Pressemitteilung: Studentenwerk will Beiträge drastisch erhöhen – AStA fordert Umdenken

Das Studentenwerk Göttingen hat eine Schieflage in der Finanzierung des Bereichs Wohnen festgestellt. Da nach jahrelangem Renovierungsstau in verschiedenen Wohnheimen (beispielsweise dem Studentendorf in der Gutenbergstraße) die Kosten für notwendige Sanierungen sehr hoch sind, diskutiert der Vorstand des Studentenwerks, den grundsätzlichen Studienbeitrag der Studierenden um ca. 30 Euro pro Semester oder die Miete pro Wohnheimsplatz um voraussichtlich ca. 50 Euro zu erhöhen.

Der AStA spricht sich nachdrücklich gegen jegliche finanzielle Mehrbelastung für die Studierenden aus. Die aktuellen Überlegungen des Vorstands führen das Solidarmodell, auf dem der Studentenwerksbeitrag basiert, ad absurdum und stellen eine nicht hinnehmbare Mehrbelastung für die Studierenden dar. Der Bereich Wohnen des Studentenwerks muss sich nicht selbst tragen, sondern sollte durch eine gemeinschaftliche Umlage auch aus anderen Bereichen des Studentenwerks finanziert werden.

Aus Sicht des AStA ist das Studentenwerk kein wirtschaftliches Unternehmen, das gezwungen wäre, schwarze Zahlen zu schreiben. Stattdessen fordert der AStA das Studentenwerk auf, seinen pflichtgemäßen Aufgaben nachzukommen. Hierzu gehört auch, bezahlbaren, guten Wohnraum für Studierende zur Verfügung zu stellen. Sozialreferentin Larissa Freudenberger erklärt hierzu: „Anstatt Semesterbeiträge oder gar Mieten zu erhöhen, muss das Studentenwerk seinen sozialen Auftrag der zweckentfremdeten wirtschaftlichen Unternehmensführung vorziehen. Denn im Zweifel liegt es am Land, die Studierendenwerke angemessen auszufinanzieren. Ein solcher Kurs würde dem Zweck eines Studierendenwerks viel eher entsprechen als eine Fixierung auf schwarze Zahlen.“

AStA Uni Göttingen, 4. April 2016

Studentenwerk will Beiträge drastisch erhöhen – AStA fordert Umdenken (04.04.2016)