenz/

PRESSEMITTEILUNG: Der AStA Göttingen fordert 3000€ Soforthilfe für Studierende von Bund und Ländern!

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Göttingen gibt folgendes bekannt:

Die Arbeitsgemeinschaft Niedersächsischer Studentenwerke (ARGE), in der die Geschäftsführer aller niedersächsischen Studierendenwerke vertreten sind, fordert vom Land einen Nothilfefond für Studierende. Dieser Nothilfefond soll eine Soforthilfe von 385€ pro Studierenden enthalten. Der AStA begrüßt diese Forderung, setzt sich allerdings für eine deutliche Erhöhung ein, die sich an den Lebenshaltungskosten orientieren.
Am 23. März wurde ein Nachtragshaushalt von 156 Mrd.€ auf Bundesebene beschlossen, um die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Folgen der Corona-Krise abzufangen. Die Studierenden sind in diesen Plänen jedoch nicht bedacht. 68% der Studierenden gehen neben dem Studium arbeiten. Mehr als die Hälfte von ihnen ist dabei auf diese Einnahmen zur Finanzierung des Studiums angewiesen. „Viele der Studierenden sind geringfügig beschäftigt und fallen bei einem Jobverlust infolge der Krise durch die Raster des Sozialsystems. Deshalb ist nun umso wichtiger eine finanzielle Soforthilfe für Studierende zu organisieren. Dabei sind wir auf Gelder des Bundes angewiesen“, so Hauke Bruns vom Göttinger AStA. „Wir begrüßen die Forderung der Studierendenwerke einer Soforthilfe von 385€. Allerdings reicht die Summe maximal dafür notwendige Zahlungen, wie die Miete zu bestreiten. Um langfristig existenzielle Bedrohungen konsequent abzuwenden, muss es daher Soforthilfe von 3000€ vom Bund für drei Monate, wie in der Petition gefordert, geben“ ergänzt Pippa Schneider vom AStA. Zudem dürfe es für die Zahlungen keine vorherige Bedürftigkeitsprüfung geben, denn jetzt zähle die Zeit. Schon jetzt seien die Ämter auf unabsehbare Zeit mit Anträgen beispielweise auf Kurzarbeitsgeld ausgelastet. Die geforderte bundesweite Lösung soll sich an dem in der Petition geforderten Vorschlag orientieren. „In Zeiten der Corona-Pandemie darf es nicht nur darum gehen, die Wirtschaft zu retten, sondern den Lebensunterhalt der Menschen zu gewährleisten. Wir machen uns für die Studierendenschaft, die besonders betroffen ist, stark! Unabhängig davon, muss es der Regierung darum gehen, alle Menschen zu unterstützen für die die Krise gravierende Konsequenzen hat“ schließt Paul Rouven Kiel vom AStA.

Link zur angesprochenen Petition:
https://www.openpetition.de/petition/online/soforthilfe-fuer-studierende-jetzt

Darlehensvergabe und COVID19

Aktuell ist eine Vergabe von Darlehen nicht möglich, auch nicht eletktronisch. Wir arbeiten schnellstmöglich an einer Lösung, die allerdings auch von den Vorgaben der Universität und den gesetzlichen Bestimmungen zu COVID 19 abhängt. Bei der Sozialberatung bekommt ihr per Mail Infos zu alternativen Finanzierungsquellen. Wir bitten um Verständnis.

At the moment the interest free student credits can unfortunately not be granted due to the current situation with COVID19. An electronic process is not possible either. We are trying to find a fast solution for this problem. Of course this will depend on the rules of the university leadership and the restrictions imposed by the government. You can still contact our social counseling via mail to inform yourself over alternatives. We ask for your understanding.

Der Vorsitzende
The Chairman