Pressemitteilung: Göttingen: Kein Platz für Nazis und ihre Freund*innen

AStA ruft zu Widerstand gegen Kundgebung des völkischen „Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen“ auf

Der rechtsextreme Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen hat für den kommenden Sonntag (31.07.), um 19 Uhr, eine Mahnwache unter dem Motto „Ausländerkriminalität stoppen – Schluss mit Mord und Totschlag!“ auf dem Albaniplatz angemeldet. Als Vertretung der Studierenden der Universität Göttingen ruft der AStA dazu auf, sich an den Gegenprotesten zu beteiligen.

Wie der Titel der Veranstaltung klar erkennbar macht, versuchen die Rassist*innen des Freundeskreises mit ihrer Kundgebung Bevölkerungsängste vor dem Hintergrund jüngster Attentate ausnutzen und zu verzerren. Zuletzt hatte sich die völkische Gruppierung durch eine Radikalisierung aus ihrer Spitze immer weiter aus dem (besorgt-) bürgerlichen Spektrum entfernt. Zuletzt fand die Gruppierung nur noch bei klassischen Neonazis Gehör.

Der widerliche Versuch des Freundeskreises, aus dem Leid und dem Tod von Menschen politischen Profit zu schlagen, indem er ganze Gesellschaftsgruppen für Anschläge von Einzeltätern mit individuellem Tathintergrund verantwortlich macht, ist für uns nicht hinnehmbar. Dazu eine Sprecherin des AStA: „Gerade angesichts dessen, dass der Münchener Amoklauf einen rechts-nationalistischen Hintergrund besitzt, sollte erkennbar sein, dass rechtes Gedankengut und Nationalismus das Problem und nicht dessen Lösung sind. Nur eine gesellschaftliche Inklusion und die menschenwürdige Behandlung von Schutzsuchenden kann die Antwort auf Terror sein.“

Ein Mitglied des AStA ergänzt: „Besonders die Anmeldung einer Veranstaltung auf dem Albaniplatz, als ehemaliger Adolf-Hitler-Platz und Ort der Bücherverbrennung 1933, stellt für uns und wahrscheinlich alle Göttinger*innen, die an eine freie, offene Gesellschaft glauben, eine maßlose Provokation dar.“

Aus diesem Grund rufen wir dazu auf sich am Sonntag mit uns den Rassist*innen des Freundeskreises entgegen zu stellen. Informationen zu organisiertem Gegenprotest folgen zeitnah auf Facebook und unserer Hompage.

AStA Uni Göttingen, 28. Juli 2016

Göttingen: Kein Platz für Nazis und ihre Freund*innen (28.07.2016)

Kommentare sind geschlossen