Erster Erfolg im Streit um die Mieterhöhungen des Studentenwerks: Härtefallfond in Höhe von 20.000€ für alle Verlängerungsgründe

Durch die kontinuierliche Arbeit des AStA der Uni Göttingen und des Bündnisses Wohnheime gegen Mieterhöhungen konnte ein erster Erfolg im Streit um die Mieterhöhung in den Wohnheimen des Studentenwerks erzielt werden.

Alle Personen, die ihre Wohnzeit beim Studentenwerk verlängern und deswegen einen neuen Mietvertrag unterschreiben müssen, können nun einen Antrag beim Sozialwerk stellen und die Differenz zu ihrer alten Miete, die durch die allgemeinen Mieterhöhungen seit Anfang des Jahres entstanden ist, zurückerhalten. Dies gilt für alle Verlängerungsgründe, also neben der Nicht-Anrechnung von Wohnzeit für die Tätigkeit in der Wohnheimselbstverwaltung und reguläre Härtefallanträge, auch für erst jetzt umgesetzte Umzugsanträge und Verlängerungen von WG-Nachzügler*innen.

Nikolai Palmer, Sozialreferent beim AStA, erklärt dazu: „Wir freuen uns, dass hier eine dringend benötigte Übergangslösung gefunden wurde, um eine Mehrbelastung bereits in den Wohnheimen wohnender Studierender zu vermeiden.“

Die Einrichtung eines solchen Fonds war nötig geworden, nachdem das Studentenwerk Anfang des Jahres 2017 nicht nur die Mieten drastisch erhöht hatte, sondern auch das bisherige Verlängerungsverfahren umgestellt hatte, so dass Bewohner*innen bei Verlängerungen einen neuen Mietvertrag mit der höheren Miete unterschreiben müssen.

„Die Einrichtung eines solchen Härtefallfonds kann nur ein erster Schritt und eine vorübergehende Lösung sein. Wir werden uns weiter gemeinsam mit dem Bündnis Wohnheime gegen Mieterhöhungen dafür einsetzen, dass die Mieterhöhungen vollständig zurückgenommen werden und studentisches Wohnen wieder bezahlbar wird“, erklärt Friedrich Paun, Außenreferent des AStA, abschließend.

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