Alternative zur Verleihung des Göttinger Zivilcouragepreis 2026
Zivilcourage ist der Mut und die Entschlossenheit, zum Schutz und Wohl anderer Menschen einzutreten, ungeachtet einer möglichen Gefährdung der eigenen Person und ohne einen eigenen Vorteil davon zu erwarten.
Der Zivilcouragepreis der Bürgerstiftung Göttingen wird 2026 erneut nicht verliehen. Die eingereichten Personen entsprächen nicht den Kriterien für Zivilcourage. Nun haben sich verschiedene Gruppen zusammengeschlossen, um einen alternativen Preis für Zivilcourage zu vergeben. Der Preis soll an Merle Michaelsen gehen, die sich ungeachtet einer möglichen Gefährdung der eigenen Person immer wieder für eine klimafreundliche Politik eingesetzt hat, und damit für den Schutz und das Wohl anderer Menschen eingetreten ist.
Die Preisverleihung dafür findet nun am Donnerstag den 12.03.2026 am Gänseliesel statt. Besonders in Zeiten, in denen Klima- und Umweltschutz zunehmend eingeschränkt, in denen aber auch linke Buchläden von Buchhandlungspreisen ausgeschlossen oder politisch aktiven Gruppen Konten gekündigt werden, ist es wichtig für Zivilcourage einzutreten.
Frau Dr. Michaelsen wird für die Teilnahme an den Sitzblockaden der letzten Generation immer wieder angeklagt und von unseren Richtern verurteilt, und geht damit eine hohe Gefährdung der eigenen Person ein, ohne einen eigenen Vorteil davon zu erwarten. Sitzblockaden sind Formen des zivilen Ungehorsams, bei dem Bürger*innen (ohne Macht) Abläufe stören und auf Missstände hinweisen. Beispiele für solche Einsätze finden sich in der Geschichte zahlreiche. Merle Michaelsen setzt sich damit stellvertretend für uns alle ein und macht durch ihre Aktionen auf fehlende Konsequenz beim Klimaschutz seitens der Politik aufmerksam.
Die Alternative zur Verleihung des Göttinger Zivilcouragepreis 2026 findet statt am:
Donnerstag den 12 03.26. 18:00 Uhr am Gänseliesel.
Pressekontakt für den AStA: Janna Ouedraogo, Referentin für Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit, oekologie@asta.uni-goettingen.de
Organisiert durch Ursula Schwardmann und Dr. Ulrich Schwardmann, Parents for Future Göttingen
Regine Drewniak
Mit Unterstützung durch das Klimabündnis
