Bahnticket-Urabstimmung (2018)

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Das Studierendenparlament hat in seiner Sitzung am 30.11.2017 einstimmig die Durchführung einer Urabstimmung über die Einführung des Landesweiten Bahnsemestertickets Niedersachsen/Bremen beschlossen. Das Projekt wurde vor 3,5 Jahren auf einen politischen Impuls hin ins Leben gerufen und seitdem in engem und regem Austausch zwischen Vertreter*innen der VerkehrsLandesAstenKonferenz (VLAK), der Eisenbahnunternehmen (EVU), der Verbünde (z.B. VBN) und der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) ausgehandelt. Informationen zum Projekt und dem Verlauf der Abstimmungen an den anderen Hochschulen gibt es hier.

Vorrangiges Ziel der Verhandlungen waren einerseits ein einheitliches Streckennetz mit einheitlichem Tarif für alle Studierenden in Niedersachsen und Bremen, andererseits eine transparente Berechnung der Preise sowie vereinfachte Abrechnungsverfahren. Um das zu ermöglichen, wurde sich in teilweise sehr kleinschrittiger Manier an eine Rahmenvereinbarung angenährt. Mit dem Ende der Verhandlungen in 2017 stellen wir das Ergebnis der Verhandlungen nun auch in Göttingen zur Urabstimmung. Damit gehen einige Veränderungen im Vergleich zu den vorherigen Abstimmungen beim Bahnticket einher, die wir euch im Folgenden näher bringen wollen.

 

Was ist das landesweite Bahnsemesterticket?


  • Das landesweite Semesterticket ist seit drei Jahren in Vorbereitung, gemeinsam zwischen allen ASten und Eisenbahnunternehmen in Niedersachsen/Bremen.
  • Anstelle der an jeder Hochschule einzeln verhandelten Gültigkeiten und Preise würde es zukünftig einen einheitlichen Gültigkeitsbereich mit einheitlichem Preis geben.
  • Der Gültigkeitsbereich des Tickets umfasst alle Züge des Schienenpersonennahver-kehrs (SPNV), die in Niedersachsen, Bremen und auf einigen Zusatzstrecken in benach-barte Städte verkehren.

 

Vorteile des landesweiten Bahnsemestertickets


  • Erweiterung des für dich nutzbaren Streckennetzes um folgende Strecken: Echem – Lübeck, Helmstedt – Magdeburg, Osnabrück – Münster, Herford – Paderborn, Bad Pyrmont – Paderborn, Göttingen – Leinefelde, Eichenberg – Leinefelde.
  • Die Cantus-Strecken Kassel – Bebra – Haunetal-Neukirchen, Bebra – Eisenach und Göttingen – Bebra bleiben wie gewohnt zusätzlich zum landesweiten Ticket erhalten!
  • Konstantes Angebot der einzelnen Strecken – kein plötzlicher Entfall von Angeboten.
  • Transparente, nachvollziehbare Kalkulation von Preisanpassungen: Je nach Nutzungsintensität durch die Studierenden in NI/HB können die Preise steigen oder fallen. Zusätz-lich gibt es moderate Preisanpassungen, die über einen Index aller Schienen- und Ver-bundtarife in Niedersachsen/Bremen berechnet werden.
  • Keine übermäßigen Preissprünge mehr, wenn auf einer Strecke der Anbieter wechselt.
  • Entlastung eures AStAs von aufwändiger Verwaltungsarbeit: Bislang musste mit jedem EVU jedes Jahr neu verhandelt werden.
  • Längere Laufzeit: Anders als heute wird für das landesweite Semesterticket ein mehrjähriger Vertrag geschlossen. So müsst ihr lediglich über die Fortführung des bestehenden Tickets in Zukunft entscheiden.

 

Abstimmungsgrundlage


  • Das landesweite Bahnsemesterticket ist als solidarisches Ticket konzipiert. Alle Studierenden in Niedersachsen und Bremen werden in dasselbe Finanzierungsmodell einbezogen. Daher kommt das landesweite Ticket nur zustande, wenn mindestens 80% aller Hochschulen in Nds./Bre. für eine Einführung stimmen (gewichtet nach Studierendenzahlen).
  • Falls das landesweite Ticket zustande kommt, an der Universität Göttingen keine Zustimmung erreicht wird, werden wir kein Ticket für den Schienenverkehr mehr anbieten. Individuelle Streckennetze wie bisher können dann nicht fortgeführt werden.

 

Preise


  • Folgende Preise sind für das landesweite Bahnsemesterticket fest vereinbart:
    • WiSe 2018/19 und SoSe 2019: je 129,59 + 3,60 (NVV) = 133,19 €
    • WiSe 2019/20 und SoSe 2020 je 131,72 + 3,70 (NVV) = 135,42 €
  • Damit stiege unser Preis pro Semester um 6,83 €. Dies wäre einerseits in den Leistungsausweitungen begründet, andererseits eine Folge der Angleichung der Preise an den einzelnen Hochschulen. Der diesjährige Preisanstieg liegt damit im Rahmen dessen, was die letzten Jahr üblich war; dafür steigen die Preise in Zukunft deutlich weniger.

 

Zeitstrahl – Über was stimmt ihr wann ab?


  • Prinzipiell wird über das landesweite Semesterticket nicht mehr jährlich (wie bisher), sondern zweijährlich abgestimmt. Der Zeitplan und die Optionen sehen für die folgenden Jahre folgendermaßen aus:
    • Januar 2018: Erstmalige Abstimmung über das landesweite Bahnsemesterticket
      • falls angenommen, und min. 80% der teilnehmenden Universitäten (nach Studierendenzahlen) stimmen ebenfalls zu: Einführung des Bahnsemestertickets für zwei Jahre
      • falls abgelehnt: Es gibt keine Ersatz-Abstimmung, oder ein alternatives Bahnsemesterticket. Wird das landesweite Bahnsemesterticket (in Göttingen) nicht angenommen, so wird es mindestens im Zeitraum 1.10.2018 bis 30.09.2019 kein Bahnsemesterticket in Göttingen geben; der weitere Zeitplan ist hinfällig. Bei Zustimmung in Göttingen, aber Scheitern des landesweiten Quorums wird sich um ein Notfall-Semesterticket gekümmert.
    • Januar 2019: keine Urabstimmungen zum Bahnsemesterticket, wohl aber zum Kulturticket und Bussemesterticket, und natürlich finden auch Hochschulwahlen statt!
    • Januar 2020: Erneute Abstimmung über das landesweite Bahnsemesterticket
      • Möglichkeit a) Annahme, zwei Semester neue Preise angenommen, zwei Semester SemTi, danach neue Wahl
      • Möglichkeit b1) Ablehnung, Preiserhöhung unter 5% (NVV-Zusatzstrecken abweichend), zwei Semester SemTi aufgrund Kündigungsfrist, Preiserhöhung wird übernommen, danach Ausstieg zum 1.10.2021.
      • Möglichkeit b2) Ablehnung, Preiserhöhung über 5% (NVV-Zusatzstrecken abweichend), zwei Semester SemTi aufgrund Kündigungsfrist, Preis bleibt gleich dem Vorsemester, danach Ausstieg zum 1.10.2021.

 

Räumlicher Geltungsbereich


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