Pressemitteilung: AStA fordert mehr studentischen Wohnraum

Am 17.06. wurde das frühere Wohnheim in der Geiststraße zum wiederholten Male innerhalb weniger Jahre besetzt, um auf die neuralgische Lage des studentischen Wohnungsmarkts hinzuweisen. Wenn auch der AStA Besetzungen als Mittel zur Konfliktaustragung ablehnt, so teilt er doch die Forderung nach der Schaffung bezahlbaren studentischen Wohnraums.

Hierzu erklärt die Sozialreferentin des AStA Anna Reuter: „Die Lage des Göttinger Wohnungsmarkts ist weiterhin sehr angespannt. Mit der Entscheidung, in Göttingen das Studium aufzunehmen, beginnt für viele Erstsemester eine komplizierte Wohnungssuche. Es ist nicht ungewöhnlich, dass erst nach unzähligen Besuchen eine passende WG oder Wohnung gefunden wird. Weiterhin belasten die in den letzten Jahren stark gestiegenen Mieten das ohnehin knappe studentische Budget zusätzlich. Die Durchschnittsmieten pro Quadratmeter stiegen in den letzten Jahren erheblich und liegen deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt. Für viele Studierende wird damit das Wohnen in relativer Nähe zur Universität unerreichbar.

In diesem Sinne ist es unverständlich, dass Wohnheime wie die Geiststraße geschlossen werden, um Platz für andere Nutzungszwecke zu schaffen. Doch eben dieses Wohnheim steht seit vier Jahren leer. Die Behauptungen der Uni, dass ein Konzept für die künftige Nutzung seit Jahren vorliege, erscheint unglaubwürdig auf Grund der Tatsache des langjährigen Leerstandes.“

Konstantin Schütz fügt hinzu: „Zwar entsteht aktuell am Nordcampus ein neues Wohnheim für Studierende, doch die Zahl der entstehenden Plätze ist deutlich zu gering und damit nur ein Tropfen auf den heißen Stein! Zur Linderung der Wohnungsnot werden der Bau weiterer Wohnheime in der Nähe des Nord- und des Zentralcampus sowie eine deutliche Erweiterung des sozialen Wohnungsbaus erforderlich sein. Der AStA sieht das Land Niedersachsen sowie den Bund in der Pflicht, die hierzu nötigen Mittel bereitzustellen. Weiterhin fordern wir von der Stadt, der Universität und dem Studentenwerk Konzepte für die Umwandlung bestehender Leerstände in bezahlbaren studentischen Wohnraum. In die Erstellung solcher Konzepte wird sich der AStA konstruktiv einbringen und ist gern zu Gesprächen bereit.“

AStA Uni Göttingen, 19. Juni 2014

AStA fordert mehr studentischen Wohnraum (19.06.2014)