Pressemitteilung: AStA fordert: Wohnheime solidarisch finanzieren statt zusätzliche Beiträge erheben!

Das Studierendenparlament der Uni Göttingen hat sich am vergangenen Donnerstag auf Antrag des AStA ebenfalls mit breiter Mehrheit gegen die vom Vorstand des Studentenwerks diskutierte finanzielle Mehrbelastung für Studierende ausgesprochen, nachdem der AStA dies bereits in der vorigen Woche getan hatte. Die Parlamentarier*innen waren sich einig: Das Studentenwerk muss keine schwarzen Zahlen schreiben. Sie forderten mit Nachdruck mehr Zuschüsse von Landesseite. Insbesondere der Bereich Wohnen muss gefördert werden, da guter, bezahlbarer Wohnraum in Göttingen rar ist.

Unverständlich ist für den AStA das öffentliche Dementi des Studentenwerks, eine Erhöhung der Mieten oder Studienbeiträge in Erwägung zu ziehen. Hier werden bewusst Fehlinformationen an die Öffentlichkeit gegeben. Dass es einen Sanierungsstau in einigen Wohnheimen des Studenten-werks gibt, ist nicht von der Hand zu weisen.

Vivien Bohm, Vorsitzende des AStA, erklärt hierzu: „Dass sich das Studentenwerk darauf zurück-zieht, dass im Bereich Wohnen keine umfangreichen Maßnahmen geplant seien, halten wir für eine Farce. Seit langem sind die Diskussionen über den Sanierungsstau bekannt. Die Planungen zur Finanzierung dieser notwendigen Sanierungen lassen sich aus den wirtschaftlichen Unterla-gen des Stiftungsrates ablesen. Das Studentenwerk sollte sich lieber auf alternative Finanzie-rungsmöglichkeiten besinnen, anstatt die Debatte herunterzuspielen!“

Aus Sicht des AStA ist es nicht notwendig, die verschiedenen Bereiche des Studentenwerks ge-geneinander auszuspielen. Die Sozialreferentin Larissa Freudenberger ergänzt: „Der Bereich Wohnen sollte sich nicht selbst tragen, sondern ebenfalls solidarisch finanziert werden. Wenn die Selbsttrage-Regelung abgeschafft würde, könnte das Studentenwerk für die nötigen Renovierun-gen und Neubauten beispielsweise den bereits jetzt von den Studierenden gezahlten Studenten-werksbeitrag nutzen. Stattdessen wird der Bereich Wohnen kaputtgespart und am Ende werden die Studierenden zusätzlich zur Kasse gebeten!“

AStA Uni Göttingen, 18. April 2016

AStA fordert: Wohnheime solidarisch finanzieren statt zusätzliche Beiträge erheben! (18.04.2016)