Referat für Klimagerechtigkeit

Das Referat für Klimagerechtigkeit wird geführt von Paul Emmerich.

Es bearbeitet die Themenkomplexe Umwelt- und Klimaschutz. Wir verstehen uns als offenes Referat, bei dem alle interessierten Studierenden zur Mitarbeit eingeladen sind.
Unseren Gestaltungsspielraum betrachten wir auf zwei Ebenen. Zum einen sehen wir insbesondere Universität und angehörige Institutionen in der Verantwortung, Nachhaltigkeit in ihre Organisationskultur zu integrieren. Daher suchen wir aktiv das Gespräch mit den jeweiligen Vertreter*innen von Hochschule, studIT, Gebäudemanagement und Studentenwerk, um Themen der baulichen, strukturellen und ernährungsspezifischen Verbesserungen anzugehen. Wir befürworten in diesem Zusammenhang auch die Einrichtung einer unabhängigen Stabsstelle für Nachhaltigkeit. Ein reger Austausch wird ebenfalls mit klimaschutzbezogenen Gremien auf kommunaler Ebene ersucht.

Auf niedrigschwelliger, individueller Ebene möchten wir Studierende informieren und umweltschonende Verhaltensweisen aufzeigen. Dazu organisieren wir diverse Veranstaltungsformate, wie Vorträge, Workshops und Filmabende und erstellen Publikationen. AStA-Fahrradwerkstatt oder AStA-Garten stellen zudem Raum zum Erlernen und Austausch. Weiterhin kooperieren wir eng mit engagierten (Hochschul-)Gruppen und unterstützen diese bei der Durchführung und Bewerbung eigener Veranstaltungen.

Falls ihr Ideen, Anregungen oder auch Fragen an uns herantragen wollt, könnt ihr uns jederzeit per Mail erreichen.

Aktuelle Vortragsreihe:

12.12.22, 19 Uhr, ZHG 105

NISHA TOUSSAINT-TEACHOUT, Klimaaktivistin, wird in ihrem Vortrag das Thema einführen und sich damit beschäftigen, was Klimagerechtigkeit bedeutet und die Geschichte der Bewegung aufzeigen.

15.12.22, 16:15 Uhr, ZHG 103

ESTEBAN SERVAT, biologist and activist, describes himself as a “climate refugee”. He will talk about the environmental and climate impacts of gas and fracking around the world and connect it to the frontline struggles in Argentina. He will also highlight the neo-colonial continuities of gas extraction and present “dept for climate”, a grassroots initiative supported by people from the global south, as a response.

10.01.23, 16:15 Uhr, ZHG 001

PETER EMORINKEN-DONATUS, nigerianischer Journalist, Preisträger des Panter-Preises 2022, Bildungsreferent und Umweltaktivist, wird in seinem Vortrag die neokolonialen Dynamiken und Verantwortlichkeiten der Klimakrise fokussieren und stellt dekoloniale und rassismuskritische Lösungsansätze zur Beendigung der Ausbeutung von Mensch und Natur vor.

26.01.23, 17 Uhr, ZHG 007

TOMASZ KONICZ, Journalist und Autor wird versuchen in seinem Vortrag die systemischen Krisenursachen allgemeinverständlich darzulegen und ausführen wie Kapital einerseits die Ursache der Klimakrise bildet und zugleich die gesellschaftlichen Folgen des Klimawandels verstärkt.

02.02.23, 17 Uhr, ZHG 010

ANNE NEMACK vom Kipppunkt Kollektiv erklärt in ihrem Vortrag, was soziales Geschlecht und Rollenbilder mit dem Klima zu tun haben und warum Klimagerechtigkeit auch Gendergerechtigkeit bedeutet.

GASKRISE, KLIMAKRISE, WIRTSCHAFTSKRISE – WARUM WIR ENDLICH ANFANGEN MÜSSEN ÜBER GERECHTIGKEIT ZU REDEN

Gaskrise, Klimakrise, Wirtschaftskrise.
Im Moment werden wir alle mit immer mehr Krisen konfrontiert.

Wiederkehrende Hitzewellen im Sommer und im Winter die Angst, nicht genug heizen zu können. Gleichzeitig treffen uns Wirtschaftskrise und Inflation unmittelbar und direkt.
Es wird Zeit diese Krisen nicht mehr isoliert voneinander zu betrachten, sondern die Zusammenhänge hervorzuheben und sie kritisch zu hinterfragen.

Dabei spielen Machtverhältnisse eine zentrale Rolle. Nicht nur die Betroffenheit von diesen Krisen ist innerhalb der Bevölkerung national, aber auch global, ungleich verteilt, sondern auch wer von ihnen profitiert. Deshalb müssen wir endlich über Gerechtigkeitsfragen sprechen, wenn wir anfangen wollen die Krisen zu überwinden.

In der Vortragsreihe des Referats für Klimagerechtigkeit werden deswegen verschiedene Aspekte von Macht und Gerechtigkeit im Kontext der globalen Krisen beleuchtet. Von Mitte Dezember bis Anfang Februar wird es fünf Vorträge zu den Themenschwerpunkten Kolonialismus, Kapitalismus als Beschleuniger der Klimakrise, Geschlechterverhältnisse, und neokoloniale Kontinuitäten der Gasförderung geben.

Dazu haben wir auch direkt betroffene Personen aus dem globalen Süden eingeladen, um über ihre Kämpfe für Klimagerechtigkeit vor Ort zu berichten und darüber, wie sie hier im Exil weiterhin gegen Umweltverbrechen arbeiten.

Wir laden euch herzlich dazu ein vorbeizukommen, euch die Vorträge anzuhören und mitzudiskutieren! Die Vorträge finden im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) am
Platz d. Göttinger Sieben 5, 37073 Göttingen statt.

Das Referat für Klimagerechtigkeit des AStA Göttingen