Update: Pressemitteilung: Zelten auf dem Campus für mehr Wohnraum

Update vom Donnerstag, den 24. August:

Der Außenreferent Friedrich Paun erklärt zur Zeltaktion für mehr Wohnraum: „Wir werten die gemeinsame Aktion des AStA und des Bündnisses Wohnheime gegen Mieterhöhungen als vollen Erfolg. Mehr als 50 Studierende haben sich auf der Wiese hinter dem Juridicum eingefunden. Mit unserer Zeltaktion setzen wir ein Zeichen und verleihen unserer Forderung nach mehr bezahlbarem Wohnraum ganz praktisch Ausdruck.

Silke Hansmann, Vorsitzende des AStA, ergänzt: „Um unsere skizzierte Idee eines Zeltcamps auf dem Zentralcampus zu verhindern, muss die Politik endlich aktiv werden. Das Studentenwerk muss in Zusammenarbeit mit Stadt, Land und Universität weiteren Wohnraum schaffen und den Bestand erhalten. Andernfalls werden auf den Grünflächen des Campus Anfang Oktober wohl mehr als 20 Zelte stehen.

 

In der Nacht vom 24. auf den 25. August werden Studierende ab 16 Uhr auf der Wiese hinter dem Juridicum am Zentralcampus der Universität zelten, um auf den Wohnraummangel in Göttingen hinzuweisen. Die Aktion wird vom AStA der Uni Göttingen gemeinsam mit dem Bündnis Wohnheime gegen Mieterhöhungen organisiert. Sozialreferent Nikolai Palmer erklärt: „Jedes Jahr wieder zu Beginn des Wintersemesters kommen Studierende nach Göttingen, die noch keinen Wohnplatz gefunden haben. Seit Jahren ist der Wohnraummangel in Göttingen ein gravierendes Problem.

Immer wieder sind Studienanfänger*innen darauf angewiesen manchmal für mehrere Wochen in Turnhallen oder den Gemeinschaftsräumen größerer Wohnheime zu übernachten. Der AStA möchte mit seiner Aktion gerade im Kontext der anstehenden Bundes- und Landtagswahlen an die Verantwortung der Politik erinnern, studentischen Wohnraum in ausreichendem und bezahlbarem Maße zu schaffen und zu erhalten. „Gerade die mangelhafte Finanzierung der Studentenwerke durch das Land, macht es quasi unmöglich Wohnheime mit günstigen Mieten zu bauen. Die Wohnpauschale im BAföG-Bedarfssatz ist ein weiteres Problem. Sie ist schon für manche Wohnheime zu niedrig, vom privaten Wohnungsmarkt ganz zu schweigen“, macht Außenreferent Friedrich Paun deutlich.

Die kurzfristigen Engpässe zu Beginn des Semesters sind allerdings nur symptomatisch. Wie die Daten der 21. Sozialerhebung zeigen, steigt die Höhe des Betrags, den Studierende für Wohnen ausgeben, schon seit Jahren kontinuierlich. Daneben haben sich die Einkünfte in diesem Zeitraum allerdings nicht in gleichem Maße erhöht. Insbesondere für Studierende, die nicht von ihren Eltern in großem Umfang finanziell unterstützt werden können, werden die steigenden Mietpreise damit zum Studienhemmnis. „Die Aufnahme eines Studiums darf nicht davon abhängig sein, ob man sich eine überteuerte Wohnung leisten kann. Besonders das Studentenwerk – in Zusammenarbeit mit Stadt, Land und Universität – muss hier nachbessern, um seinem sozialen Auftrag gegenüber den Studierenden gerecht zu werden“, erklärt Silke Hansmann, Vorsitzende des AStA, abschließend.

AStA Uni Göttingen, 21. August 2017

 

Der AStA der Universität Göttingen ist die Interessensvertretung der über 30.000 Studierenden der Universität Göttingen. Der AStA hat insbesondere die hochschulpolitischen, sozialen und kulturellen Belange der Studierenden in Hochschule und Gesellschaft wahrzunehmen. Dazu hat der AStA die Aufgabe, die politische Bildung der Studierenden und die Verwirklichung der Aufgaben der Hochschule zu fördern. In diesem Sinne nimmt der AStA für seine Mitglieder ein politisches Mandat wahr.

 

Zelten auf dem Campus für mehr Wohnraum (21.08.2017)

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