Stellungnahme zur Forderung: „Gute Lehre braucht Innovationen, Zeit, Geld und Anerkennung“

Stellungnahme des AStA Uni Göttingen zu der Forderung: „Gute Lehre braucht Innovationen, Zeit, Geld und Anerkennung“ des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft

Der AStA der Universität Göttingen begrüßt die Äußerungen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft zum Thema „Gute Lehre braucht Innovationen, Zeit, Geld und Anerkennung“ , sieht allerdings Verbesserungsbedarf bezüglich mehrerer Aspekte und stellt sich daher noch nicht in die Reihen der Unterzeichner des, mit den Äußerungen verbundenen, Unterstützungsausrufs des Stifterverbandes.

So sehen wir die Forderung bezüglich der Thematik „Innovation“ größtenteils begrüßenswert, da die didaktisch-methodischen Fähigkeiten der Lehrenden in zu vielen Fällen noch zu wünschen übrig lassen und Lehre zu oft als lästiges Anhängsel einer Professur wahrgenommen wird.

Kritisch sehen wir die Forderung nach der Schaffung reiner Lehre bzw. Forschungsprofessuren. Lehre und Forschung müssen in einem gegenseitigen und kontinuierlichen Abhängigkeitsverhältnis stehen und als zusammenhängender Komplex verstanden werden, der langfristig und zielgerichtet gefördert und honoriert werden muss. Maßvollen Deputatsreduktionen zur Erarbeitung bzw. Erprobung neuer didaktischer Ansätze stehen wir offen gegenüber. Die Reduktionen müssen aber kompensiert werden und dürfen nicht auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen werden.

Bei der Frage nach der Finanzierung sehen auch wir die Notwendigkeit nach mehr finanziellen Mitteln im Bereich der didaktisch-methodischen Weiterbildung. Jedoch lehnen wir die Schaffung zusätzlicher Förderprogramme, für die immer weitere Anträge geschrieben werden müssen und die dadurch einen immensen Verwaltungsaufwand verursachen, ab. Die Lehre benötigt eine dauerhafte und für die Breite angelegte Finanzierung statt ständig neuer Förderprogramme.

Als letzten Punkt zum Erreichen einer besseren und innovativen Lehre und Ihrer entsprechenden Honorierung, sehen wir die Notwendigkeit stärkerer Evaluations- und Feedbacksysteme. Nur durch einen solchen intensiven Austausch ist eine Verbesserung der Lehre und eine entsprechende Honorierung von guter Lehre überhaupt möglich.
Diese muss jedoch dauerhaft und in der Breite angelegt sein. Neue Förderprogramme lehnen wir dagegen ab.

Darüber hinaus fordern wir eine gleichwertige Anerkennung von Lehre und Forschung. Bisher ist die Lehre oftmals nur ein Anhängsel der Forschung.Der AStA möchte hierbei deutlich auf die gegenseitige Abhängigkeit von guter Lehre und Forschung hinweisen.
Beide Bereiche müssen dabei als ein zusammenhängender Komplex verstanden werden, der langfristig und zielgerichtet gefördert und honoriert werden muss. Eine Abkopplung der Lehre von der Forschung lehnen wir entschieden ab.

Eine wichtige Forderung stellt hierbei auch die stärkere Einbindung aktueller Forschungsergebnisse in die Lehre – auch im Hinblick auf eine stärkere Praxisorientierung der Lehre – sowie die frühzeitige Möglichkeit für Studierende praktische Erfahrung im Rahmen von Forschungsprojekten zu sammeln dar. Zudem begrüßt der AStA eine stärkere Einbindung von externer Wissenschaftlern bzw. Wissenschaftlerinnen, z.B. benachbarter außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, in die universitäre Lehre.

Bewerbungszeitraum Masterstudiengänge

Ab morgen habt Ihr die Möglichkeit Euch für die Masterstudiengänge zum WiSe 2014/2015 an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät zu bewerben. Der Bewerbungszeitraum läuft vom 06.04. – 15.05.14.
Für Lehramts-Studierende läuft die Bewerbungsfrist für den „Master of Education“ bis zum 15.08.14

An der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät hat der Bewerbungszeitraum bereits am 01.04. begonnen und dauert ebenfalls bis zum 15.05.14 an.

Erste Grundsteine für eine nachhaltige Zukunft

Heute auf shz.de… die Uni Göttingen setzt erste Grundsteine für eine nachhaltige Zukunft!

„Universität Göttingen startet Studium Oecologicum

Ab dem Sommersemester 2014 bietet die Universität Göttingen neu das Studium Oecologicum an. Studierende aller Fächer können dann Vorlesungen zum Thema Nachhaltigkeit belegen und am Ende ein Zertifikat erwerben, teilt die Universität mit. Zum Kursangebot gehören Themen wie Klimawandel oder steigende Ressourcenknappheit. Eine Anrechnung der erworbenen Scheine als Schlüsselqualifikation ist möglich. „

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Pressemitteilung: AStA Uni Göttingen fordert erneut Aufhebung des Kooperationsverbots

Angesichts der erneut aufflammenden Diskussion um das so genannte Kooperationsverbot erneuert der AStA seine Forderung nach dessen vollständiger Aufhebung und appelliert an die Bundesregierung sowie die Bundestagsfraktionen, zeitnah einen Gesetzentwurf auszuarbeiten.

Bis 2006 war die Finanzierung der bundesdeutschen Hochschulen eine Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern. Im Zuge der Entflechtung der jeweiligen Kompetenzen erhielten die Länder zusätzliche Regelungskompetenzen im Hochschulbereich und im gleichen Zug wurde die dauerhafte Gemeinschaftsfinanzierung des Hochschulsystems aufgegeben. Seitdem sind ausschließlich die Länder für die Hochschulfinanzierung zuständig, lediglich an befristeten Programmen darf sich der Bund beteiligen. „Dies hat jedoch die Länder vor massive Herausforderungen gestellt“, so AStA-Hochschulreferent Christian Cordts,“ da sie oftmals nicht über ausreichende Mittel verfügen, um angesichts stetig steigender Studierendenzahlen eine solide Ausfinanzierung ihrer Hochschulen zu ermöglichen.“Die finanzielle Schieflage der Hochschulen führt z.B. zu Vorlesungen in Kinosälen, massenhaften Klagen abgewiesener Studienbewerber, Schließungsdebatten um ganze Fachbereiche oder seit den 60er Jahren nicht mehr sanierten Lehrräumen. Dies darf kein dauerhafter Zustand sein.“

Jonas Richter, Außenreferent des AStA, fordert: „Das Kooperationsverbot muss endlich aufgehoben und die breite und langfristige Ausfinanzierung der Hochschulen wieder Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern werden! Nur so kann gewährleistet werden, dass an allen bundesdeutschen Hochschulen genügend finanzielle Mittel zur Erfüllung ihrer grundständigen Aufgaben in Lehre und Forschung zur Verfügung stehen.“

AStA Uni Göttingen, 02. April. 2014

AStA Uni Göttingen fordert erneut Aufhebung des Kooperationsverbots (02.04.2014)

Pressemitteilung: AStA kritisiert Uni: falsche Prioritätensetztung zu Lasten der Studierenden. 2,3 Mio Euro für Tagungszentrum trotz fehlender Mittel für Lehre und Studium

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass die Universität die seit 2009 nicht mehr genutzte Mensa am Wilhelmsplatz zu einem Tagungszentrum mit 400 Plätzen umbauen möchte. Kostenpunkt der Baumaßnahme: rund 2,3 Millionen €.

Die neueste Baumaßnahme der Universität löste im Allgemeinen Studierendenausschuss Unverständnis aus. Elena Hammoud, Vorsitzende des AStA, erläutert: „Der AStA zweifelt die Sinnhaftigkeit des Tagungszentrums an. Die Uni verfügt bereits jetzt über große Tagungskapazitäten, zum. Beispiel. durch die Sternwarte. Auch wird das Zentrale Hörsaalgebäude öfter für Tagungen genutzt. Da die aktuelle Infrastruktur bereits vielfältige Tagungen ermöglicht, erschließt sich uns nicht die Notwendigkeit eines teuren Umbaus der alten Mensa.“

Die Sozialreferentin Barbara Zeyer hat kein Verständnis für die aktuelle Maßnahme des Präsidiums: „Mich verwundert die Prioritätensetzung der Universität, wenn ich daran denke, dass es an dieser Universität kaum ausreichende Kinderbetreuung gibt, geschweige denn die Möglichkeit mit Kindern optimal zu studieren. Für die wenigen Maßnahmen, die es gibt, müssen die Studierenden mit ihren Studienbeiträgen selber aufkommen, weil auf zentraler Ebene das Geld lieber für Prestigeobjekte verwendet wird.“

„Da wir nun wissen, dass die Universität etwa 2,3 Millionen in ein zweifelhaftes Tagungszentrum investieren kann, dürfen die Studierenden voller Hoffnung sein, dass auch der aktuelle Fehlbetrag für das Lern- und Studiengebäude am Zentralcampus doch aus Präsidiumsmitteln ausgeglichen wird. Weiterhin dürften damit seit Jahrzehnten nicht sanierte Hörsäle sowie marode Toilettenanlagen der Vergangenheit angehören“, erläutert Finanzreferent Christopher Stoll.

Der AStA fordert, dass das Präsidium gegenüber den Studierenden künftig mehr Transparenz über vorhandene Mittel schafft.

AStA Uni Göttingen, 25. März 2014

AStA kritisiert Uni: falsche Prioritätensetztung zu Lasten der Studierenden (25.03.2014)

Weltfrauentag

Der AStA der Universität Göttingen wünscht einen schönen Weltfrauentag.

Aus diesem Anlass möchten wir noch einmal auf die Problematik der Frauenquote unter HochschullehrerInnen an deutschen Universitäten aufmerksam machen, welche mit 20% noch immer zu gering ist.

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Pressemitteilung: Neuer AStA gewählt

Auf der konstituierenden Sitzung des Studierendenparlaments wurden am 27. / 28.02. die Kandidatinnen und Kandidaten der neuen Koalition aus der Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF), Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sowie Unabhängigen Medizinern (UM) gewählt.

Neue AStA-Vorsitzende ist Elena Rasmije Hammoud (ADF), Sozialreferentin Barbara Zeyer (ADF). Das Finanzreferat übernimmt Christopher Stoll (RCDS), das Hochschulreferat Christian Cordts (ADF). Das Außenreferat wird von Jonas Richter (ADF) besetzt. Die Wahlen zu den Referaten für Kultur sowie Öffentlichkeitsarbeit mussten aus Zeitgründen leider vertagt werden und werden auf der kommenden StuPa-Sitzung nachgeholt.

Der neue AStA wird sich in der kommenden Legislatur für viele verschiedene Anliegen einsetzen, z.B. eine Erhöhung der BAföG-Sätze, die sinnvolle Verwendung der Studienqualitätsmittel, verstärkte Internationalisierung, Preisstabilität beim Semesterticket etc. Christian Cordts (ADF) erläutert: „Eines meiner Kernanliegen wird die Erweiterung des Hochschulzugangs sein. Ich werde mich sowohl für größere Kapazitäten stark nachgefragter Studiengänge als auch für offene Masterzugänge engagieren.“

Doch nicht nur in diesem Themenfeld wird der AStA aktiv sein. Barbara Zeyer (ADF): „Mir liegt besonders die Wohnraumproblematik am Herzen. Bezahlbarer Wohnraum wird in Göttingen immer knapper. Gemeinsam mit der Stadt und dem Studentenwerk soll nach Lösungen gesucht werden, damit Wohnraum für alle Studierenden bezahlbar bleibt. Weiterhin strebt der AStA an, dass zu Beginn des Wintersemesters wieder Notunterkünfte für Erstsemester vorgehalten werden, um so die Wohnungsnot zu Semesterbeginn ein Stück weit zu lindern.“

Abseits dessen wird der AStA auch weiterhin aktive Kulturarbeit leisten. Christopher Stoll (RCDS) führt aus: „Uns ist wichtig, dass der AStA über ein breites Kulturangebot verfügt, welches  möglichst alle Studierenden anspricht. Zudem möchten wir zur politischen Bildung der Studierenden beitragen, z.B. durch das Anbieten von Podiumsdiskussionen oder abwechslungsreichen Vortragsreihen.“

AStA Uni Göttingen, 4. März 2014

Neuer AStA gewählt (04.03.2014)