Pressemitteilung: 21. Sozialerhebung des DSW – AStA kritisiert Mehrbelastung der Studierenden

Die heute veröffentlichte 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks offenbart einen steigenden Kostendruck für Studierende, der zu einer erhöhten Erwerbstätigkeit und einem höheren Unterstützungsbedarf durch die Eltern führt. Die Kostenerhöhung ist vor allem auf die Ausgaben für den Bereich Wohnkosten zurückzuführen. Durch die hohen Wohnkosten wird die Studierendenmobilität weiter eingeschränkt, sodass viele Studierende nicht an ihrem Wunschstudienort studieren können. Insgesamt führt der erhöhte Kostendruck zu einer erheblichen Mehrbelastung für Studierende mit weniger Geld. Der AStA kritisiert diesen Zustand als sozial ungerecht.

Dazu erklärt Nikolai Palmer, Sozialreferent des AStA: „Die Ergebnisse der Sozialerhebung decken sich mit unseren Erfahrungen. Die Studienentscheidung hängt immer mehr vom Geldbeutel der Eltern ab und gefährdet die soziale Öffnung der Hochschulen. Wir brauchen dringend eine effektive Förderung der Studierendenwerke durch Bund und Länder, um diese Entwicklungen aufzufangen. Die letzten Mieterhöhungen in Göttingen sind dafür nur ein weiterer Beleg.

Die Studienfinanzierung ist für viele Studieninteressierte nicht mehr gesichert. Förderinstrumente, wie Stipendien, erweisen sich als Irrweg. Das BAföG muss dringend bedarfsgerecht angepasst und der Gefördertenkreis erweitert werden. Hier ist nun die Politik aufgefordert zu handeln. BAföG und Wohnraum werden damit zentrale Themen bei der kommenden Bundestagswahl“, ergänzt Silke Hansmann, Vorsitzende des AStA.

AStA Uni Göttingen, 27. Juni 2017

 

21. Sozialerhebung des DSW – AStA kritisiert Mehrbelastung der Studierenden (27.06.2017)

 

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