Pressemitteilung: Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes verabschiedet

Heute passierte die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes auch den Bundesrat, nachdem es noch vor Weihnachten den Bundestag passiert hatte. Damit steht diesem Gesetz nichts mehr im Wege. Es soll die Karriereperspektiven in der Wissenschaft verstetigen und erleichtern.

Die wichtigsten Neuerungen der Novelle sind laut Informationen des BMBF folgende:
„- Keine unsachgemäßen Kurzbefristungen mehr: Die Befristungsdauer muss künftig der angestrebten Qualifizierung angemessen sein, bei der Befristung wegen Drittmittelfinanzierung soll sie sich an dem bewilligten Projektzeitraum orientieren.
– Sachgrundlose Befristung wird es künftig nur geben, wenn die befristete Beschäftigung zur Förderung der eigenen wissenschaftlichen oder künstlerischen Qualifizierung erfolgt. Arbeitsverträge von nicht-wissenschaftlichem Personal können nicht mehr auf der Grundlage des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes wegen Drittmittelfinanzierung befristet werden.
– Studienbegleitende Hilfstätigkeiten im Wissenschaftsbetrieb – sowohl während des Bachelor – als auch während des Masterstudiums – bleiben ohne Anrechnung auf den Befristungsrahmen für die sachgrundlose Qualifizierungsbefristung. Das wird jetzt klar geregelt. Auch das Anliegen des Bundesrats wurde dabei aufgegriffen und für die studienbegleitenden Beschäftigungsverhältnisse ein Befristungszeitraum von sechs Jahren vorgesehen.“

Die „Gefahr steigender Akademikerquoten“?

Gibt es eine „Gefahr steigender Akademikerquoten“, wie sie manche Wissenschaftler befürchten? Darum soll sich heute eine öffentliche Vortragsveranstaltung in der Paulinerkirche um 14:15 Uhr drehen. Hiermit wollen wir darauf aufmerksam machen.

Dort wird heute der Philosoph und Politiker Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin seine Thesen zur Gefahr der steigenden Akademikerquote präsentieren. SOFI-Präsident Prof. Dr. Martin Baethge wird dies kritisch kommentieren, der selbst von einer Unumkehrbarkeit des Trends zur Akademisierung ausgeht. Die Veranstaltung ist ohne Anmeldung und kostenfrei zugänglich. Das Publikum ist explizit zur Teilnahme an der Diskussion aufgerufen.

Näheres dazu hier: http://www.uni-goettingen.de/de/zur-krise-beruflicher-und-akademischer-bildung/50226.html?cid=27508&date=2015-12-11

Was wünschen sich Studienanfänger von der Hochschule?

Genau diese Frage versucht eine aktuelle Studie des Bundesbildungsministeriums in Zusammenarbeit mit Bildungsforschern der Universität Konstanz.

Immer noch wird von den Studierenden vor allem fehlender Praxisbezug wie auch zu große Lehrveranstaltungen bemängelt. Die Unzufriedenheit nimmt jedoch langsam ab, so dass von einer leichten Verbesserung ausgegangen werden kann. Besonders Medizinstudierende zeigen sich besonders unzufrieden mit den Angeboten der Hochschule. 

Es bleibt also noch viel zu tun, um die eminent wichtige Studieneingangsphase zu entlasten und Studierende vom Abbruch ihres Studiums abzubringen.

Die gesamte Studie könnt ihr hier nachlesen: https://www.bmbf.de/files/Eingangsphase_Gesamtdatei_Oktober2015.pdf

Verleihung des niedersächsischen Wissenschaftspreises

Heute abend haben gleich mehrere Angehörige der Universität Göttingen den niedersächsischen Wissenschaftspreis aus den Händen der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić erhalten.

Unter ihnen befindet sich der Göttinger Forstwirt und Nachwuchsforscher Prof. Holger Kreft und gleich 5 Studierende. Zum einen der Physikstudent Thomas Kotzott, der für sein Engagement in der studentischen und akademischen Selbstverwaltung sowie sein Engagement für andere Studierende ausgezeichnet wurde. Und zum anderen wurde eine Gruppe von 4 Studierenden (Franziska Ellen Dorn, Tabea Lakemann, Felix Möller und Mathis Richtmann) ausgezeichnet, die sich kritisch mit der ökonomischen Lehrmeinung auseinandersetzten und eigenverantwortlich Lehrkonzepte erarbeiteten.

Wir gratulieren allen Göttinger Preisträgerinnen und Preisträgern und freuen uns über die Kreativität unserer Komilitoninnen und Komilitonen! Einmal mehr zeigt sich dadurch, auf welch starken Fundamenten die Göttinger Studierendenschaft fußt.

Universität Göttingen belegt deutschlandweit Platz 6 im Drittmittelranking der DFG

Welche Unis in Deutschlang erhalten das meiste Geld von öffentlichen Drittmittelgebern? Diese Frage versucht der Förderatlas der DFG zu beantworten. Heute erschien der aktuelle Bericht für die Jahre 2011 bis 2013. Unsere Universität schnitt dabei für uns überraschend „gut“ ab und konnte fast 250 Mio. Euro einwerben – nur knappe 30 Mio. weniger als die Spitzenreiter der LMU München und knappe 50 Mio. Euro mehr als das KIT aus Karlsruhe auf Platz 8.

Auch wenn man wie wir die Abhängigkeit der Forschung von Drittmitteln grundsätzlich negativ sieht, zeigt sich hierin doch der Erfolg unserer Universität in der Forschung und ihre Aktualität. Dies unterstützt moderne Lehre ungemein und schafft Chancen für Absolventinnen und Absolventen. In diesem Sinne sagen wir: Nur weiter so Uni Göttingen!

Ein neues Wissenschaftszeitvertragsgesetz

Heute hat das Bundeskabinett einen neuen Entwurf für das Wissenschaftszeitvertragsgesetz verabschiedet. Damit soll Wissenschaftlern die Karriere planbarer gemacht werden. Was sich konkret ändern soll könnt ihr hier nachlesen: Insbesondere für all diejeniger, die selbst eine Promotion anstreben ist das sicher interessant.

http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/zeitvertraege-das-aendert-sich-fuer-doktoranden-und-nachwuchsforscher-a-1049341.html