Pressemitteilung: AStA unterstützt Forderungen der Wohnrauminitiative und verurteilt eskalatives Vorgehen des Studentenwerks

Auf der heutigen Pressekonferenz der Wohnrauminitiative Göttingen wurde erneut auf die drastischen Mieterhöhungen des Studentenwerks aufmerksam gemacht und die Forderung nach Kollektivmietverträgen verdeutlicht. Auch Sozialreferent Nikolai Palmer und Außenreferent Friedrich Paun nahmen für den Göttinger AStA als Gäste teil.

Seit Anfang des Jahres setzt das Studentenwerk ohne Rücksicht auf die Belange seiner Bewohner*innen die Mieterhöhungen in den Wohnheimen um. Die betroffenen Mitglieder der Wohnrauminitiative weigerten sich, die neuen Mietverträge zu akzeptieren und haben infolgedessen seit dem 1. April keine gültigen Mietverträge mehr. Außenreferent Friedrich Paun dazu: „Wir sind schockiert mit welcher Kompromisslosigkeit das Studentenwerk seine wirtschaftlichen Interessen gegen die Belange der Studierenden durchsetzt.

Neben sozialverträglichen Mieten fordert die Wohnrauminitiative Kollektivmietverträge in den durch sie vertretenen Wohnheimen. Der AStA unterstützt beide Forderungen. „Gerade das aktuelle Verhalten des Studentenwerks zeigt deutlich, wie wichtig es ist, dass Studierende sich kollektiv organisieren und eine gemeinsame Position einnehmen können. Die Forderung der Studierenden, einen Verein als Hauptmieter einzuführen, ist angesichts des Vorgehens des Studentenwerks eine notwendige Forderung um die bestehenden Wohnformen nachhaltig zu schützen. Dieses Vorgehen sollte allen Mieter*innen des Studentenwerks offenstehen“, erklärt Sozialreferent Nikolai Palmer.

In Zeiten immer weiter steigender Mietpreise wäre es wichtig, dass gerade das Studentenwerk bezahlbaren Wohnraum anbietet, wie es sein satzungsgemäßer Zweck ist. „Die Möglichkeit zu studieren darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Das bedeutet auch, dass Wohnungen gerade für Studierende mit geringeren finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung stehen müssen“, erklärt AStA-Sozialreferent Nikolai Palmer weiter.

Direkt nachdem die heutige Pressekonferenz beendet war, ging per Einschreiben eine fristlose Kündigung für zwei Bewohnerinnen und Bewohner der Goßlerstr. 17/17a ein. Nikolai Palmer erklärt dazu abschließend: „Dass das Studentenwerk auf Forderungen der Bewohnerinnen und Bewohner mit fristlosen Kündigungen reagiert, ist unfassbar. Das Studentenwerk ist drauf und dran, soziale Existenzen zu vernichten und handelt fundamental entgegen seinem sozialen Auftrag, wie ihn die eigene Satzung vorschreibt. Offenbar ist es das Anliegen des Studentenwerks, diesen Konflikt zu eskalieren. Wir verurteilen dieses Vorgehen zutiefst und fordern das Studentenwerk auf, die Kündigungen zurückzunehmen und sich mit den Hausgemeinschaften an den Verhandlungstisch zu setzen!

AStA Uni Göttingen, 3. April 2017

AStA unterstützt Forderungen der Wohnrauminitiative (03.04.2017)

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