Schloss Marienburg wichtiger als Wohnheime für Studierende – Pressemitteilung AStA Uni Göttingen

Schloss Marienburg wichtiger als Wohnheime für Studierende
Dienstag,30. Juli 2019

Im Haushalt des Landes Niedersachsen für die Jahre 2020 und 2021 sind 13,5 Millionen Euro für die Sanierung der Marienburg geplant für die Renovierung von Wohnheimen für Studierende nichts. Darum fordern die ASten (Allgemeinen Studierendenausschüsse) des Landes Niedersachsen mehr Geld für die Renovierung von Wohnheimen. Außerdem fordern wir die Übernahme der tariflichen Lohnsteigerungskosten für Angestellte der Studentenwerke, um die Semesterbeiträge der Studierenden nicht noch weiter zu erhöhen.

Die Zahl der Studierenden hat sich seit der letzten Anhebung der Landesmittel für die Stundenwerke im Jahr 2014 massiv erhöht. Die Studentenwerke kümmern sich um die Bedürfnisse der Studierenden, wie die Unterbringung, Verpflegung und soziale Beratung. Weil die staatliche Förderung nicht reicht, stoßen die Studentenwerke an ihre Grenzen, wenn sie den Fragen und Problemen der Studierenden gerecht werden wollen. Ein Beleg dafür sind die langen Wartelisten für studentische Wohnheimplätze.

Was in den letzten Jahren nicht gestiegen ist, ist das Geld des Landes Niedersachsen für die Unterbringung der immer mehr werdenden Studierenden. Neue Wohnheime müssen gebaut und alte renoviert werden. Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler verspricht in seiner Rede zur Unterrichtung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur im Niedersächsischen Landtag am 18.12.2017: „Daneben müssen auch bestehende Wohnheime saniert werden Dafür plant das MWK ein Sonderprogramm aufzulegen, um die Studentenwerke finanziell zu unterstützen“. Für die Renovierung von teilweise 35 Jahre alten Wohnheimen gibt es aber bis heute kein Programm und somit keine Zuschüsse. Die Kosten dafür soll jetzt die  aktuelle Studierendengeneration tragen. Die ASten des Landes Nieders achsen finden: Das darf nicht sein!

Bezogen auf unseren Standort sieht sich der Stiftungsrat des Studierenden werks gezwungen die Preise des Mensa Essens um 10 Cent, die Preise für Wohnheim plätze um 10 Euro und den Beitrag für das Studentenwerk auf 107 Euro zu erhöhen, um die Finanzierung sicherzustellen. Während der Beitrag für das Studentenwerk in München bei 62 Euro und in Stuttgart bei 55 Euro liegt, wird dieser im kommenden Wintersemester in Hannover, Göttingen und Braunschweig bei über 100 Euro liegen. Das Land zieht sich aus sein er Aufgabe der sozialen Daseinsfürsoge für Studierende zurück und Studierende werden immer häufiger zur Kasse gebeten.

Wir fordern vom Land:

  • Ein Sofortprogramm der Landesregierung in Höhe von 150 Millionen Euro zur Beseitigung des Sanierungsstaus und den Neubau bei den Studentenwerken
  • Die Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25 mit einer automatischen, jährlichen Erhöhung um 3