Pressemitteilung: Ausschluss des AStA der U niversität Göttingen von der LandesAstenKonferenz

Der AStA der Universität Göttingen ist am 13.05.2014 auf Antrag des AStA Vechta sowohl aus der LAK als auch aus der Verkehrs-LAK ausgeschlossen worden. Begründet wurde dies mit den Mitgliedschaften zweier Referenten in einer Studentenverbindung. So heißt es, Verbindungen seien per se rassistisch und nationalistisch und somit vertrete auch der AStA Göttingen diese Positionen.

Der AStA der Universität Göttingen ist bestürzt über diese Vorkommnisse: Von der Mitgliedschaft zweier AStA-Referenten in einer Verbindung auf diskriminierende Positionen des AStA und seiner Mitglieder zu schließen, zeugt von stark stereotypisierten Denkprozessen der Befürworter des Antrags . Dies wird einer pluralistischen und toleranten Gesellschaft nicht gerecht. Davon, dass der AStA durch die beiden Referenten automatisch „rassistisch“ oder „geschichtsrevisionistisch“ sei, kann keine Rede sein. Nirgendwo haben sich die beiden betreffenden Referenten diskriminierend verhalten.

Zudem sind für die Positionierungen des AStA die durch gemeinsame Beschlüsse entstandenen Positionierungen, Pressemitteilungen sowie weitere Stellungnahmen relevant und nicht die privaten Mitgliedschaften seiner Referenten.

Bei ihrer Wahl betonten die amtierenden Referentinnen und Referenten, sich für die Erhöhung der BAföG-Sätze, verstärkte Internationalisierung, verbreiterten Hochschulzugang und mehr studentischen Wohnraum einzusetzen. Diese Ziele bestätigten sie unter anderem in der ersten Pressemitteilung des neuen AStA.

Mithin vertritt der AStA, als demokratisch legitimiertes Organ, die Interessen der gesamten Studierendenschaft der Universität Göttingen. Nicht nur der AStA der Universität Göttingen sieht die aktuellen Entwicklungen in der LAK kritisch: So beendete der AStA der Tierärztlichen Hochschule zu Beginn des Jahres die Zusammenarbeit mit der LAK, da er in ihr keinerlei Einsatz für studentische Interessen wahrnahm. Weiterhin trat kurz nach dem Ausschluss des Göttinger AStA, der AStA der TU Clausthal aus, diese sahen durch das Verhalten der Mehrheit der Mitglieder die Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit nicht mehr gegeben.

Dennoch hofft der AStA der Universität Göttingen, dass es künftig zu sinnvoller Studierendenpoltik in Niedersachsen kommen wird und ideologische Grabenkämpfe der Vergangenheit angehören. Die ASten müssen ihre Differenzen außen vor lassen und konstruktiv zusammenarbeiten. Wenn in Zukunft studierendenorientierte Politik wieder möglich ist, wird sich der AStA Göttingen dem nicht verschließen.

AStA Uni Göttingen, 15. Mai. 2014

Ausschluss des AStA der Universität Göttingen von der LandesAstenKonferenz (15.05.2014)