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SUMMARY:Input & Diskussion: Kapitalismus - Eine Wissensgesellschaft: Neue Perspektiven auf emanzipatorische Kämpfe an der Universität
DESCRIPTION:Wir erleben derzeit einen erschreckenden Backlash in Bezug auf die wirtschaftlichen\, sozialen und politischen Rechte weiter Teile der Bevölkerung – nicht nur in Europa\, sondern in einer globalen Dimension. Gleichzeitig scheint die politische Linke in Schreckstarre verfallen zu sein und sich an der Reanimation politischer Strategien zu versuchen\, deren Scheitern die linke Geschichte seit 100 Jahren begleitet. Während linke Politik seit Jahrzehnten in der Defensive ist\, erleben wir derzeit ein Revival der Vorstellung\, die „Arbeiter:innenklasse“ solle den Karren aus dem Dreck ziehen. Nach Jahrzehnten der Dekonstruktion und der Sprachpolitik sollen nun die „echten“\, die „ökonomischen“ und „materiellen“ Widersprüche auf die Tagesordnung gesetzt werden. \n  \nDoch diese Strategie muss scheitern. So richtig die Beobachtung ist\, dass es wichtig wäre\, die realen gesellschaftlichen Widersprüche und die sozialen Herausforderungen\, denen sich die Menschen gegenübergestellt sehen\, in den Mittelpunkt linker Politik zu stellen − so falsch ist doch zugleich die Annahme\, diese ließen sich als Verhältnis zwischen Proletariat und Bourgeoisie\, zwischen Ausgebeuteten und Ausbeutenden sinnvoll verstehen. \n  \nUnabhängig davon\, was Linke sich einzureden versuchen\, hat es sich bei den berüchtigten „Klassenkämpfen“ nie um mehr als systemimmanente Auseinandersetzungen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Absicherung einer bestimmten Gruppe von Warenbesitzer:innen gehandelt. Bereits Marx bestimmte Klassenkämpfe präzise als Auseinandersetzung zwischen den Verkäufer:innen der Ware Arbeitskraft und den Verkäufer:innen der von den Arbeiter:innen produzierten industriellen Waren. \n  \nUnbemerkt von der linken politischen Praxis haben sich die gesellschaftlichen Verhältnisse jedoch grundlegend verschoben. Dabei spielen auch die Universitäten und das Wissen\, das in ihnen produziert wird\, eine wichtigere\, aber doppeldeutige Rolle. Im „neuen Kapitalismus“ verläuft der zentrale Konflikt schon lange nicht mehr zwischen Kapital und Arbeit\, sondern zwischen den Bedürfnissen der Menschen und dem Zwang\, sie nur durch Kauf und Verkauf von Waren befriedigen zu müssen. \n  \nDoch wie kann eine emanzipatorische Bewegungspraxis jenseits tradierter und wenig überzeugender Konzepte aus der marxistischen Mottenkiste aussehen? Erst wenn wir die Verfasstheit der Gesellschaft als kapitalistische Warengesellschaft in den Blick nehmen und unsere Kämpfe vom Standpunkt der Überwindung dieser Zwänge verstehen\, werden sich die notwendigen emanzipatorischen Kämpfe erfolgreich führen lassen. \n  \nIm Anschluss an die Überlegungen aus dem Uni-Reader „Verstehen oder Verkaufen“ sollen in dieser Veranstaltung einige grundlegende Überlegungen vorgestellt werden\, die helfen können\, zu einer solchen kritischen Praxis zu gelangen. Wir hoffen\, nach einem kurzen Input des Referenten eine sehr grundsätzliche Diskussion über die Perspektiven emanzipatorischer Kämpfe im 21. Jahrhundert führen zu können.
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