Linker AStA gewählt

In seiner Sitzung am 31.03.2021 wählte das Studierendenparlament einen neuen AStA. Dieser besteht aus der Grünen Hochschulgruppe, der Alternativen Linken Liste, der Nordcampus Hochschulgruppe, der Volt und Schwarz-Rot Kollabs und schließt an die Arbeit des letzten linken AStAs an.

Als Vorsitzende wählten die Parlamentarier*innen Pippa Schneider (GHG), die im letzten Jahr das Finanzreferat besetzte. Finanzreferentin in diesem Jahr ist Maj-Britt Sundqvist (ALL) und neue Hochschulreferentin Hannah Bornemann (GHG). Die fünf Pflichtreferate werden vervollständigt durch Luca Baetz (ALL) im Außenreferat und Elisa Bröcker (GHG) im Sozialreferat. Außerdem wurden als zusätzliche Referate ein Referat für „Ökologie, Nachhaltigkeit und Gesellschaft“ und ein Referat für „Digitalisierung“ eingerichtet und mit Adrian Friedrich (GHG) und Lorenz Glißmann (Nordcampus HSG) besetzt.

Eines der Schwerpunktthemen wird der Kampf gegen die Unterfinanzierung der Universitäten sein. Mitten in der Corona- und der Klimakrise kann nicht an guter Wissenschaft gespart werden. Hierzu gibt es bereits weitreichende Vernetzung in einem breiten Bündnis aus Göttinger Studierenden und Beschäftigten.
Auch die schwierige Situation der Studierenden während der Corona Pandemie ist dem neuen AStA ein Anliegen. Studierende stehen hier vor vielfältigen Problemen, seien es finanzielle Engpässe, nach dem Verlust des Jobs, oder Prüfungsphasen während des Lockdowns. Hierzu müssen studifreundliche Lösungen gefunden werden unter anderem auch durch die Vernetzung mit den ASten anderer niedersächsischer Universitäten.
Bestehende erfolgreiche Projekte sollen weiter geführt werden. Hier ist als wichtiges Beispiel die Basisinitiative TVStud zu nennen, die in Vernetzung mit anderen Universitäten, für einen Tarifvertrag und damit bessere Arbeitsbedingungen für studentisch Beschäftigte, streitet.

Ein Fokus soll auch auf Studierenden liegen, die von Diskriminierung und Benachteiligung wie zum Beispiel Rassismus, Sexismus, Antisemitismus oder Transfeindlichkeit betroffen sind. Hier ist der Plan sowohl eng mit der Antidiskriminierungsstelle der Universität zusammenzuarbeiten als auch eine Vernetzung mit Stadtgruppen, die bereits schwerpunktmäßig dazu arbeiten. Außerdem wird die im letzten AStA gegründete peer-to-peer Transberatung weitergeführt werden. Um den Blick auch über die Göttinger Hochschullandschaft hinaus zu wagen, wird sich der AStA unter Anderem auch in der LandesAStenKonferenz in den entsprechenden Arbeitskreisen einbringen, sowie den antifaschistischen Schwerpunkt des letzten Jahres fortführen.

Auch die beiden zusätzlichen inhaltlichen Referate zeigen weitere Schwerpunkte. In Zeiten der Klimakrise hat auch die Universität ihren Teil zu leisten. Ziel soll hier eine umfassende und echte Nachhaltigkeitsstrategie und eine Einrichtung und Stärkung einer unabhängigen Stelle für Nachhaltigkeit sein. Für den Bereich der Digitalisierung ist, neben einer umfassenden Modernisierung der Selbstverwaltung, ein Empowerment der Studierenden zentral. Beide Referate sind offen und laden alle interessierten Studierenden zur Mitwirkung ein.