Digitalisierung

Der AStA setzt sich für die Digitalisierung an der Universität Göttingen ein. Als Schwerpunktthema stehen dabei vor allem das digitale Lehren und Lernen im Vordergrund, um mit digitalen Möglichkeiten sowohl das Studium für euch zu flexibilisieren und an individuelle Bedürfnisse anzupassen als auch hervorragende Lehrqualität mit innovativen Lernmethoden sicherstellen zu können.

Rene Rahrt ist der Beauftragte für Digitalisierung und entwickelt zusammen mit dem Hochschulreferenten John F. Brüne Konzepte für ein digitales Studium. Insbesondere ist auch die Zusammenarbeit mit den Fachschaften, Hochschulgruppen und allen interessierten Studierenden angedacht, um ein möglichst breites Meinungsbild über studentische Belange bei der Digitalisierung abbilden zu können. Im engen Austausch mit der Abteilung für Digitales Lehren und Lernen der Universität sollen so eure Ideen in konkrete Projekte umgesetzt werden können.

Für Fragen oder Ideen könnt ihr euch gerne an Rene wenden unter digitales@asta.uni-goettingen.de.

Unsere Projekte und Themen

Ausweitung digitaler Lernangebote

Euer Studium ist vielfältig und individuell. Wir werden daher zusammen mit der Universität das Angebot von digitalen und Online-Lernangeboten in den verschiedenen Fächern vorantreiben, damit ihr euer Studium in Ort und Zeit flexibel gestalten könnt. Denn wir sind der Überzeugung, dass Präsenzlehre wesentlich durch weiterführende Online-Angebote angereichert werden kann. Konkret werden wir uns für die Ausweitung der Vorlesungsaufzeichnungen, von Online-Kursen und -Übungen und die Bereitstellung von digitalen Zusatzangeboten für die verschiedenen Fachdisziplinen einsetzen.

Übersicht zu Lehrveranstaltungen zu Digital- und Datenkompetenzen

Der digitale Wandel verändert die gesamte Gesellschaft und auch die Arbeitswelt der Zukunft. Als Vorbereitung darauf sehen wir die Notwendigkeit, dass bereits in der Hochschule wesentliche Digital- und Datenkompetenzen vermittelt werden. Gemeinsam mit der Universität wollen wir daher Lehrveranstaltungen für digitale und datenorientierte Kompetenzen entwickeln. Bis zu einer festen Verankerung von wesentlichen Inhalten und Methoden in den verschiedenen Studiengängen bieten wir euch daher eine Übersicht über ausgewählte interessante Lehrveranstaltungen an der Universität an, mit denen ihr bereits jetzt wichtiges Fachwissen und Erfahrungen sammeln könnt.

Die Übersichten:

Module für Digitalkompetenzen

Future Skills

    Datenschutz für Studierende

    In einer digitalisierten Welt fällt dem Schutz deiner Daten eine besondere Bedeutung zu. Mit der Einführung der DSGVO nimmt die Bedeutung des Themas besonders zu. Für die Sicherheit eurer Daten setzen wir uns daher besonders ein. Dazu möchten wir euch gerne auch Tipps für den Datenschutz als Studierende und Verbrauchende mit auf den Weg geben. Seht euch dazu die unten stehenden Tipps zum Datenschutz-Dienstag an.

    Datenschutz Dienstag
    Datenschutz Dienstag: Alles auf einen Blick: Datenschutz-Tipps für Studierende

    1.) Zugriffsrechte von Apps einschränken

    → Für fast jeden erdenklichen Zweck gibt es Apps für das Smartphone. Manche dieser Apps sind sogar kostenlos. Ein einfacher Tipp, um zu vermeiden, dass unnötigerweise personenbezogene Daten von euch erhoben werden, ist es, in den Einstellungen eures Smartphones die Zugriffs-rechte der Apps zu überprüfen und ggf. einzuschränken. Oftmals können Apps auf die Kontakte oder den Standort zugreifen, auch wenn das für die Funktion der App überhaupt nicht notwendig ist. Daher empfehlen wir euch, mal in den Einstellungen vorbeizuschauen. Auch die Browser-Apps auf eurem Smartphone können viele Daten erheben und speichern, wenn ihr im Internet surft. Regelmäßiges Löschen der Browser-Daten oder die Nutzung der Browser im Incognito-Modus kann bei der Datenvermeidung helfen.


    2.) Persönliche Einstellungen in sozialen Medien überprüfen

    → In sozialen Medien fallen naturgemäß viele persönliche Daten an. Neben einem reflektierten Verhalten beim Erstellen und Veröffentlichen von Posts könnt ihr auch in den Einstellungen des sozialen Mediums eure Daten schützen und die Erhebung mancher Daten vermeiden. Klickt euch dazu mal durch die Einstellungen eurer Social Media-Plattformen und überlegt bei den einzelnen Einstellungsmöglichkeiten, welche die sinnvollere für euch ist. Oft sind die Plattformen so angelegt, dass als Default viele Daten erhoben werden, deren Erhebung und Nutzung ihr erst durch Deaktivierung der Einstellung widersprechen könnt. Die Überprüfung der Einstellungen kostet auch nicht übermäßig viel Zeit.


    3.) Unterschiedliche Suchmaschinen verwenden

    → Manche Anbieter von Suchmaschinen legen Profile von euch hinsichtlich eures Such- und Surf-verhaltens an, insbesondere dann, wenn ihr in einem Konto des entsprechenden Anbieters an-gemeldet seid. Um diese Erhebung der Daten über euer persönliches Suchverhalten zu vermei-den, solltet ihr auf die Anmeldung verzichten und den Incognito-Modus eures Browsers nutzen. Den Anbietern von Suchmaschinen könnt ihr das Erkennen von Mustern durch die Analyse eures Suchverhaltens erschweren, indem ihr unterschiedliche Suchmaschinen verwendet. Als Tipp zum Klimaschutz und für mehr Nachhaltigkeit: Die Suchmaschine ecosia mit Sitz in Berlin finanziert aus seinen Einnahmen das Pflanzen von Bäumen: ecosia.org


    4.) Vertrauenswürdige Dienstleister nutzen


    → Eure Daten könnt ihr schützen, indem ihr für die Bearbeitung und Speicherung eurer Daten die vielen digitalen Tools der Universität, der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) und weiterer Partner nutzt und auf die Services von kommerziellen Drittanbietern verzichtet. Diese digitalen Dienste für den Campus verfügen über einen gleich-wertigen Funktionsumfang wie die der Drittanbieter. Der wesentliche Vorteil ist aber, dass eure Daten auf sicheren Servern in Göttingen oder Deutschland liegen und nicht für gewerbliche Zwecke anonym oder personenbezogen ausgelesen und ausgewertet werden. Darüber hinaus besteht so auch Rechtssicherheit für euch. Hier stellen wir euch eine Übersicht spannender digitaler Services für Studierende zur Verfügung.


    5.) Sichere Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung verwenden

    → Ein weiterer Tipp für die sichere Datenverarbeitung ist offensichtlich, sollte trotzdem immer wieder Erwähnung finden. Die Wahl eurer Passwörter ist entscheidend für die Sicherheit eurer Daten. Darum sind lange Passwörter aus unterschiedlichen Buchstaben-, Zahlen- und Zei-chenkombinationen empfehlenswert. Ihr solltet auch nicht die gleichen zwei, drei Passwörter für alle eure Dienste verwenden.
    Darüber hinaus bieten viele Online-Dienste mittlerweile auch die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Das Prinzip dieser doppelten Zugangskontrolle beruht darauf, dass ihr euch zunächst mit eurem Nutzernamen und Passwort anmeldet und als zusätzliches Identifizierungs-kriterium einen Authentifizierungscode (per Mail, SMS oder über eine App) erhaltet, der den Zugang zum Service schließlich erst ermöglicht.


    6.) Datenauskunftsersuchen und Recht auf Löschung nutzen

    → Im Laufe eines Lebens sammeln sich viele personenbezogene Daten bei verschiedenen Anbie-tern an. Ihr wollt wissen, welche personenbezogenen Daten über euch eine Einrichtung besitzt? Dann solltet ihr ein Datenauskunftsersuchen nach Art. 15 EU-DSGVO an den Betrieb oder die Behörde stellen. Die Einrichtung muss euch dann innerhalb von vier Wochen eine Zusammen-stellung eurer personenbezogenen Daten zukommen lassen.
    Solltet ihr euch dann dazu entscheiden, dass diese Einrichtung eure Daten nicht mehr speichern oder nutzen darf, könnt ihr nach Art. 17 EU-DSGVO die Löschung der personenbezogenen Daten verlangen oder nach Art. 18 EU-DSGVO die Verarbeitung einschränken lassen, sofern die Daten nicht aufgrund von Gesetzen besonderen Regelungen unterliegen.
    Weitere Betroffenenrechte findet ihr in den Artikeln 12 bis 23 der EU-DSGVO. Neben der Daten-schutz-Grundverordnung der EU ist auch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ein wichtiger Rechtstext zum Datenschutz.


    7.) Die richtigen Ansprechpersonen kennen

    → Datenschutz kann komplex und schwer verständlich sein. Daher ist es hilfreich, die richtigen Ansprechpersonen zu kennen. Generell könnt ihr euch als Konsument oder Konsumentin in ers-ter Instanz an die zuständigen behördlichen oder betrieblichen Datenschutzbeauftragten der Einrichtung oder des Unternehmens wenden (oftmals erreichbar unter daten-schutz@einrichtung.de). Bei fehlender Kooperation oder Missachtung eurer Betroffenenrechte ist in zweiter Instanz die Landesdatenschutzbeauftragte Niedersachsen zuständig. Mehr dazu auf https://www.lfd.niedersachsen.de/startseite/
    Wenn ihr Fragen zum Datenschutz für euch als Studierende gegenüber der Universität habt, könnt ihr die studentischen Datenschutzbeauftragten und die Datenschutzbeauftragten der Uni-versität kontaktieren. Ihr seid eine Hochschulgruppe oder möchtet eure Datenschutzrechte ge-genüber der Studierendenschaft kennen, dann wendet euch an den Datenschutzbeauftragten der Studierendenschaft. Alle Kontaktdaten findet ihr unter https://www.uni-goettingen.de/de/576209.html


    Buzzwords of Digitization

    1.) Blockchain

    → Blockchain bezeichnet ein System, in welchem Daten dezentral in Blöcken, das sind Datensätze mit Zeitstempel und kryptographisch sicheren Hashes, aneinander gekettet werden. Die Blockchain lässt sich dabei beliebig erweitern. Ist ein Datenblock komplett, schließt sich der nächste an. Hierbei bauen die Datensätze jeweils aufeinander auf.

    Blockchains werden im Wesentlichen für dezentrale Buchführungssysteme genutzt sowie als technische Basis für Kryptowährungen. Anwendungspotentiale von Blockchains gibt es mannigfaltige. So kann es die Grundlage beispielsweise für eine elektronische Gesundheitsakte sein. Hierbei könnte durch das Sammeln von Daten in einer Blockchain jedoch auch das Risiko bestehen, dass diese Daten in einer für den Patienten negativen Weise an andere weitergeleitet werden.

    Auch in der Digitalisierung der Wissenschaft können Blockchains eine tragende Rolle spielen, beim dezentralen Anlegen wissenschaftlicher Datensätze über eine Universität hinaus etwa.


    2.) Internet of Things

    → InternetofThings (IoT) beschreibt das Phänomen, dass Dinge durch implementierte Computer in der Lage sind, sich selbstständig miteinander zu vernetzen und so ein internes Netzwerk zu bilden. Die Dinge sind somit in der Lage, Informationen aus der Außenwelt zu erfassen und zu verarbeiten sowie dem Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

    Ein klassisches Beispiel hierfür ist die Paketverfolgung, bei welchem es der Post durch einen Sensor im Paket möglich sein kann, dieses zu verfolgen und die entsprechende Information an den Empfänger weiter zu geben. IoT hat somit das Potential, den Arbeitsalltag deutlich zu erleichtern und weniger kompliziert zu gestalten. Ebenso bietet es großartige Möglichkeiten zur Erleichterung gerade naturwissenschaftlicher Forschung.

    Risiken beim #IoT liegen beispielsweise darin, dass Hacker die Möglichkeit haben praktisch jeden Lebensbereich zu manipulieren. Dabei könnten sie ganze Organisationsstrukturen angreifen, was massive Einflüsse auf den Alltag haben könnte.


    3.) Industrie 4.0

    → Industrie 4.0 ist ein Überbegriff für die Verbindung moderner Informations- und Kommunikationstechnik mit industrieller Produktion. Das Wort bezieht sich dabei auf die vierte industrielle Revolution. Dabei spielt auch das Internet of Things (IoT) eine große Rolle, da es ganz wesentlich dabei um das Schaffen von Produktionsnetzwerken geht, in denen bereits in der Produktion durch Kommunikation der an dem Produktionsprozess Beteiligten Mehrwerte geschaffen werden. So soll eine selbstorganisierte Produktion möglich werden.

    Industrie 4.0 hat zum Ziel, die deutsche Wirtschaft zukunftsfähig zu machen. Hierfür ist besonderer Input der Wissenschaft von Nöten, welche in diesem Prozess sowohl Motor als auch Profiteur sein wird. Industrie 4.0 sollte auch gerade in der naturwissenschaftlichen Forschung Einzug finden, um die Zukunftsfähigkeit des Hochschulstandortes zu gewährleisten.

    Die größten Probleme hierbei liegen bei den Themen Datensicherheit und Eigentum an Daten. Hieraus ergeben sich sowohl technische als auch juristische Herausforderungen bzgl. der Datensicherheit der Bürger, auf welche bisher nicht vollumfänglich Antworten gefunden werden konnten.


    4.) Cloud Computing


    → Cloud Computing ist die Verwendung von Online-Applikationen über ein Rechnernetz im Internet. Hierbei kann beispielsweise Speicherplatz über das Netz genutzt werden anstatt auf dem Rechner. Besagter Speicher befindet sich dann in der „Cloud“.

    Die Anwendung von Cloud Computing in der Wirtschaft ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit. Neben Vorteilen in der Praktikabilität finden sich auch wirtschaftliche Vorzüge, da sich durch Cloud Computing Hard- und Softwarekapazitäten einsparen lassen. Diese positiven Effekte lassen sich für Wirtschaft und Wissenschaft nutzen.

    Problematisch beim Cloud Computing ist, dass Administratoren des Cloud-Anbieters Zugriff auf die Nutzerdaten während der Verarbeitung haben. Dieses Problem ist bis heute technisch nicht befriedigend gelöst. Dies kann auch zu Datenmissbrauch führen. Dennoch ist Cloud Computing eine innovative Technik, welche im Wirtschaftsleben der Zukunft nicht hinwegzudenken sein wird.

     


    Konzeptpapier Digitalisierung

    Wie wir für euch die Digitalisierung an unserer Universität gestalten, stellen wir in unserem Konzeptpapier Digitalisierung dar. Es wurde im Sommer 2018 entwickelt und ist die Grundlage für die Zusammenarbeit mit der Universität im digitalen Bereich. Der Fokus unseres Engagements liegt insbesondere auf dem digitalen Lernen und Studieren. Einen Überblick findet ihr in dieser kurzen Präsentation, das ausführliche Konzeptpapier hier:

    Konzeptpapier Digitalisierung im Überblick

    Konzeptpapier Digitalisierung ausführlich

    Unsere Kollaborationsformate

    Offener Arbeitskreis Digitalisierung und Datenschutz in der studentischen Selbstverwaltung
    Auch die Studierendenschaft ist vom digitalen Wandel betroffen und setzt sich daher mit den Chancen und Risiken der Digitalisierung und des Datenschutzes auseinander. Dazu organisiert der AStA monatlich den offenen Arbeitskreis Digitalisierung und Datenschutz in der studentischen Selbstverwaltung, in dem Konzepte entwickelt werden sollen, wie die Prozesse und Strukturen in der studentischen Selbstverwaltung digital und datensicher gestaltet werden können. Der AK bearbeitet dabei sechs Work Packages nacheinander: Online-Hochschulwahlen, Webpräsenzen und Datenschutz, Digitale Tools, Digitale Finanzbuchhaltung und Finanzverwaltung, IT-Sicherheit und Datenschutzgestaltung, Digitale Kommunikation. Die hochschulöffentlichen Treffen des Arbeitskreises finden in der Regel am letzten Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr im AStA (Sitzungssaal, 1. OG) statt. Wir weisen immer noch vorab explizit auf die Treffen hin.
    Forum Digitales
    Zum Austausch zwischen Studierenden über Themen der Digitalisierung und vor allem digitales Lehren und Lernen veranstalten wir das Forum Digitales. Wir laden euch einmal im Semester zum offenen Treffen über eure Wünsche und Ideen für ein digitales Studium ein. Das Forum soll sowohl Ort dafür sein, dass wir euch über unsere aktuellen Projekte für einen digitalen Campus informieren, als auch dass ihr uns eure Ideen und Wünsche mitteilen könnt. Eingeladen sind ganz ausdrücklich alle Studierenden, die sich für das Thema Digitalisierung interessieren.
    Think Tank Digitalisierung in Studium und Lehre
    Auf Initiative des AStA wurde der Think Tank Digitalisierung in Studium und Lehre gebildet, in dem Studierende, Dozierende und Mitarbeitende zusammen Konzepte für die digitale Lehre und ein digitales Studium entwickeln sollen. Wir wollen sowohl die Curricula weiterentwickeln als auch Infrastruktur und Services für ein digitales Studium voranbringen. Weitere Informationen dazu findet ihr auf dieser Seite.